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HANSA 12-2021

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JUNI Kloska und TT Bau

JUNI Kloska und TT Bau kaufen Gelände der Elsflether Werft Das Gelände der ehemaligen Elsflether Werft hat neue Eigentümer: Die vor allem als Schiffsausrüster bekannte Kloska-Gruppe mit Hauptsitz in Bremen und die TT Bau-Gruppe aus Rastede übernehmen. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Werft. Ende 2020 war bekannt geworden, dass das Gelände nach der Insolvenz, nicht zuletzt durch Unstimmigkeiten beim Auftrag »Gorch Fock« ausgelöst, der Übernahme durch die Lürssen-Gruppe und der Betriebsaufgabe verkauft werden soll. Das Gelände soll künftig »für Erweiterungen der beiden Investoren« genutzt werden. Angeboten werden sollen Reparaturen, Umschlag und Dienstleistungen in den Bereichen Industrie und Schifffahrt. Claus-Peter Offen – Reeder seit 50 Jahren Am 9. Juni bestand die Offen Group seit 50 Jahren. Die Geschichte seiner Reederei begann 1971. Der 27-jährige Schifffahrtskaufmann erwarb bei einer Versteigerung den 96 m langen Stückgutfrachter »Annie Hugo Stinnes« (1.939 BRT) aus der Konkursmasse des Stinnes- Konzerns. Seither folgten 160 weitere Schiffe, vor allem Containerschiffe, aber auch Bulker und Tanker. In den Krisenjahren seit 2008 wurden etliche Frachter verkauft. Im Jubiläumsjahr leitete »CPO« eine Zäsur ein. Nur noch bis Ende des Jahres steht der Gründer und Alleingesellschafter an der Spitze des Unternehmens, zum 1. Januar übernimmt mit Arnt Vespermann der ehemalige CEO der Hamburg Süd. Offen behält mit seiner Familie über einen Verwaltungsrat aber die strategische Kontrolle. Bund gibt Milliarden Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode hat der Bundestag 6,8 Mrd. € für wichtige Beschaffungsvorhaben der deutschen Marine gebilligt. Sie bekommt unter anderem zwei Doppelhüllentanker und zwei U-Boote vom Typ U 212CD. Hapag-Lloyd verdoppelt Die Hamburger Linienreederei hat schneller als erwartet sechs Bau- Optionen gezogen und bestellt weitere sechs Megamax-Schiffe mit 23.500 TEU. Großauftrag für Bredo In einer öffentlichen Ausschreibung hat Bredo Dry Docks in Bremerhaven den Auftrag zur Instandsetzung der Fregatte »Baden-Württemberg« gewonnen. Wert: 30 Mio. €. »X-Press Pearl« sinkt Das nach einem Brand schwer beschädigte, gerade einmal ein Jahr alte Containerschiff sinkt vor der Küste Sri Lankas. Das Land fordert eine Entschädigung für die Umweltkatastrophe. MPC schluckt Songa Das MPC-Börsenvehikel MPC Container Ships übernimmt die Reederei Songa Container von Arne Blystad mit elf Schiffen. Der Wert der Transaktion wird mit 210,25 Mio. $ angegeben. Briese bestellt erneut Die letzte Bestellung für vier 1.930-TEU- Schiffe ist noch gar nicht lange her, da legt die Leeraner Reederei Briese Schiffahrt noch einmal nach: Bei Huanghai Shipbuilding wurden vier Containerfeeder mit 1.800 TEU (Bangkok-Max) geordert. Die Marktaussichten seien so gut wie lange nicht mehr, heißt es. Union Investment kauft Der vom neuen Eigner Maersk forcierte Verkauf des traditionsreichen Unternehmenssitzes der Reederei Hamburg Süd ist fix. Käufer ist Union Investment. Mahnke startet Fonds Comeback für Jens Mahnke mit »Elbe Financial Solutions«: Zusammen mit dem Private-Equity-Investor Eurazeo hat der ehemalige Ernst-Russ-Chef 115 Mio. € für nachhaltige Schiffsprojekte eingesammelt. Tanker für Hartmann Die Hartmann-Reederei aus Leer hat ein zweites Neubauprogramm für Gasttanker angeschoben. Drei LPG-/Ammoniak- Tanker mit je 40.000 m3 Ladekapazität werden in China gebaut – die größten ihrer Art in der Hartmann-Flotte. MSC streicht Hamburg Wegen anhaltender Abfertigungsprobleme in Hamburg schickt die Linienreederei MSC, wie schon Allianzpartner Maersk, vorübergehend Containerschiffe lieber nach Bremerhaven. Betroffen von den Problemem und dem Abzug ist das Eurogate-Terminal in Waltershof. Aug. Bolten kooperiert Die Reedereien Aug. Bolten (Hamburg) und Nova Marine Carriers (Lugano/ Schweiz) führen ihre Handysize-Bulker in einem gemeinsamen Pool zusammen. 30 HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021

