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HANSA 06-2018

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Häfen | Ports

Häfen | Ports Terminaltechnik-News IHATEC-PROJEKTE MIT WASSERSTOFF UND SOFTWARE NPorts treibt »Wash2Emden« und »dashPort« voran Niedersachsen Ports (NPorts) setzt bei ihren Anträgen für IHATEC-Förderprojekte auf Vielfalt, neue Formen der Energienutzung und digitale Steuerung von Energieflüssen im Hafen. Kooperation und gegenseitiger Wissensaustausch seien von hoher Bedeutung, denn dadurch ließe sich das wirtschaftliche Risiko minimieren und die nachhaltigen Ziele noch schneller verwirklichen, begründet die Gesellschaft für Hafeninfrastruktur. Zwei Beispiele für IHATEC-Projekte bei NPorts sind das »Wash2Emden« und »dashPort« im Seehafen Brake. Beim ersten Projekt geht es um die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, die die Potenziale für die Bereitstellung, den Transport und die Anwendung von »grünem Wasserstoff« im Hafen untersucht. Der in Emden zur Verfügung stehende regenerative Überschusswindstrom kann z.B. mittels Elektrolyse in Wasserstoff (H2) umgewandelt werden. Dadurch würden Speicherung und Transport ermöglicht, sodass er unterschiedlichen Anwendungen im Hafenumfeld zugeführt werden könne, die den Wasserstoff bzw. den daraus erzeugten Strom direkt nutzen könnten. Projektpartner sind abh Ingenieur- Technik, Tyczka Totalgaz, Mariko sowie DBI Engineering und Consulting. Das Projekt, das im Dezember dieses Jahres beginnen soll, ist auf 1,5 Jahre ausgelegt. Der Anteil von NPorts beträgt 105.000 €, das Gesamtbudget ist mit 600.000 € veranschlagt. Das Projekt befindet sich aktuell in der Bewerbungsphase. Ein zweites Vorhaben bezieht sich auf den Hafen Brake. Im Fokus des sogenannten »dashPort« steht die Reduzierung von Energiekosten. DashPort ist eine Softwarelösung, die Energieverbraucher und -verbräuche visualisieren soll. Damit sollen ungewöhnlich hohe Verbräuche identifiziert und Maßnahmen abgeleitet werden, diese möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus sollen Verbräuche durch Analyse und Verarbeitung von internen und externen Daten vorhergesagt werden, um ebenfalls Maßnahmen treffen zu können, die eine Steuerung möglich machen. Auch dieses, auf drei Jahre anberaumte Projekt befindet sich aktuell im Bewerbungsprozess. Der Start ist im März 2019 vorgesehen. Das Gesamtbudget liegt NPorts zufolge bei 1.200.000 €, der Eigenanteil der Hafeninfrastruktur- Gesellschaft beträgt rund 355.000 €. Die Projektpartner sind J.Müller, Offis und das Fraunhofer CML. HHLA Boxentransport am CTA wird elektrisch Auf dem Containerterminal Altenwerder (CTA) der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) fahren künftig batteriebetriebene Transporter. Bis zum Jahr 2022 soll die gesamte Flotte von Automated Guided Vehicles (AGVs) mit der Technik ausgestattet werden. Die Batterie-Fahrzeuge sollen auf dem CTA die Boxen zwischen den Schiffen und dem Lager bewegen. Durch den Verzicht auf Dieselantriebe und den Einsatz von Ökostrom würden dabei weder CO2 noch Stickoxid oder Feinstaub ausgestoßen, teilte der Terminalbetreiber mit. Die Stadt Hamburg fördert das Projekt mit ca. 8 Mio. €, welche die EU aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung stellt. Den Förderbescheid überreichte Umweltsenator Jens Kerstan an die HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath. »Der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz schwankt mit Sonnenschein und Windstärke, deshalb brauchen wir innovative technische Lösungen für eine Zwischenspeicherung und Flexibilisierung des Stromverbrauchs. Die HHLA zeigt hier anschaulich, wie dies gelingen kann«, sagte Kerstan. Seit Herbst 2016 ist am CTA der Prototyp eines mit Lithium-Ionen-Batterien angetriebenen AGVs in Betrieb. Dieser wurde im Zusammenwirken mit einer Stromtankstelle erfolgreich getestet: Mittels eines vollautomatischen Lade-Arms wird das AGV mit dem am CTA verwendeten Ökostrom versorgt. Sechs dieser Stromtankstellen wurden mittlerweile in Altenwerder errichtet, insgesamt 18 sollen es einmal werden. Die batteriebetriebenen AGVs würden nach einer Betriebszeit von 17 bis 20 Stunden selbstständig zur Stromtankstelle fahren, so die HHLA, die die Dauer des Ladevorgangs mit rund 90 Minuten angibt. Jens Kerstan (l.) übergibt den Förderbescheid an Angela Titzrath Bis zum Sommer plant das Unternehmen am CTA 25 dieser mit Lithium-Ionen- Batterien angetriebene AGVs von Terex Gottwald in Betrieb zu nehmen. Bis Ende 2022 soll die dann knapp 100 AGVs umfassende Flotte komplett auf Lithium-Ionen-Batterieantrieb umgestellt werden. Dadurch würden jährlich rund 15.500 t CO2 und rund 118 t Stickoxid weniger ausgestoßen. Damit sei das CTA auf dem besten Weg zum Zero-Emission-Terminal zu werden, so Titzrath. Foto: Wägener 76 HANSA International Maritime Journal – 155. Jahrgang – 2018 – Nr. 6

