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HANSA 08-2018

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1,129 total losses

1,129 total losses between 2008 and 2017 Versicherungen | Insurance S. Atlantic and East Coast S. America Total Losses by region: from Jan 1 2008 - Dec 31 2017 Total Losses by region: from Jan 1 2017 - Dec 31 2017 Source: Lloyd’s List Intelligence Casualty Statistics Data Analysis & Graphic: Allianz Global Corporate & Specialty Shipping losses have declined by 38% over the Weniger Schäden, neue past decade - from 151 Risiken in 2008 to 94 in 2017. TOTAL LOSSES BY YEAR A DECLINING TREND 8 2008 151 130 127 Allianz Global Corporate & Specialty 8 014 2015 2016 2017 Schiffsverluste weltweit nach Jahren 97 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Cargo vessels accounted for over half of all total losses during 2017, with activity up year-on-year from 34 in 130 127 2016 to 53 in 2017 (an increase 125 of 56% year-on-year). 97 112 Die »Sanchi« in Flammen: Der iranische 165.000-t-Tanker war Anfang 2008 des Jahres mit dem chinesischen 75.000-t-Bulker »CF Crystal« etwa 160 sm vor dem Yangtze-Delta kollidiert. Durch die folgende Explosion und einen schweren Brand an Bord starben 32 Besatzungsmitglieder (Foto: Transport Ministry of China) 125 LOSSES IN FOCUS Schiffsverluste nach Regionen (2008-2017 und 2017) 241 11 All other regions 1,129 total losses between 2008 and 2017 TOTAL LOSSES BY YEAR A DECLINING TREND 151 West Mediterranean 5 British Isles, N. Sea, Eng. Channel and Bay of Biscay S. Atlantic and East Coast S. America 51 Fishing, passenger and tug losses were down year-on-year. Bulk and tanker losses increased. 3 89 8 2 Baltic 48 4 West African Coast Baltic 112 East African Coast 89 106 Cargo vessels accounted for over half of all total losses during 2017, with activity up year-on-year from 34 in 2016 to 53 in 2017 (an increase of 56% year-on-year). Shipping losses have declined by 38% over the Safety and Shipping Review 2018 past decade - from 151 in 2008 to 94 in 2017. Fishing, passenger and tug losses were down year-on-year. Bulk and tanker losses increased. 98 94 Source: Lloyd’s List Intelligence Casualty Statistics Data Analysis & Graphic: Allianz Global Corporate & Specialty TOTAL LOSSES BY TYPE OF VESSEL JANUARY 1, 2017 TO DECEMBER 31, 2017 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 169 17 East Mediterranean and Black Sea 34 62 6 Arabian Gulf 28 and approaches 2 89 The analysis over the following pages covers both total losses and casualties/ incidents. See page 46 for further details Bay of Bengal 106 94 total losses in 2017 252 Japan, Korea and North China S. China, Indochina, Indonesia and Philippines 98 94 Source: Lloyd’s List Intelligence Casualty Statistics Data Analysis & Graphic: Allianz Global Corporate & Specialty 30 Total Losses by region: from Jan 1 2008 - Dec 31 2017 Total Losses by region: from Jan 1 2017 - Dec 31 2017 126 Source: Lloyd’s List Intelligence Casualty Statistics Data Analysis & Graphic: Allianz Global Corporate & Specialty 6 Russian Arctic and Bering Sea 29 Die Zahl der Totalschäden in der weltweiten Schifffahrt war im vergangenen Jahr rückläufig und ist innerhalb der letzten zehn Jahre sogar um mehr als ein Drittel (38%) gesunken. Aktuelle Vorfälle wie die Kollision des Öltankers »Sanchi« oder die NotPetya- Cyperattacke auf die weltweite Hafenlogistik zeigten, dass die Schifffahrtsbranche aber auch mit neuen Risiken konfrontiert ist, heißt es in der aktuellen Studie »Safety & Shipping Review 2018« der Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS). 