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HANSA 07-2017

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HTG-Fachausschüsse und

HTG-Fachausschüsse und Arbeitskreise – Jahresbericht 2016, Teil 2 HTG-Fachausschuss Binnen wasserstraßen und Häfen Vorsitzender: Dipl.-Ing. Michael Heinz, Unterabteilungsleiter Wasserstraßenplanung, Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Bonn 1 Zielsetzung (Aufgabenstellung) Der Fachausschuss »Binnenwasserstraßen und Häfen« arbeitet als gemeinsamer Ausschuss des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e. V. (VBW) und der Hafentechnischen Gesellschaft (HTG). Der Fachausschuss greift aktuelle Fragestellungen aus der Praxis ebenso auf, wie er generelle neue Entwicklungen selbst anstößt oder verfolgt. Die Ergebnisse der Arbeit des Fachausschusses werden in kurzen Jahresberichten, in Veranstaltungen, zu besonderen Themen und in Veröffentlichungen der Fachwelt und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Aufgaben des Fachausschusses sind: • Erfassung der Leistungsmerkmale aller Wasserstraßen und Binnenhäfen • Darstellung der Nutzungsmöglichkeiten und der Bedeutung von Wasserstraßen und Häfen für die Verkehrswirtschaft • Darstellung der volkswirtschaftlichen Bedeutung • Beschreibung der Mehrzweckfunktionen der Wasserstraßen über ihre verkehrspolitische Bedeutung hinaus für Ökologie, Wasser- und Energiewirtschaft sowie für Tourismus und Freizeit • Analyse und Vorschläge zur Behebung von Schwachstellen der Infrastruktur • Anregungen zur Weiterentwicklung der Infrastruktur von Wasserstraßen und Häfen • Anregungen zur Beschleunigung der Verkehrsabläufe • Vorschläge zur Entwicklung der Binnenwasserstraßen in ihrer Netzfunktion 2 Angaben zur Arbeitsgruppe Die Mitglieder des Fachausschusses repräsentieren unterschiedliche Bereiche, z. B.: • Binnenschifffahrtsgewerbe • Verladerschaft • Verwaltung und Wissenschaft • Binnenhäfen 2.1 Mitgliederveränderungen Im Berichtszeitraum wurden folgende neue Mitglieder (teilweise wieder) in den Fachausschuss berufen: • Herr Ivo ten Broeke, Rijkswaterstaat, Utrecht • Herr Dieter Thurm, DeltaPort, Wesel • Herr Uwe Fischer, BMVI, Bonn • Herr Thomas Groß, Hülskens Wasserbau, Wesel Aus dem Fachausschuss ist im Berichtszeitraum niemand ausgeschieden: 2.2 Kooperation mit Dritten Die Arbeit des Fachausschusses erfolgt fachbezogen, teilweise im Dialog mit anderen Fachausschüssen des VBW – insbesondere mit den Fachausschüssen »Binnenschiffe« und »Verkehrswirtschaft«. Teilweise erarbeiten fachausschussübergreifende Arbeitsgruppen Themen, Stellungnahmen oder Positionspapiere. Mit dem Bundesverbandes öffentlicher Binnenhäfen e. V. (BÖB) werden aktuelle technische Fragestellungen erörtert. 3 Ergebnisse der Ausschussarbeit 3.1 Sitzungen des Fachausschusses im Berichtszeitraum Im Jahr 2016 hat der Fachausschuss einmal getagt: • 14. September 2016 in Duisburg 3.2 Arbeitsergebnisse Regelmäßiger Tagesordnungspunkt bei den Fachausschusssitzungen ist die gegenseitige Information über aktuelle Planungen und Baumaßnahmen in den einzelnen Revieren sowie der Austausch von Best- Practice-Beispielen aus dem Bereich des Wasserbaus. Darüber hinaus bearbeitete der Fachausschuss eine Vielzahl an Themen, die im Folgenden dargestellt werden. Der Fachausschuss bearbeitete 2016 vor allem folgende Projekte. Beschleunigung von Infrastrukturprojekten Die Initiative des VBW-Präsidiums wurde durch zahlreiche Beispiele und aufgearbeitete Projektstudien unterstützt . In der vom Präsidium eingesetzten Arbeitsgruppe (»Runder Tisch«) haben Mitglieder des Fachausschusses mitgearbeitet. Ende 2016 wurden die Ergebnisse des »Runden Tisches« fertiggestellt, unterstützt und anschließend von Industrieund Wirtschaftsverbänden, Vertretern der Politik und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgestellt. Die