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HANSA 12-2021

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OKTOBER Feuer auf »ZIM

OKTOBER Feuer auf »ZIM Kingston«: 100 Container gehen über Bord Vor der kanadisch-US-amerikanischen Grenze ist ain schwerer See auf der »Zim Kingston« ein Feuer in mehreren Containern ausgebrochen. Die Crew musste größtenteils evakuiert werden. Das Feuer kann tagelang nicht final gelöscht werden, Bergungsexperten müssen zudem warten, bis sich die See beruhigt, bevor sie an Bord der »Zim Kingston« gehen können. Es gehen deutlich mehr Container verloren als anfänglich gedacht: Letztlich sind es mehr als 100 Stahlboxen, zum Teil mit Gefahrgut beladen. Einige wenige Container werden an die Küste von Victoria gespült. Das 4.253-TEU-Schiff der griechischen Reederei Danaos fuhr zum Zeitpunkt der Havarie in Charter des israelischen Linien-Carriers Zim. Ein Kapitel DDR-Geschichte endet am türkischen Stand Die »Sassnitz« wird verschrottet. Damit endet die Geschichte der letzten für die damalige DDR gebauten Eisenbahnfähre für die traditionelle »Königslinie«. Aufgrund der Reisebeschränkungen durch die Corona- Pandemie hatte sich der letzte Betreiber, die schwedische Stena Line, im Frühjahr 2020 dazu entschlossen, die Route von Sassnitz nach Trelleborg dauerhaft zu schließen. Das war das Aus für die 1989 von der dänischen Danyard-Werft für die damalige Deutsche Reichsbahn der DDR gebaute »Sasnitz«. Sie verbrachte auch nach der Wende die gesamte Betriebszeit auf der Fährlinie zwischen Deutschland und Schweden. Neubau für die Küste Das Havariekommando und der niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bekommen 2024 ein neues Mehrzweckschiff. Der Entwurf stammt von Technolog aus Hamburg. Yacht-Auftrag für A&R Abeking & Rasmussen hat einen Auftrag zum Bau einer 120 m langen Superyacht erhalten. Es handelt sich um den bislang größten Yachtauftrag für die 1907 gegründete Werft. Rekord-Abwrackung Nach zwei Jahren ist mit dem Abtransport der letzten Wracksektion die Bergung des vor der US-Ostküste havarierten Autofrachters »Golden Ray« so gut wie abgeschlossen – und damit das größte Bergungsprojekt der US-Geschichte. Druck von Ikea & Co. Eine Gruppe von Großkonzernen, darunter Ikea, Amazon, Unilever und Tchibo wollen ehrgeizigere Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Seeschifffahrt. Bis 2040 soll ihr Seefrachtvolumen klimaneutral transportiert werden. Reeder meiden LNG Der Höhenflug der Gaspreise zwingt die Reedereien zum Umsteuern. Viele Dual- Fuel-Schiffe werden wieder auf Schweröl umgestellt, weil es deutlich günstiger ist. Neuer Berenberg-Fonds Die Berenberg-Bank legt einen weiteren Schiffskreditfonds für Investoren auf. Angeboten werden erstrangig besicherte Finanzierungen für Handelsschiffe. Lürssen räumt auf Die Werftgruppe Lürssen spaltet die Marinesparte ab bündelt sie in der neuen Sparte Naval Vessels Lürssen. NVL vereint künftig alle Defence-Standorte in Wolgast (Peene Werft), Hamburg (Blohm+Voss, Norderwerft), Wilhelmshaven (Neue Jadewerft) sowie in Australien, Bulgarien und Brunei. Man erhofft sich mehr Flexibilität. Parallel gibt es bei Blohm+Voss eine schmerzhafte Zäsur. Das Reparaturgeschäft für Kreuzfahrtschiffe und Handelsschiffe soll eingestellt werden. HSH-Altlasten weg? Die Länder Hamburg und Schleswig- Holstein wollen die verbleibenden Schiffskredite der »portfoliomanagement AöR« – also die Atlasten aus dem Erbe der HSH Nordbank – en bloc verkaufen, um von den hohen Schiffspreisen zu profitieren. Es geht um 108 Schiffe. Deutsche LNG-Schiffe Die Bundesregierung will den Bau von LNG-Bunkerschiffen vorantreiben. Dafür werden 86 Mio. € Fördermittel bereitgestellt. Voraussetzung: Die Neubauten müssen bei einer Werft »mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland« beauftragt und in der EU gefertigt werden. Auch Amazon chartert Angesichts der Lieferketten-Störungen gehen immer mehr große Handelsunternehmen dazu über, selbst Schiffe zu chartern. Zu Walmart & Co. gesellt sich zuletzt der Online-Konzern Amazon. 34 HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021

