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HANSA 12-2021

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DEZEMBER ‘20

DEZEMBER ‘20 Hapag-Lloyd bestellt sechs 23.500-TEU-Schiffe für 1 Mrd. $ Nachdem Gerüchte schon lange in Umlauf waren, macht es die Hamburger Linienreederei offiziell und vergibt den Auftrag an die koreanische Werft DSME: Sechs 23.500-TEU-Schiffe für insgesamt 1 Mrd. $ sollen zwischen April und Dezember 2023 abgeliefert werden. Die Schiffe werden im Rahmen der Containerlinienallianz THE Alliance auf den Europa-Fernost- Routen eingesetzt und sollen die Wettbewerbsfähigkeit von Hapag-Lloyd in diesem Fahrtgebiet erhöhen. Als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie werden die Schiffe mit Hochdruck-Dual-Fuel-Motoren ausgestattet. Die Schiffe sollen mit Gas betrieben werden, verfügen aber alternativ über ausreichend Tankkapazität, um auch mit konventionellem Treibstoff zu fahren. BBG und Harren & Partner vereinen Flotten In Bremen entsteht ein neues Bulker-Bündnis. Harren & Partner und die zuvor von Claus-Peter Offen verkaufte Bremer Bereederungsgesellschaft (BBG) bündeln ihre Flotten. Alle gemeinsamen Aktivitäten laufen künftig unter der neuen Marke »Harren Bulkers«. Zur gemeinsamen Flotte gehören 23 Massengutfrachter verschiedener Größen. Auch nach dem Zusammenschluss soll die BBG als operative Einheit erhalten bleiben, für die Kunden und Geschäftspartner ändere sich nichts, heißt es. Beide Unternehmen wollen das Bulker-Segment gemeinsam ausbauen. Die Gründung von »Harren Bulkers« sei nur ein erster Schritt. Die Flotte soll mit weiteren Schiffen vergrößert werden. FSG stoppt Marine Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft stoppt mit einem Einspruch das Vergabeverfahren für zwei neue Marinetanker. Die FSG moniert eine rechtswidrige Direktvergabe. Raketen aus der Nordsee Ein neu gegründetes Industrie-Konsortium will ab 2023 kleine Trägerraketen von einem Nordsee-Weltraumbahnhof starten. Mit dabei: die Bremer Reederei Harren & Partner. MPC auf Einkaufstour Das in Oslo notierte Börsenvehikel MPC Container Ships vermeldet nach langer Durststrecke wieder Neuzugänge für die Flotte. Die Käufe – zwei Baby-Panamaxe – fallen aus dem bisherigen »Beuteschema« der Feeder. Keine Feeder mehr da Die Kapazitätsengpässe der Überseeverkehre erfassen Europa. Mit der »Vega Omikron« wird das letzte Feeder-Container - schiff reaktiviert, das noch auflag. Drei Tote bei Kollision Der im Management von Leonhardt & Blumberg fahrende Containerfrachter »Oceana« kollidiert vor Schanghai mit einem kleineren Schiff. Drei chinesische Seeleute sterben, fünf werden vermisst. Neue Spitze bei Abeking Die Werft Abeking & Rasmussen verjüngt ihren Vorstand: Der Mehrheitsgesellschafter Hans M. Schaedla und bisherige CEO wechselt in den Aufsichtsrat. 2.000 Boxen im Meer Das Containerschiff »ONE Apus« verliert mehr als 1.900 Container, als es im Pazifik auf dem Weg nach Long Beach in schweres Wetter mit starkem Wind und hohen Wellen gerät. Ariane-Schiff bestellt Jifmar Guyane hat eine niederländische Werft für den Bau des Schiffes »Canopée« ausgewählt. Der spezielle RoRo- Frachter soll mit Segelunterstützung Raketenteile für die Ariane Group transportieren. Knast statt Strand Der norwegischer Reeder Georg Eide wird zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil er versucht hatte, Schiffe zur Verschrottung nach Pakistan zu verkaufen. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar neun Monate Haft gefordert. Spediteure vs. Reeder Die Ratenentwicklung in der Containerlinienschifffahrt besorgt die Spediteure. Denn bei den Kunden der Linien kommt deren verbesserte Situation nicht an. Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) wirft den Reedereien vor, die Kapazitäten absichtlich knapp zu halten. Ende für die DVB Bank Die DZ Bank will die Reste ihrer verlustbringenden Tochter DVB Bank auf das Mutterhaus verschmelzen. Die DVB ist als Transportfinanzierer von der Schifffahrtskrise schwer getroffen und schreibt seit mehreren Jahren Verluste. Die Coronakrise belastet die Branche zusätzlich. Binnen drei Jahren, von 2017 bis 2019, beliefen sich die Vorsteuerverluste auf etwa 1 Mrd. €. 24 HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021