ersten Ergebnisse zeigten eine sehr positive Resonanz, signalisierte Unterstützung und gute Erfolgsaussichten. Ziel und Inhalt der Initiative war es doch pragmatische Vorschläge unterhalb der gesetzgeberischen Handlungsschwelle Impulse zu geben, wie Infrastrukturprojekte beschleunigt umgesetzt werden können. Vorschläge zum effzienten Personaleinsatz in der Bundeswasserstraßenverwaltung sollen dazu beitragen, die großen Herausforderungen der Bauwerke mit hohem Durchschnittsalter schneller und zügiger zu ersetzen und die bestehenden Kapazitäten effzienter einzusetzen. Landstrom für die Fahrgastkabinenschifffahrt Nach der erfolgreichen Arbeit mit Bestandsaufnahme und Standardisierungsempfehlungen für Landstromanlagen für die Güterschifffahrt wurden in 2016 die Untersuchungen für auf die Fahrgastkabinenschifffahrt ausgeweitet. Der schon in 2015 begonnene Dialog zwischen Schifffahrt und Betreibern von Landstromsystemen für die Fahrgastkabinenschifffahrt wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Nach dem Eröffnungs- Workshop zu Beginn des letzten Jahres wurden die Gespräche in eine kleine Arbeitsgruppe verlagert, welche Lösungen für die im Workshop angesprochenen Probleme erarbeiten soll. Während hinsichtlich der Normierung der bord- und landseitigen Technik bereits eine weitgehende Standardisierung durch den Markt stattgefunden hat, sind andere Fragen weiterhin offen. Offen ist zum Beispiel wie der immer größer werdende Strombedarf moderner Flusskreuzfahrtschiffe durch die Betreiber gedeckt werden kann (2 x 400 A pro Schiff sind heute keine Sel- 92 HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 7

tenheit mehr). Aber auch die Frage, welche Grenzwerte hinsichtlich Schadstoff-, Geruchs-, sowie Lärm-Immissionen/ Emissionen eingehalten werden müssten, um Flusskreuzfahrtschiffe von der Landstrom Verpflichtung möglicherweise befreien zu können, konnte bisher nicht zur Zufriedenheit der Parteien beantwortet werden. Zudem bemängeln Schifffahrtsvertreter ungeklärte Haftungsrisiken aufgrund von Niederspannungsschäden. Der bisherige Stand der Diskussionen in der Arbeitsgruppe soll Mitte 2017 in einem Statusbericht zusammengefasst werden. Liegestellen an Binnenwasserstraßen Seit Jahren stehen die Reedereien und Partikuliere mit der Wasserstraßenverwaltung im engen Dialog über den Liegestellenbedarf für die durchgehende Schifffahrt. Zwischenzeitlich erweitern sich die Anforderungen und Wünsche auf eine sichere und angemessene Infrastruktur zum Absetzen von Pkw (Autoabsetzplätze). Hier zeigt sich auch ein wandelnder Bedarf der Binnenschiffsbetriebe und Binnenschiffsbesatzungen. Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen wachsen und Regelungen und Infrastrukturen für den ruhenden Verkehr kommen zunehmend ins Gespräch. Der Fachausschuss führte von Juli bis Anfang September eine Umfrage zum Liegestellenbedarf an den Bundeswasserstraßen durch. Hierzu wurde ein Fragebogen mit sechs Fragen erarbeitet, der durch den BDB an dessen Mitglieder und bekannte Multiplikatoren verschickt wurde. Abgefragt wurden die Nutzungshäufigkeit und das Vorhandensein alternativer Liegeplätze im nicht öffentlichen Raum. Ebenfalls gefragt wurde nach Hinderungsgründen für die Nutzung solcher alternativer Liegeplätze. Ergänzt wurde das Untersuchungsdesign durch eine Frage zur Nutzungshäufigkeit von Landstromangeboten sowie zur Sinnhaftigkeit von öffentlichen WLAN-Hotspots an Liegestellen und Schleusen Vorhäfen. Um die Repräsentativität der Umfrage zu erhöhen, wird der Fragebogen auch in niederländischer Übersetzung durch BLN Schuettevaer in den Niederlanden verteilt und anschließend ausgewertet. Good Navigation Status Zunehmend spürbar werden die Initiativen der Europäischen Union (EU) zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Qualität des