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HANSA 12-2021

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FEBRUAR Lloyd Werft

FEBRUAR Lloyd Werft droht nach Genting-Rückzug das Aus In der aktuellen Krise der Kreuzfahrtindustrie, die sich direkt auf Genting und die deutschen Werftstandorte auswirkt, ist die mehr als 160 Jahre alte Lloyd Werft unmittelbar betroffen. Eigner Genting will die Werft zum Jahresende schließen. Mangels weiterer Aufträge gebe es keine Fortführungsperspektive mehr, lautet die Begründung. Rund 350 Mitarbeiter würden ihren Arbeitsplatz in Bremerhaven verlieren. Nur die Übernahme durch einen anderen Investor könnte das endgültige Aus abwenden. Die Rönner-Gruppe aus Bremerhaven hat Interesse an den zwei Trockendocks und einem Schwimmdock signalisiert, allerdings nur, wenn es zu einer »tragfähigen und vor allem finanzierbaren Lösung kommt«, heißt es. CEO Vespermann verlässt Hamburg Süd Drei Jahre nach der Übernahme der Hamburg Süd durch Maersk kommt es zum Führungswechsel. Der bisherige CEO Arnt Vespermann übergibt an den bisherigen CCO Poul Hestbaek. Im Zuge der Neuordnung des Konzerns und der Abschaffung von Doppelstrukturen war bei Hamburg Süd im September ein erweitertes Management-Team gebildet worden, dem seither neben CEO Vespermann und dem CFO Lasse Carøe Henningsen unter anderem auch Hestbaek bereits angehörte. Vespermann kam 1999 als Leiter der Rechtsabteilung zur Hamburg Süd, übernahm 2006 die Leitung der Trampschifffahrts-Tochter Rudolf A. Oetker KG und ist seit 2009 Mitglied der Geschäftsführung der Hamburg Süd. Seit Ende 2017 war er CEO. Oldendorff wird 100 Bei ihrer Gründung 1921 war die Reederei ein kleines, familiengeführtes Unternehmen, heute ist sie ein Weltmarktführer mit 700 Schiffen und 4.500 Mitarbeitern. Nun feiert Oldendorff Carriers 100. Geburtstag. Segel-Frachter ohne CO 2 Windship Technology hat nach eigenen Angaben das erste komplett emissionsfreie Schiff der Welt entworfen. Mit an Bord beim »Tesla der Meere« ist DNV GL. Das 48 m hohe Rigg aus Verbundwerkstoff kann an Deck verstaut werden. Maersk klimaneutral Sieben Jahre früher als geplant will Maersk ein methanolbetriebenes Linienschiff einsetzen. Alle künftigen Neubauten sollen CO 2 -neutrale Kraftstoffe bunkern. Fassmer schließt Rechlin Fassmer will den Standort Rechlin Ende März schließen, weil man ihn nicht mehr rentabel betreiben kann. Die gesamte Unternehmensgruppe ist von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen. Stau an US-Westküste In der San Pedro Bay vor den wichtigsten Häfen Long Beach/Los Angeles liegen mehr als zwei Dutzend Schiffe über Tage und Wochen, bis sie endlich einlaufen dürfen. Deutsche Flotte kleiner Im deutschen Schiffsregister werden noch 2.001 Schiffe geführt (48,7 Mio. BRZ), 139 weniger als im Vorjahr. Denn es wurden weitaus mehr Schiffe verkauft (193) als gekauft (45). CST und Dr. Peters Investmentmanager Dr. Peters Group (DPG) und die Hamburger Tankerreederei Chemikalien Seetransport (CST) wollen gemeinsam am Markt agieren. Das neue Joint Venture heißt »CST/DS Shipmanagement«. Neue Größe für Seaspan Die kanadische Seaspan stößt in eine neue Größenordnung vor und hat zwei Megamax-Containerschiffe mit jeweils 24.000 TEU bestellt, Ablieferung: 2023. MV Werften in der Krise Die Geschäftsführung der zum Genting- Konzern gehörenden Gruppe mit Standorten in Wismar, Stralsund und Stralsund kündigt Verhandlungen über einen massiven Personalabbau mit Betriebsräten und Gewerkschaft an. NYK plant 40 Neubauten Mit innovativen Neubauten will die japanische Reederei NYK noch in diesem Jahrzehnt etwa 40 Einheiten in der Flotte ersetzen. Mit einem LNG-Frachter startet das Programm. Mehr Platz auf der Elbe Die Begegnungsbox für übergroße Containerschiffe auf der Elbe ist fertiggestellt. Damit soll die Revierfahrt zum Hamburger Hafen erleichtert werden. Von Zeaborn zu CSM Der Ex-Zeaborn-Manager Johann Meyer wird neben Group COO Carsten Sommerhage neuer Co-Geschäftsführer für das Deutschland-Geschäft von Columbia Shipmanagement (CSM). 26 HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021