DNV streicht GL aus dem Namen Der Germanische Lloyd ist endgültig Geschichte. Ab dem 1. März heißt es nur noch Det Norske Veritas, also DNV, ohne den Zusatz GL für Germanischer Lloyd. Im Laufe des Jahres soll der Schriftzug überall verschwinden. In einer eher beiläufigen Mitteilung nennt CEO Remi Eriksen als Begründung »die Vereinfachung und Stärkung unserer globalen Marke«. Der Markenname DNV GL war durch den Zusammenschluss von DNV und GL zur weltgrößten Klassifikationsgesellschaft im Jahr 2013 entstanden. Der 1867 von 600 Reedern, Schiffbauern und Versicherern in Hamburg gegründete Germanische Lloyd war da gerade 146 Jahre alt geworden, DNV war drei Jahre früher gegründet worden. Zech-Stiftung steigt bei United Heavy Lift ein Nach der Insolvenz des MPP-Carriers Zeamarine will der Bremer Unternehmer Kurt Zech nun offenbar auf anderem Wege in der Branche aktiv bleiben. Über eine Stiftung steht eine Übernahme von 50% der wachsenden Hamburger Reederei United Heavy Lift (UHL) an. Im Zuge der Zeamarine-Insolvenz hatte sich UHL einen Teil des Kuchens gesichert. Eine Flotte von F900-Frachtern wechselte zu UHL. Auch einige ehemalige Zeamarine-Mitarbeiter stehen inzwischen bei UHL in Lohn und Brot. Zechs erstes MPP-Projekt Zeamarine ist nach einer Insolvenz mittlerweile vom Markt verschwunden. Der zuvor übernommene US-Carrier Intermarine agierte zwischenzeitlich wieder eigenständig, wurde aber inzwischen von SAL (Harren & Partner) übernommen. JANUAR »Wes Amelie« insolvent Der Marktaufschwung kommt zu spät für drei Schiffsgesellschaften der Reederei Wessels. Bitter ist die Insolvenz vor allem für die »Wes Amelie«, die 2017 als erstes Containerschiff weltweit für den Betrieb mit LNG umgerüstet wurde. Neuer Heavy-Lift-Makler Justin Archard und Simon Guthrie, zuvor als COO bzw. Manager Chartering Projects bei SAL Heavy Lift beschäftigt, wechseln mit ihrer neuen Hamburger Firma »One World Shipbrokers« auf die Maklerseite. Hapag-Lloyd glänzt Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat ihr operatives Ergebnis trotz Corona kräftig steigern können. Das EBIT liegt mit 1,3 Mrd. € deutlich über dem Vorjahr (811 Mio. €). Carnival reduziert Flotte Coronabedingt sortiert der US-Kreuzfahrtkonzern 19 ineffiziente Schiffe aus, die etwa 13 % der Kapazität, aber nur 3 % des Betriebsergebnisses 2019 ausmachen. Maersk schluckt Marken Der Branchenprimus strafft den Geschäftsbereich »Ocean & Logistics« und holt die Marken Safmarine und Damco unter das Maersk-Dach. Die Marke Hamburg Süd bleibt, die Mitarbeiter sollen aber noch mit den Maersk- Kollegen in der neuen »Regional Ocean Management«-Struktur zusammen ge - führt werden. Jobabbau bei Meyer? Der coronabedingte Zusammenbruch der weltweiten Kreuzfahrtindustrie hat auch für die Meyer Werft Konsequenzen. Bei nur noch zwei statt drei Neubauten pro Jahr sinkt die Auslastung um rund 40 %. Rein rechnerisch werden 1.800 der rund 4.500 Mitarbeiter nicht mehr gebraucht. Essberger stößt UAFL ab Die Hamburger Unternehmensgruppe Deutsche Afrika-Linien/John T Essberger setzt die Umstrukturierung mit dem Verkauf der United Africa Feeder Line (UAFL) fort. Käufer ist eine nicht näher benannte, in Luxemburg ansässige Investment Holding. Neuer V.Group-CEO Björn Sprotte löst Franck Kayser als CEO der Shipmanagement-Sparte der V.Group ab. Sprotte wechselt vom Konkurrenten OSM Shipmanagement und wird künftig von Hamburg aus operieren. Mehr »grüne« Aufträge Das weltweite Orderbuch füllt sich nach einem deutlichen Minus zu Beginn der Pandemie wieder. 31 % der Aufträge nach Tonnage entfallen auf Schiffe, die für alternative Kraftstoffe ausgelegt sind. Werftfusion geplatzt Die geplante Fusion von Fincantieri und Chantiers de l’Atlantique ist geplatzt. Die Regierungen Frankreichs und Italiens machen einen Rückzieher. Als Begründung wird die wirtschaftlichen Unsicherheit aufgrund der Coronakrise genannt. ZIM an der Börse Der Börsengang der israelischen Containerreederei bleibt hinter den Erwartungen zurück. Statt 300 Mio. $ gibt es »nur« 218 Mio. $ an frischem Kapital. HANSA – International Maritime Journal 12 | 2021 25

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