Häfen | Ports ROSTOCK Hafen rüstet sich für schwerere Lasten Auf dem Gelände von Liebherr-MCCtec Rostock im Überseehafen wird ein neuer Portalkran für den Schwerlastumschlag installiert. Er soll nicht nur die Verladung immer größerer maritimer Krane aus eigener Produktion unterstützen, sondern auch anderen Unternehmen die Möglichkeit für Schwerlastumschläge bieten. Laut Liebherr ist der TCC 78000 einer der weltweit leistungsstärksten landgebundenen Schwerlastkrane. Mit einer maximalen Hubhöhe von 112 m und einer Tragkraft von bis zu 1.600 t soll der Kran bereits Ende des Jahres auf dem Gelände im Rostocker Überseehafen zu sehen sein. Der insgesamt 164 m hohe schienengebundene Schwerlastkran wird sich auf einem Portal zwischen dem nördlichen Werksgelände des Unternehmens und der angrenzenden Kaikante bewegen können, heißt es. Ausgestattet mit einem Doppelfahrwerk (zwei Schienen pro Seite) und einer Spurweite von 30 m soll der Portalkran optimale Flexibilität für den Umschlag groß dimensionierter Güter jeglicher Art ermöglichen. Derzeit gebe es in Norddeutschland und im gesamten Ostseeraum keinen Hafenkran mit vergleichbaren Parametern, sagen die Rostocker. Ähnliche Traglasten im maritimen Bereich ließen sich nur mit Schwimmkranen realisieren. Ein Schwerlastkran mit diesen Dimensionen würde den aktuellen wie auch potenziell zusätzlichen Kunden des Rostocker Hafens die Chance zu ganz neuen logistischen Umschlagslösungen eröffnen, sagt Gernot Tesch, Geschäftsführer von Rostock Port. Das könnte auch die Ansiedlung weiterer Unternehmen am Standort Rostock begünstigen. Der erste große Einsatz des Krans ist für 2019 geplant. Dann soll er den HLC (Heavy Lift Crane) 295000 – den größten Offshore- Kran, den Liebherr je gebaut hat – auf das Spezialschiff »Orion« heben. Virtuell wurde der Kran auf dem Liebherr-Gelände eingesetzt Foto: Liebherr BRUKS SIWERTELL GROUP Cargotec und JCE Invest gründen Joint Venture für Schüttgut Cargotec und JCE Invest haben die Gründung des Joint Ventures Bruks Siwertell Group vereinbart. Es soll sich auf den Umschlag von Schüttgutladungen fokussieren. Dem neuen Gemeinschaftsunternehmen gehören Siwertell, früher ein Teil des Geschäftsbereichs von Kalmar innerhalb von Cargotec, sowie die Bruks Holding, die zuvor zur JCE Group gehörte, an. Beide Unternehmen sind weltweit auf Schüttgutumschlag spezialisiert, hieß es bei der Vertragsunterzeichnung. JCE Invest wird mit 52% Hauptanteilseigentümer der Bruks Siwertell Group, Cargotec hält die übrigen 48%. Die Besitzverhältnisse sind gemäß den geltenden Vorschriften in den Konzernabschluss der Partnerunternehmen einbezogen. Die Transaktion wurde am 9. Mai 2018 unterzeichnet und abgeschlossen. DOVER Konecranes liefert Hafenmobilkrane für Mehrzweckterminal Der englische Hafen Dover am Ärmelkanal hat zwei Konecranes Gottwald Modell 5 Hafenmobilkrane erhalten. Sie wurden für Dover Western Docks Revival (DWDR) angeschafft. Das auf Kühlprodukte spezialisierte Dover Cargo Terminal soll im ersten Quartal 2019 eröffnet werden. Die diesel-elektrischen Hafenmobilkrane sollen in dem Mehrzweckterminal vor allem Container und Fruchtpalletten umschlagen. Sie seien mit Hybridtechnologie ausgestattet, die niedrige Verbrauchs- und Abgaswerte böten und einen geräuscharmen Betrieb ermöglichten, so der Hersteller. Das Terminal wird kai- und landseitig über eine komplett neue Infrastruktur verfügen und zwei Tiefwasser-Kais bieten. DWDR ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte von Port of Dover. Es stehe für die nächste anspruchsvolle Entwicklungsphase des Hafens und ziele auf die langfristige Bereitstellung von Umschlagkapazitäten in diesem internationalen Gateway ab, in dem jährlich Waren im Wert von rund 138 Mrd. € und somit bis zu 17% des Handels des Vereinigten Königreichs umgeschlagen würden, so der Hafen. DWDR besitzt in Dover einen 300 m langen Kai sowie einen mit einer Länge von 250 m und zusätzlich einen Dalbenliegeplatz. Die beiden Modell-5-Hafenmobilkrane in der G HMK 5506 Zwei- Seil-Variante bieten mit einer maximalen Tragfähigkeit von 125 t einen Radius von bis zu 51 m. Foto: Konecranes HANSA International Maritime Journal – 155. Jahrgang – 2018 – Nr. 6 77

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