Hapag-Lloyd kauft Afrika-Spezialisten NileDutch Hapag-Lloyd übernimmt alle Anteile an der niederländischen Containerschiffsreederei NileDutch. Angebot und Präsenz in Afrika sollen ausgebaut werden. Nile- Dutch hat ihren Hauptsitz in Rotterdam und beschäftigt weltweit rund 350 Mitarbeiter. Mit über 40 Jahren Erfahrung ist die Reederei einer der führenden Anbieter von Containerdiensten von und nach Westafrika. Das Unternehmen ist an 85 Standorten weltweit präsent und verfügt über 16 eigene Büros in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Singapur, China, Angola, Kongo und Kamerun. Mit zehn Liniendiensten, rund 35.000 TEU Transportkapazität und einer Flotte von bis zu 30 Schiffen (618–8.628 TEU) verbindet NileDutch Europa, Asien und Lateinamerika mit West- und Südafrika. Containerschiff »Ever Given« blockiert den Suezkanal Auf dem Suezkanal geht nichts mehr, nachdem das Großcontainerschiff »Ever Given« auf Grund gelaufen ist und die Schifffahrtsstraße blockiert. Experten warnen vor Engpässen in den Logistikketen. Das für die taiwanesische Containerreederei Evergreen fahrende Containerschiff mit 20.388 TEU und 400 m Länge liegt quer im Kanal und blockiert das Fahrwasser in beide Richtungen. Der Frachter war auf dem Weg von China nach Rotterdam. Die »Ever Given« war das fünfte Schiff in einem nach Norden fahrenden Konvoi. Die folgenden 15 Schiffe mussten stoppen und liegen im Kanal fest. Auch ein südwärts fahrender Konvoi ist an der Weiterfahrt gehindert. Mit mehreren Schleppern wird versucht, die »Ever Given« (199.489 tdw) wieder freizubekommen. MÄRZ SAL und Jumbo Mehr Effizienz und die Vermarktung einer größeren Flotte: SAL und Jumbo wollen Teile ihrer Flotten, das Engineering und kommerzielle Aktivitäten vereinen. BSH kritisiert Reeder Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sorgt sich um den Verlust maritimen Knowhows durch den Ausverkauf von Unternehmen. BSH-Präsidentin Kamman-Klippstein kritisiert auch die mangelnde Wertschätzung für die Branche. Neue NOK-Feeder Das Hamburger Ingenieurbüro Technolog hat ein neues Containerschiffskonzept mit Eisklasse 1A für den Verkehr durch den Nord-Ostsee-Kanal entwickelt. Zusammen mit Kontor 17 MPM will man vier Neubauten in Fahrt zu bringen. Auftrag für Meyer Werft Die japanische NYK Group lässt erstmals ein neues Kreuzfahrtschiff auf der Papenburger Meyer Werft bauen. Es ist der erste neue Auftrag seit Beginn der Pandemie. FSG holt Marine-Mann Mit Volker Hesse (Blohm+Voss, TKMS) als Leiter für den Bereich Engineering will sich die Flensburger Schiffbau- Gesellschaft auch im Marineschiffbau besser aufstellen. Hapag kauft gebraucht Andere Linienreedereien haben es vorgemacht, jetzt beginnt auch Hapag-Lloyd mit dem Postpanamax-Schiff »Hobby Hunter« (4.255 TEU, Bj. 2009), Tonnage am Secondhand-Markt einzukaufen. Hartmann setzt auf NH 3 Die Hartmann-Gruppe will als Teil eines Dreier-Bündnisses Ammoniak-Schiffe in Fahrt bringen. Die Motoren kommen von MAN, das Chemieunternehmen OCI will die Neubauten ab 2023/24 chartern. NordLB steigt aus Die NordLB hat ihren Konzernumbau fortgesetzt und dabei den Ausstieg aus der Schiffsfinanzierung forciert. Das Portfolio umfasst nach massiven Verkäufen nur noch 2,1 Mrd. € (2019: 4,6 Mrd. €). Risiko »Container« Angesichts steigender Containerverluste auf See schlagen die deutschen Transportversicherer Alarm. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fordert strukturelle Nachbesserungen an Containerschiffen. Evergreen bestellt neu Die taiwanesische Containerreederei Evergreen hat 20 Schiffe für rund 2,6 Mrd. $ bestellt. Die Neopanamax- Neubauten sollen über eine Kapazität von jeweils 15.000 TEU verfügen. Boluda in der Ostsee Bislang stellte die Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz (Fairplay, Bugsier) die Notfallschlepper in der Ostsee. Erstmals kommt nun Boluda Towage dank neuem Vertrag zum Zug. »Helios Ray« auf Mine? Im Golf von Oman ist der Autotransporter »Helios Ray« durch eine Explosion beschädigt worden. Ermittler gehen von einer Haftmine als Ursache aus. HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021 27

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