Marlow übernimmt Hamburger Opielok-Reederei Das in Hamburg ansässige Unternehmen Opielok Offshore Carriers (OOC) wird Teil des deutsch-zypriotischen Schifffahrtsunternehmen Marlow Navigation. OOC ist seit über 20 Jahren in der Offshore-Industrie tätig. Doch seit einiger Zeit gab es große Schwierigkeiten. Die Zusammenarbeit mit dem von Christoph Toepfer geführten Schifffahrtsunternehmen Borealis Maritime hatte positive Auswirkungen. Dann allerdings führte die Corona- Pandemie zu einem weiteren »massiven Absturz der Märkte, der die Kündigung aller Verträge zur Folge hatte.« Das neue Unternehmen Marlow Offshore Carriers soll weiterhin technisches und Crew-Management im Offshore- und Erneuerbare-Energien-Markt anbieten und damit Marlows Präsenz in diesem Sektor stärken. Deutsche Reedereien Auerbach und Minship vereinen Flotten Die süddeutsche Bulk-Reederei Minship und der MPP- Spezialist Auerbach Schiffahrt vereinen ihr Reedereigeschäft. Auch personell rücken sie zusammen. Die Befrachtung der Schiffe, Operations und neue Projekte wollen die beiden Partner weiter eigenständig betreiben. Die kombinierte Flotte besteht aus 26 Bulkund MPP-Schiffen. Das kombinierte Management- Team steht unter der Führung von Markus Hiltl (CEO Minship Group), Arne Seesemann und Rafal Mirski (Geschäftsführer Auerbach Bereederung). Beide Reedereien waren zuvor schon indirekt miteinander verbunden. Matthias Ruttmann, CEO der MST-Gruppe, ist seit zehn Jahren Gesellschafter und Beiratsmitglied der Auerbach Schifffahrt. JULI Meyer Werft baut an Bei der von der Kreuzfahrtkrise getroffenen Papenburger Meyer Werft werden nur 450 statt 1.000 Stellen abgebaut. Geschäftsleitung und Arbeitnehmerseite haben sich geeinigt. Vorausgegangen waren eine öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung und ein Schlichtungsverfahren. Neuer Chef für HPA Friedrich Stuhrmann ist seit dem 1. Juli Geschäftsführer der Hamburg Port Authority (HPA). Er kommt von Eurogate und bildet gemeinsam mit Jens Meier die Geschäftsführung der Hafenbehörde. Großauftrag für TKMS Mit dem Bau von sechs U-Booten für Norwegen und Deutschland gewinnt ThyssenKrupp Marine Systems den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte. EU will Reeder-Geld Mit ihrem »Fit for 55«-Maßnahmenpaket will die EU den CO 2 -Ausstoß bis 2030 um 55 % unter den Wert von 1990 drücken. In der Praxis müssen Schifffahrtsunternehmen EHS-Zertifikate für jede Tonne CO 2 kaufen. Linien im Höhenflug Extrem hohe Frachtraten machen es möglich: Die Containerlinienreedereien verdienen so viel Geld, dass sie ihre gesamten Verluste aus den vergangenen 20 Jahren wettmachen könnten. MV Werften droht Aus Nach der Ablieferung der »Crystal Endeavour« müssen Werftarbeiter gehen. Es fehlt an Aufträgen. Als Teil des Sanierungsplans für die MV Werften beginnt der angekündigte Stellenabbau. Zunächst sind 650 Mitarbeiter betroffen. Sietas in der Insolvenz Die angeschlagene Hamburger Werft Pella Sietas ist insolvent. Der Grund liegt in der Zahlungsunfähigkeit der Werft und ausbleibenden Aufträgen. Sie ist den Mitarbeitern seit Wochen bereits die Löhne schuldig geblieben FSG kauft Nobiskrug Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft FSG mit Eigner und Risiko-Investor Lars Windhorst im Rücken erwirbt die Yacht- Werft Nobiskrug aus der Insolvenz. Nobiskrug gehörte zuvor zur Privinvest- Gruppe von Iskandar Safa, zusammen mit German Naval Yards und der Lindenau Werft in Kiel. Caterpillar stoppt Bis Ende 2022 will Caterpillar an seinen Standorten in Deutschland und China keine Schiffsmotoren mehr herstellen. Damit stehen viele Hundert Arbeitsplätze auf der Kippe. Moskau träumt Mit Transporten vom Kaspischen Meer bis zur Ostsee unter Umgehung des Suezkanals könnte Russland eine alte Schifffahrtsroute wiederbeleben. Treiber des neuen Projekts ist das russische Schiffbauunternehmen United Shipbuilding Corp (USC). Dort sollen entsprechende Fluss-See-Schiffe gebaut werden. Die Route wäre »frei von ausländischer Einflussnahme.« HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021 31

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