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HANSA 07-2019

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Schiffstechnik | Ship Technology Schematische Darstellung der Verankerung von Seitenbootenn Hook locking part © IMO Hook assembly Operating mechanism Movable hook component Operating cable Hydrostatic interlock Lifeboat release and retrieval system Haken können Lasten von 2,5 t (25 kN) tragen. Für eine maximale Wartungsfreundlichkeit seien Teile der Haken aus korrosionsbeständigen Materialien gefertigt, so der Hersteller. Übergangsfrist ist abgelaufen Von Juli 2014 bis Juli dieses Jahres hatten Reedereien insgesamt fünf Jahre Zeit, ihre Systeme zu prüfen und gegebenenfalls den Austausch aller Haken vorzunehmen, damit sie den neuen Vorgaben entsprechen. In den meisten Fällen erfolgte die Prüfung beziehungsweise der Austausch während der Trockendockung. Der Vorgang sei durchaus mit einem gewissen Aufwand verbunden, berichten die Davit-Hersteller. In einem ersten Schritt wird die Struktur des Hakensystems begutachtet und bewertet. Im ungünstigsten Fall muss es komplett getauscht werden. In einem solchen Szenario werden die Seitenboote mit einem Kran von Bord gebracht, auf einen Lkw verladen und an Land ausgewechselt. »Dieser Vorgang kann bis zu einer Woche dauern«, sagt Maik Schmitz von VFR Safety aus Hamburg. Während dieser Zeit darf das Schiff nicht bewegt werden. Für Reeder, die nicht so lange warten konnten oder wollten, gab es die Möglichkeit, bei ihrem Flaggenstaat eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Voraussetzung dafür waren dann zusätzliche Rettungsmittel wie beispielsweise Rettungsinseln, die so lange an Bord mitgeführt werden mussten, bis die neuen Hakensysteme von der Klassifikationsgesellschaft abgenommen und die Seitenboote wieder an ihren vorgesehenen Platz zurückgekehrt waren. Da die Frist mittlerweile verstrichen ist, müssen nun alle Modifikationen erfolgt sein. »Die technischen Verbesserungen sind sinnvoll«, sagt Sascha Wöll, Managing Director von Woell Marine, einem unabhängigen Unternehmen aus Hamburg, das Rettungssysteme auf Schiffen inspiziert. Dennoch sei die Vertrautheit der Crew mit dem System unerlässlich, bekräftigt er und macht zugleich deutlich, dass Unfälle auch trotz der verbesserten Sicherheit »nie ganz ausgeschlossen werden können.« Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, empfehlen sich regelmäßige Trainings. Auch eine externe Schulung, wie sie beispielsweise Vestdavit am Hauptsitz im norwegischen Bergen anbietet, kann helfen. Der dreitägige Trainingskurs, der Theorie mit praktische Übungen verbindet, fand erstmals im Februar statt. Das skalierbare Schulungsprogramm wurde entwickelt, um den Anforderungen aller Kursteilnehmer gerecht zu werden, einschließlich Davit-Betreiber, Schiffbesatzungen, Schifftechniker und Servicepartner. In diesem Fall umfasste das Trainingsprogramm die HSE-, IMO- 54 HANSA International Maritime Journal 07 | 2019

Schiffstechnik | Ship Technology Abstract: Higher safety requirements for side boats In the past, there have been numerous accidents with side boats injuring people, even killing some. In particular, there have been problems with the launching and recovery of life-saving equipment. In order to prevent this from happening again, stricter safety regulations apply from now on, especially for mooring the side boats. During a five-year transitional period since 2014, shipowners have had time to adapt their hook systems and replace them if necessary in order to comply with the regulations now in force. »Nevertheless, accidents could never be completely avoided«, says Maik Schmitz from Hamburg based company VFR Safety. Further information: redaktion@hansa-online.de und SOLAS-Sicherheitsvorschriften für den Betrieb von Marine-Davits auf See, aber auch einen ausführlichen Theorieteil mit den Ingenieuren von Vestdavit über die praktischen Aspekte des Betriebs, der Wartung und des Services von Davits. Um die Systeme auf den neuesten Stand zu bringen, entstand für die meisten Reeder ein zusätzlicher finanzieller Aufwand, je nach dem Umfang der notwendigen Arbeiten. Muss das gesamte Hakensystem erneuter werden, können dem Vernehmen nach durchaus 50.000 € fällig werden. Die Inspektionen werden zumeist in Häfen durchgeführt, entweder von Technikern vor Ort, manchmal werden auch Begutachtungsteams eingeflogen. Eine Vielzahl der Dockvorgänge gibt es in Asien und im Mittleren Osten. Der Rettungsmittelhersteller Survitec spricht von 60% aller Trockendockungen, die dort erfolgen, hauptsächlich in China und Singapur. Entsprechend groß sei die Nachfrage in diesen Regionen gewesen. Einige Reeder hätten sich aber auch erst auf den »letzten Drücker« dazu durchgerungen, ihre Systeme auf den neuesten Stand zu bringen, damit sie den künftigen Anforderungen entsprechen, wie mehrere Rettungsmittelhersteller berichten. »Die Anfragen für den Austausch der Hakensysteme sind mit dem Näherrücken der Frist gestiegen«, sagt Robert Wallace, Global Technical Sales Manager bei Survitec. Einige Kunden hätten Schwierigkeiten gehabt, einen Anbieter zu finden, der nicht nur die Haken liefere, sondern auch in der Lage sei, die ausgetauschten Produkte rechtzeitig wieder einzubauen. »Um Engpässe zu vermeiden, treten wir nach Möglichkeit frühzeitig in Gespräche mit unseren Kunden, um deren Bedürfnisse zu verstehen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, damit die Einhaltung der Frist sichergestellt ist«, so Wallace. n OFFICIAL SERVICE STATION & DISTRIBUTOR WORLDWIDE SERVICE FOR YOUR FLEET NEW UAV SURVEYS SAFETY SERVICES TEST & REPAIR SPARE PARTS & NEW SUPPLY NEW ■ LIFE SAVING APPLIANCES ■ FIRE PROTECTEN / DETECTION ■ PERSONAL PROTECTION / PERSONAL LIFE SAVING ■ LOAD TESTING ■ NEW SERVICE: UAV SURVEYS FASTER, COST-EFFECTIVE, SAFER ■ REPAIR ■ SPARES ■ FIRE FIGHTING EQUIPMENT ■ PERSONAL LIFESAVING EQUIPMENT Please do not hesitate to contact us by phone +49 (0) 40-53 79 89-22 or mail info@woellmarine.com Woell Marine GmbH D-22145 Braak / Hamburg · Germany www.woellmarine.com HANSA International Maritime Journal 07 | 2019 55

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