2017 wurden insgesamt 94 Totalverluste von Schiffen über 100 Bruttotonnen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 4% im Vorjahresvergleich (98) und ist die zweitniedrigste Zahl in den letzten zehn Jahren nach 2014. Unwetter wie Taifune in Asien und Hurrikanes in den USA waren allein für den Verlust von mehr als 20 Schiffen verantwortlich. Volker Dierks, der bei AGCS für Zentral- und Osteuropa zuständig ist, erwartet eine Verlagerung der Schadenursachen: »Die Zahl von Schäden durch Cyberattacken oder technische Defekte wird eher steigen.« Zudem seien diverse neue Risiken wie Schiffsgrößen oder der Klimawandel zu beobachten. Fast ein Drittel der Verluste (30) ereignete sich in den Gewässern um Südchina, Indochina, Indonesien und den Philippinen – eine Steigerung um 25%. Frachtschiffe (53) verbuchten 2017 mehr als die Hälfte aller Schiffsverluste. Die häufigsten Ursachen bleiben Schiffsuntergang (61 Fälle) vor Strandung/Havarie ( (13) und Maschinenschaden/-ausfall TOTAL LOSSES BY TYPE OF VESSEL (8). n JANUARY 1, 2017 TO DECEMBER 31, 2017 2017 REVIEW Cargo Cargo 53% 53 Fishery 8% Fishery 8 Bulk 7% Bulk 7 Passenger 5% Tug Passenger 5 5% Tug Chemical/Product 5 4% Chemical/Product Container 4 3% Dredger Container 3% 3 Supply/Offshore Dredger 2% 3 Tanker Supply/Offshore 2% 2 Barge Tanker 1% 2 Other Barge 1% 1 Other 1 Total 94 Safety and Shippi Cargo Cargo Fishery Fishery Bulk Bulk Passenger Passenger Tug Tug Chemical/Produc Chemical/Product Container Dredger Container Supply/Offshore Dredger Tanker Barge Other Supply/Offshore Tanker Barge Other Total Quelle/Grafiken: Lloyd’s List / AGCS 201 2014 2015 2016 2017 16 HANSA International Maritime Journal – 155. Jahrgang – 2018 – Nr. 8 Source: Lloyd’s List Intelligence Casualty Statistics Data Analysis & Graphic: Allianz Global Corporate & Specialty Passenger ship total losses halved over the past year to 5 losses, with activity located in the top hotspots of the South China waters and the Mediterranean. Fire was the cause of 3 losses. Source: Lloyd’s List Intelligen Data Analysis & Graphic: Allianz Global C

Schifffahrt | Shipping Hohe Erwartungen an die neue Denkfabrik Ein eigenes Domizil ist bezogen, der Arbeitsplan steht, jetzt will Wolfgang Sichermann, der Geschäftsführer des neu gegründeten Deutschen Maritimen Zentrums (DMZ), richtig loslegen und vor allem Zukunftsthemen voranbringen Wie ist die Resonanz auf das DMZ in den ersten Wochen? Wolfgang Sichermann: Ich treffe auf großes Interesse und sehr klar formulierte Erwartungen. Die Idee für ein Deutsches Maritimes Zentrum ist seit mehr als zwei Jahren im Orbit, insofern warten alle darauf, dass es endlich losgeht. Es gibt aber durchaus auch unterschiedliche Begehrlichkeiten. Die sie alle erfüllen wollen? Sichermann: Wir sind kein weiterer Verband, auch keine eigenständig agierende Forschungseinrichtung, eher eine Denkfabrik und Koordinierungszentrum. Wir wollen für die gesamte maritime Wirtschaft Interessen bündeln, Forschung zu Themen initiieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu erhöhen. Das ist der gemeinsame Nenner zwischen allen Beteiligten. Die Aufgabe ist es jetzt, die verschiedenen Bedürfnisse aufzunehmen und von unserer Seite ein Angebot zu formulieren. Es gibt ja durchaus viele andere Einrichtungen ... Sichermann: Ja, die gibt es, und alle haben ihre Berechtigung. Wir als länderübergreifende Einrichtung wollen, bei übergeordneten und für die