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HANSA 12-2021

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HTG-INFO 31. 05.– 02.

HTG-INFO 31. 05.– 02. 06. 2022 in Düsseldorf Veranstaltungen 2021 09.12. Weihnachtsmarkt Junge HTG i SAVE THE DATE! Veranstaltungen 2022 20.01. Neujahrsempfang der HTG 31.05. – HTG Kongress 02.06. 25.08. 50 Jahre Fachausschuss Küstenschutzwerke Nov. Workshop Junge HTG 09.12. Weihnachtsmarkt Junge HTG Neujahrsempfang der HTG am 20.01.2022 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg Am 20. Januar 2022 lädt die Hafentechnische Gesellschaft erneut zum festlichen Neujahrsempfang. Ganz besonders freuen wir uns, Herrn Gunther Bonz als Ehrengast begrüßen zu können. Alle Mitglieder und Gäste sind sehr herzlich willkommen! Anmeldungen unter: www.htg-online.de/veranstaltungen Reinhard Klingen Vorsitzender Michael Ströh Geschäftsführer HTG Geschäftsstelle: Neuer Wandrahm 4, 20457 Hamburg, www.htg-online.de Vorsitzender: MDir Reinhard Klingen, service@htg-online.de Geschäfts führung: Dipl.-Ing. oec. Michael Ströh, Tel. 040 / 428 47–52 66, michael.stroeh@htg-online.de Ansprechpartnerin: Bettina Blaume, Tel. 040 / 428 47–21 78, service@htg-online.de 80 HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021

HTG-INFO Workshop des Fachausschusses Consulting vom 20.10.2021 – ein voller Erfolg! Um es gleich vorweg zu nehmen, das Ergebnis des Workshops war eindeutig: Der Preis kann und darf nicht das alleinige Kriterium bei der Auftragsvergabe sein, denn das Ergebnis ist vorhersehbar. Der Angebotspreis ist das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt steht und Bauzeiten verlängern sich auf zum Teil unabsehbare Zeit. Vom Ärger auf allen Seiten mal ganz abgesehen. Und man kann blicken, wohin man will: Auch Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass der Preis keine alleinentscheidende Rolle bei der Auftragsvergabe spielt. In Block 1 wurden den Teilnehmern, ausgehend von der HOAI- Reform, zum Einstieg zunächst die Grundlagen für die Preisermittlung und Vertragsgestaltung vermittelt. Anschließend wurde über Preisbewertungsmethoden bei Ingenieurleistungen informiert. Der Referent hob dabei hervor, dass nach den geltenden vergaberechtlichen Vorschriften der Zuschlag nicht auf das billigste, sondern auf das wirtschaftlichste Angebot zu erteilen ist. Die Auftraggeber haben es hierbei in der Hand, neben dem Preis auch qualitative Zuschlagskriterien vorzugeben und bei der Wertung der Angebote zu berücksichtigen. Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis zeigte auf, dass durch das EuGH-Urteil und die Corona- Krise ein verschärfter Preiswettbewerb eingesetzt hat und das Preisdumping alle anderen Vergabewerte zu dominieren droht. Als Lösungsansatz wurde vorgeschlagen: • Trennung zwischen technischem und wirtschaftlichem Angebot (2-Umschlag-Verfahren) • Ausschluss von Unterangeboten • Begrenzung des Kriteriums »Preis« auf 10 % Bewertungsanteil Die Vorträge des Blockes 2 zur nationalen und internationalen Vergabepraxis haben das Spektrum und die Herausforderungen für Consultingunternehmen insbesondere im Ausland anschaulich und praxisorientiert dargestellt. Die Referenten zeigten auf, dass es sowohl hinsichtlich der preislichen als auch formalen Wertung erkennbare Unterschiede zwischen einem öffentlichen Auftraggeber in Deutschland, in den skandinavischen Ländern bzw. Großbritannien sowie bei Ausschreibungen in Schwellenländern mit internationaler Förderkulisse gibt. Die gute Nachricht: Der günstigste Preis ist nirgendwo alleiniger Maßstab einer Vergabe, denn die fachliche Qualifikation spielt international eine erhebliche Rolle, wobei je nach Vergabestelle und Nation aber Unterschiede zu erkennen sind. Als Ergebnis des Blockes 2 kann festgehalten werden, dass die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen der öffentlichen Hand den erforderlichen Spielraum für eine wirtschaftliche Vergabe ermöglichen. Im Block 3 haben die Referenten ihren Blick auf alternative Vertragsformen gerichtet. Was hat sich 6 Jahre nach Erlass des Aktionsplans Großprojekte durch das BMVI bei den öffentlichen Auftraggebern in Sachen partnerschaftliche Modelle getan? Die GDWS berichtet von der Annäherung und der intensiven gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Thema der alternativen Vertragsmodelle. Als nächster Schritt steht nun die juristische, haushaltsrechtskonforme Untersetzung der Modelle an. Es gilt, einen Kulturwandel anzustoßen, damit das Bauen wieder Spaß macht. Bei der HPA sammelt man mit dem »Early Contractor Involvement« bereits in Echtzeit Erfahrungen mit Planungsleistungen, die der frühzeitig eingebundene Auftragnehmer aus der Bauindustrie beratend begleitet und mit dem Pilotprojekt »Integrierte Projektallianz« ist HPA schon mitten in der Umsetzung. Hier wird für die Herstellkosten das Selbstkostenerstattungsmodell angewendet, die allgemeinen Geschäftskosten hingegen fließen in einen Topf und werden über Bonus-/Malusregelungen an die Projektpartner ausgekehrt. Eine Regelung, an die sich eine sehr lebhafte Diskussion mit den anwesenden Teilnehmern anschloss. Abgerundet wurde der Block 3 durch einen anschaulichen Überblick über die FIDIC-Standards, die sich als Grundlage für internationale Bauprojekte bewährt haben. Im Rahmen einer von Frau Lisa Mathias, Hamburg Port Authority, moderierten Podiumsdiskussion (Block 4) wurden Einzelaspekte der Vorträge mit den Referenten Dr. Peter Ruland, Ramboll GmbH, Stephan Weber, VBI, und Armin Heisiep, HFK Rechts - anwälte, vertieft. Insbesondere die Idee, auch für die Vergütung von Planungsleistungen Bonuszahlungen und andere Anreizmechanismen vorzusehen, stieß auf großes Interesse und war Gegenstand einer lebhaften Diskussion. Aus dem Auditorium zielten viele Fragen auf die konkrete Ausgestaltung der wesentlichen vertraglichen Grundlagen der beiden Pilotprojekte der Hamburg Port Authority ab. Dabei bestand Einigkeit, dass die Befassung mit alternativen Vertragsmodellen, die eine von Partnerschaft geprägte Zusammenarbeit in den 0Mittelpunkt stellen, unumgänglich ist. Die einzelnen Vorträge sind für Teilnehmer und Mitglieder der HTG frei verfügbar. Bitte wenden Sie sich an die Geschäftsstelle der HTG oder schauen Sie in das Mitgliederportal der HTG. HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021 81

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