europäischen Binnenwasserstraßennetzes. Neben der finanziellen programmatischen Förderung von Einzelvorhaben in den verschiedenen Rahmenprogrammen erweitert sich der Impuls auch auf Engpassbetrachtungen und -optimierungsvorschläge und auf Standards für die Unterhaltung und Betrieb der Wasserstraßen Mit dem angestrebten »Good Navigation Status« soll erreicht werden, dass auf den bedeutenden Trans-Europäischen Netzen und den dazugehörenden Wasserstraßen ein verlässlicher Standard hinsichtlich Infrastruktur aber auch Unterhaltung, Peilung und »River-Information-Service (RIS)« besteht. In diesem Rahmen beteiligt sich der Fachausschuss an dem europäischen Dialog mit der EU und den jeweiligen Stromkommissionnen. Containerbroschüre Die 2012 veröffentlichte Containerbroschüre ist zwischenzeitlich zu einem nachgefragten Produkt geworden. Damit eine verlässliche und aktuelle Reiseplanung im westeuropäischen Wasserstraßennetz höhenbezogen (also bezogen auf Engpässe durch Brückendurchfahrtshöhen) erfolgen kann, bedarf es aktueller Informationen über die engpassbezogenen Höhen in relevanten Wasserstraßenachsen. Neben der Aktualisierung und Erweiterung neuer sich am Markt etablierender Containerabmessungen der Ausweitung auf europäisches Nachbarniveau, ist eine regelmäßige Aktualisierung der Daten erforderlich. Diese in 2016 begonnene Arbeit soll bis Mitte 2017 abgeschlossen und veröffentlicht werden. 3.3 Weiteres Arbeitsprogramm und Perspektiven für die nächsten Jahre Im aktuellen Jahr stehen als Schwerpunktarbeiten auf dem Programm: • Abschluss der Arbeit zum Thema: Stromtankstellen für die Fahrgastkabinenschifffahrt • Aktualisierung der 2012 veröffentlichten Broschüre »Eignung der Binnenwasserstraßen für den Containertransport«. • Erfassung und Bemessung des Liegestellenbedarfs und -ausstattung. 3.4 Durchgeführte Veranstaltungen … 3.5 Geplante Veranstaltungen … 3.6 Veröffentlichungen des Fachausschusses Die Ergebnisse der Arbeit zu Stromtankstellen für die Fahrgastkabinenschifffahrt werden in der Fachpresse und auf der Internetseite des VBW veröffentlicht. Die Aktualisierung der Containerbroschüre soll in 2017 abgeschlossen und auf der Internetseite der VBW veröffentlicht werden. Die HTG unterstützt die Herausgabe mit einem Förderbeitrag. Die Arbeit über Landstrom für die Fahrgastkabinenschifffahrt soll in 2017 mit einem Bericht abschließen und veröffentlich werden. HTG-Fachausschuss Consulting Vorsitzender: Dipl.-Ing. Uwe Lemcke Kontaktadresse: INROS LACKNER SE Rosa-Luxemburg-Str. 16 18055 Rostock Tel.: 0381 / 45 67-870, Fax: -899 e-Mail: uwe.lemcke@inros-lackner.de Internet: www.inros-lackner.de 1. Zielsetzung 1.1 Der Fachausschuss versteht sich primär als Gesprächs- und Diskussionskreis, der sich regelmäßig mit wesentlichen das Thema »Consulting« betreffenden Anliegen im Gesamtinteresse der HTG-Mitglieder befasst. Die Zusammensetzung des Fachausschusses mit Mitgliedern aus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, von Hochschulen und Universitäten, der öffentlichen Hafenverwaltung, dem BMVBS und aus Consultingunternehmen, ermöglicht insbesondere zu übergreifenden Themen interessante Diskussionen und komplexe Lösungsansätze. Wegen seiner bereichsübergreifenden Zusammensetzung verfolgt der Ausschuss nicht die Interessen einer Standesorganisation, eines bestimmten Berufszweiges oder von Verbänden. 1.2 Der Fachausschuss befasst sich vorrangig mit folgenden Themen: • Änderungen im Dienstleistungsbedarf im In- und Ausland • Fragen des Verhältnisses AG / Consultant • Anforderungen und Förderungen des Nachwuchses für das Consultingwesen • Herausragende Consultingleistungen 2. Angaben zum Ausschuss Dem Fachausschuss gehören zurzeit 22 Mitglieder an. HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 7 93

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