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HANSA 12-2021

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APRIL Nobiskrug meldet

APRIL Nobiskrug meldet Insolvenz an Die in Rendsburg ansässige Werft Nobiskrug aus der Privinvest-Gruppe kommt nicht aus der Krise. Nun wurde ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht Neumünster gestellt. Ursächlich seien »kritische Entwicklungen« im Markt für Yacht-Neubauten. Diese hätten sich negativ auf die Rentabilität und das Investitionspotenzial ausgewirkt, heißt es. Die Werft kämpft seit Jahren mit der schwierigen Marktlage. Sie gehört wie auch das ebenfalls kriselnde Unternehmen German Naval Yards zur internationalen Schiffbaugruppe Prininvest von Iskandar Safa, ein französischer Unternehmer libanesischer Herkunft. Viele Mitarbeiter mussten bereits gehen, der Jobabbau hat aber anders als erhofft offensichtlich nicht ausgereicht. Die auf den Bau von Yachten spezialisierte Werft am Nord-Ostsee-Kanal hat seit ihrer Gründung 1905 weit über 750 Schiffe gebaut. Briese bestellt neue Containerschiffe in China Neubauaufträge aus Deutschland gab es zuletzt selten, für Containerschiffe schon seit Jahren nicht mehr. Die Reederei Briese wagt sich wieder auf den Markt. Im Verborgenen hat die Reederei aus Leer den Auftrag eingefädelt. Dem Vernehmen nach will sie bei der Werft CSSC Huangpu Wenchong Shipyard in China insgesamt vier Feederschiffe bestellen, mit einer Kapazität von jeweils 1.900 TEU. Makler hatten zuvor bereits von einer deutschen Bestellung berichtet, ohne den Namen zu nennen. Offiziell handelt es sich noch nicht um einen Festauftrag, sondern eine Absichtserklärung. Briese hatte in den vergangenen Jahren vor allem das MPP-Segment mit Neubauten und Secondhand-Tonnage verstärkt, unter anderem mit 12.400-Tonnern vom Typ F500. Vespermann folgt Offen Arnt Vespermann, bis vor wenigen Wochen noch CEO bei Hamburg Süd, übernimmt als neuer CEO die operative Führung der Offen Group, Firmengründer Claus Peter Offen wechselt nach 50 Jahren in den Aufsichtsrat. MPP-Frachter in Seenot Der MPP-Frachter »Eemslift Hendrika« (Bj. 2015) ist vor Norwegen Seenot geraten. Die Besatzung ging von Bord und ließ das Schiff mit schwerer Schlagseite zurück. Die Ladung war in schwerer See verrutscht. Arrest für »Ever Given« Nach der Blockade des Suezkanals will Ägypten den Unglücksfrachter »Ever Given« so lange festhalten, bis der geforderte Schadenersatz von 900 Mio. $ bezahlt ist. Aden geht zu Harren Ein halbes Jahr nach der Trennung von V.Ships in Hamburg soll Nils Aden als Managing Director bei Harren & Partner die Schiffsmanagement-Aktivitäten und die strategischen Entwicklungen steuern. Schulte befrachtet selbst Die Schulte-Gruppe verlässt den vor acht Jahren gegründeten Befrachtungsverbund Hanseatic Unity Chartering. HUC ging aus O&S Chartering von Schulte und Reederei Nord hervor, 2017 erweiterten Asiatic/ Atlantic Lloyd und Leonhardt & Blumberg die Flotte auf 230 Einheiten mit einem einen globalen Marktanteil von knapp 10%. Becker wird japanisch Der japanische Propellerhersteller Nakashima steigt mehrheitlich beim deutschen Zulieferer Becker Marine Systems ein. Die Geschäftsführer Dirk Lehmann und Henning Kuhlmann sollen ihre Position behalten. MSC will Nr. 1 werden MSC rückt von der Größe her immer näher an Branchenprimus Maersk heran. Seit dem Spätsommer vergangenen Jahres rüstet MSC die eigene Flotte stark auf. Neben fast 40 Secondhand-Schiffe werden weitere Neubauten bestellt. Zuletzt wurden Aufträge über insgesamt 13 Neo- Panamax-Schiffe bei zwei chinesischen Werften platziert.. LNG eine Sackgasse? Politische Unterstützung für LNG als Schiffskraftstoff hält die Weltbank für falsch. Auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Schifffahrt seien andere Alternativen dagegen sehr vielversprechend. Euroatlas verkauft Wärtsilä verkauft die deutsche Tochterfirma Euroatlas aus Bremen, vor allem im Markt der »High Performance Power Conversion« im Marineschiffbau aktiv, an einen schwedischen Investor. Oldendorff: 750 Schiffe Die Lübecker Bulker-Reederei Oldendorff baut ihre Flotte weiter aus. Noch in diesem Jahr werden weitere Neubauten und auf dem Secondhand-Markt gekaufte Schiffe erwartet. Drama im US-Golf Das Offshore-Installationsschiff »Seacor Power« ist bei schwerem Wetter mit Orkanböen von bis zu 130 km/h vor Louisiana gekentert. Zwölf der 19 Besatzungsmitglieder werden vermisst. 28 HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021