CEO Rob Grool verlässt Zeaborn Ship Management Bei Zeaborn Ship Management steht der nächste CEO- Wechsel an. Rob Grool, der den Posten im Mai 2019 übernommen hatte, nimmt Abschied. Der Niederländer hatte vor zweieinhalb Jahren die Nachfolge von Nils Aden und Interim-Geschäftsführer Holger Strack angetreten. Der heute 62-Jährige hatte eine lange Karriere, unter anderem bei Seaspan, Wallem, der Schulte Group und Vroon, vorzuweisen. Nun geht Grool, offiziell zum 31. Dezember, de facto aber bereits zum 15. November, wie er selbst bestätigt. Sein Nachfolger wird der bisherige COO Michael Brandhoff, der mit der Übernahme und Fusion von Rickmers und ER Schiffahrt zu Zeaborn gekommen und davor bei der Reederei Hamburger Lloyd (RHL) beschäftigt war. Hamburg Port Authority fehlen mehr als 80 Mio. € Einige Bauprojekte werden im Hamburger Hafen offenbar deutlich teurer als geplant. Dadurch entsteht ein Finanzloch bei der Hamburg Port Authority. In diesem und im nächsten Jahr fehlen der Hafenbehörde für Deutschlands größten Seehafen rund 87 Mio. €. Allein für 2021 steht ein Minus von 41 Mio. €, das nun von der Stadt ausgeglichen werden soll. Zu den Ursachen gehören Kostensteigerungen bei einigen Bauprojekten. Im Hafen sorge man sich entsprechend um nötige Instandsetzungen von Straßen und Wasserwegen. Der Finanzbedarf ist dabei kein kurzfristiges Problem. So soll auch für die Jahre nach 2022 bereits ein Minus prognostiziert worden sein. NOVEMBER Maersk kauft Senator Beim Ausbau des Logistik-Angebots hat sich Møller-Maersk mit der Übernahme der Hamburger See- und Luftfrachtspedition Senator International verstärkt. Für das bislang von der Familie Kirschbaum gehaltene Unternehmen zahlen die Dänen 644 Mio. $. Vogemann bestellt Die Hamburger Bulker-Reederei H. Vogemann bestellt weitere Neubauten in China. Für vier Kamsarmax-Bulker von der Werft Jiangsu Hantong werden den Angaben zufolge 136 Mio. $ fällig. Nach vorherigen Aufträgen im Jahresverlauf summiert sich das Orderbuch auf mittlerweile zehn Schiffe. Auerbach verkauft Die Hamburger Reederei Auerbach gibt angesichts sehr attraktiver Schiffspreise sechs Mehrzweckfrachter mit langfristigen Chartern für 81 Mio. $ an eine skandinavische Investorengruppe mit Nordic Hamburg als Asset-Manager ab. Alle sechs Frachter gehen bei Swire Shipping mit Hauptsitz in Singapur in Fahrt. Tanker für Essberger Nach der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens E&S Tankers mit der skanischen Reederei Stolt-Nielsen baut John T. Essberger aus Hamburg die eigene Flotte weiter aus. Von der Reederei Odfjell, die aus dem Geschäft aussteigt, werden drei Chemikalienranker übernommen. Die 9.000-Tonner haben einen Wert von jeweils rund 10 Mio. $. Kein OTB-Terminal Das Oberverwaltungsgericht Bremen hebt die Baugenehmigung für das geplante Offshore-Terminal OTB in Bremerhaven auf. Die Pläne seien überholt, argumentiert das Gericht. Angesichts des Rückzugs oder der Insolvenz wichtiger Windkraft-Unternehmen sei der Bedarf für eine spezielle Schwerlastkaje in Bremerhaven nicht mehr gegeben. • Drahtseile • Tauwerk • Festmacher • CASAR Bordkranseile • Anschlagmittel • Prüflasttest bis 1.000 t • Segelmacherei • Taklerei • Montage Walter Hering KG Porgesring 25 22113 Hamburg Telefon: 040 – 73 61 72 -0 eMail: info@seil-hering.de www.seil-hering.de HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021 35

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