gesamte Branche relevanten Themen klären, wie wir beispielsweise bei der Reduktion von Emissionen oder der Veränderung von Antriebssystemen, aber auch hinsichtlich der Frage nach effizienteren Logistikketten gemeinsam agieren können. Dies soll allen zugutekommen. Da werden wir uns auch mit anderen Institutionen abstimmen, damit keine Doppelarbeit gemacht wird. Wirkt das DMZ nur nach innen, in die Wirtschaft hinein, oder auch nach außen, als eine Interessenvertretung gegenüber der Politik zum Beispiel? Sichermann: Zu unseren Mitgliedern zählen der Bund, die Küstenländer und die Spitzenverbände der maritimen Wirtschaft. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Dinge zu ermöglichen, unter anderem Wolfgang Sichermann Foto: Möllenhoff auch für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen, sowohl national als auch auf der europäischen Bühne. Es geht etwa darum, gegenüber der EU mit einer Stimme zu sprechen. Auch da wollen wir die Bedürfnisse und Ziele artikulieren, andere Länder machen uns vor, wie es geht. Da könnten wir künftig ins Spiel kommen. Auch national können wir die öffentliche Wahrnehmung der maritimen Wirtschaft und ihrer Bedeutung noch verstärken. Wird das DMZ also auch in einem europäischen Kontext aktiv? Sichermann: Ja, zunächst wollen wir uns um das Europäische Forschungsrahmenprogramm kümmern. Wir werden uns auch mit internationalen Regularien beschäftigen, etwa im Hinblick auf Vorschriften für neue Technologien. Wie weit reicht Ihr Arbeitsplan? Sichermann: Bis zum Ende des zugesagten Förderzeitraums, also bis Ende kommenden Jahres. Es gibt natürlich eine Vielzahl von Interessen und Projektideen: eine lange Liste von möglichen Projekten. Wir starten mit einem Forum auf der SMM, wo sich Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit ihrer aktuellen maritimen Forschung präsentieren und mit der Branche austauschen können. Wir planen eine Veranstaltung im Herbst in Berlin, wo es um Emissionen, Kraftstoffe und Antriebstechnologien gehen wird. Dort sollen viele der relevanten Akteure zusammenkommen und sich austauschen. Auch darüber, an welchen Stellen es noch klemmt. Was sind denn Ihre großen Themen? Sichermann: Neben den bereits genannten, wie Umbau der Antriebstechnologien und Mitgestaltung europäischer Förderprogramme wird es auch um Datenvernetzung oder autonome Schifffahrt und die Finanzierung dieser Veränderungen gehen. Das grundlegende Ziel lautet, das Meer als Lebensraum zu erhalten, um es ökonomisch nutzen zu können. Mit wie vielen Mitarbeitern können Sie sich an die Arbeit machen? Sichermann: Momentan sind wir zu viert, werden aber gerade für die beschriebenen Handlungsfelder noch Leute einstellen. Bis Ende 2019 sollen es 16 Personen sein. Ende 2019 läuft die Förderung zunächst aus – was kommt danach? Sichermann: Die Idee des DMZ ist langfristig angelegt. Die jetzige Phase heißt Aufbauphase. Jedoch müssen wir uns beweisen und der Politik Argumente liefern, diese Einrichtung fortzuführen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird. Interview: Krischan Förster DMZ Das Deutsche Maritime Zentrum (DMZ) wird von Wolfgang Sichermann als Geschäftsführer geleitet. Der 42-jährige Schiffbauingenieur kam von Thyssen­ Krupp. Das DMZ wird vom Bund, den Küstenländern und Verbänden getragen. Es soll sich mit den langfristigen Trends in der maritimen Wirtschaft beschäftigen und neue Impulse setzen. HANSA International Maritime Journal – 155. Jahrgang – 2018 – Nr. 8 17

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