Hapag-Lloyd wird Eurogate-Partner Hapag-Lloyd ist künftig nicht mehr Exklusiv-Kunde der HHLA. Denn statt Hamburg sollen die neu bestellten Megamax-Schiffe künftig Wilhelmshaven anlaufen. In zwei Jahren bekommen die Allianz-Partner Hapag- Lloyd und ONE jeweils sechs neue Schiffe zu je 23.500 TEU und werden damit ihren volumenstärksten Fernost-Europa-Dienst bestücken. Doch statt wöchentlich die Elbe bis nach Hamburg hinauf zu fahren, werden die Megamax-Frachter schon in Wilhelmshaven am Jade-Weser-Port umdrehen. Geplant ist sogar mehr als nur ein Hafenwechsel: Denn Hapag-Lloyd will in Wilhelmshaven zusätzlich auch den 30-%-Anteil der Møller- Maersk-Tochter APM Terminals an der JWP-Betreibergesellschaft übernehmen. Lürssen investiert Millionen, Dock 10 nach Berne verlegt Die Lürssen-Gruppe hat Europas größtes überdachtes Schwimmdock von Hamburg mit vier Schleppern nach Berne schleppen lassen. Das Dock ist 287 m lang, 53,5 m breit, 51,5 m hoch und hat eine Tragfähigkeit von 50.000 t. Im Inneren wartet die Yacht »Opera« auf ihre Vollendung. Provisorisch überdacht ist die Anlage bereits, in Berne soll das bereits 1966 gebaute Dock eine 13 Mio. € teure, zum Teil spektakuläre Außenkonstruktion erhalten. Allerdings ist der Umzug von der Elbe an die Weser nicht ganz freiwillig: Der Auftraggeber des neuen Yacht-Projekts »Opera« soll darauf bestanden haben, dass sein Luxusschiff an der Unterweser fertiggestellt wird. Die Yacht (146 m, 10.000 GT) soll die Nachfolgerin der »Sassi« sein, die bei einem Brand 2018 zerstört wurde. MAI Visum reicht nicht Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Nicht-EU-Seeleute brauchen in deutschen Küstengewässern eine Aufenthaltserlaubnis. Für Arbeiten in der 12-sm- Zone reicht ein Schengen-Visum nicht. 2. Chance für GHBV Die Gläubiger im Verfahren des Gesamthafenbetriebsvereins im Lande Bremen (GHBV) haben dem Insolvenzplan zugestimmt. Damit gilt die Sanierung als geglückt, rund 770 Arbeitsplätze bleiben. Bernd Kortüm gestorben Nach langer Krankheit stirbt der 78-Jährige in Hamburg. Zur Jahrtausendwende hatte er die Reederei H. Schuldt übernommen, die im Zuge der Schifffahrtskrise in V.Ships Hamburg aufging. Per Feeder nach Europa Die boomenden Containermärkte locken einen chinesischen Carrier aufs globale Parkett. BAL Container Line, Tochter der LC Group, tritt mit gecharterten Schiffen in den Fernost-Europa-Verkehr ein. Pallentin geht von Bord Geschäftsführer Rüdiger Pallentin verlässt nach knapp 42 Jahren die Lloyd Werft. Künftig ist Carsten Sippel alleiniger Geschäftsführer der Werft. Bunnemann bestellt Deutsche Reeder kerhen mit Neubau- Bestellungen zurück. Die Brüder Bunnemann (Atlantic Lloyd/Asiatic Lloyd) haben zwei Post-Panamaxe mit jeweils 7.100 TEU bei der DSIC-Werft in China bestellt. Dazu kommen zwei Optionen. Minus mit HSH-Altlast Die portfoliomanagement, Abwicklungsgesellschaft für die Altkredite der HSH Nordbank, will die guten Schifffahrtsmärkte zum Abbau des Portfolios nutzen. Das vergangene Jahr endete mit einem Fehlbetrag in Höhe von -234,6 Mio. €. Hapag macht Milliarden Hapag-Lloyd hat im ersten Quartal 2021 weniger transportiert, aber das EBIT mit knapp 1,3 Mrd. € um das Achtfache gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Deutsche nicht mehr top Noch vor zehn Jahren führten fünf deutsche Containerreedereien das Ranking der größten Tramp-Reeder an (NSB, Offen, Norddeutsche Reederei H. Schuldt, Erck Rickmers und Döhle/Hammonia). Heute ist lediglich CPO noch in den Top 10 zu finden (9). Döhle steht auf Platz 11, NSB rutschte von Platz 1 (2011, 439.800 TEU) auf Position 22 (144.000 TEU) ab. Vega ordert in China Die von der Familie Brügge geführte Vega-Reederei kehrt nach jahrelanger Abstinenz mit Neubau-Aufträgen zur Werft Yangfan in China zurück. Bestellt wurden vier Feederschiffe mit einer Kapazität von jeweils 1.868 TEU. Ägypten fordert weniger Zwei Monate nach der Havarie im Suezkanal wird das Containerschiff »Ever Given« weiter festgehalten. Ägypten hatte ursprünglich über 900 Mio. $ für Bergung, entgangene Gebühren und Beseitigung der Schäden gefordert. Jetzt sinkt die Summe um ein Drittel auf rund 600 Mio. $. HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021 29

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