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HANSA 05-2022

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GREEN HUB E5 LAB INC.

GREEN HUB E5 LAB INC. »Roboship« erhält elektrisches Antriebspaket von ABB Der weltweit erste hybrid-elektrische Biomasse-Brennstofftransporter wird mit einem elektrischen Antriebspaket von ABB ausgestattet. Das vom japanischen Schifffahrtskonsortium e5 Lab initiierte »Roboship« soll die Ambitionen Japans unterstützen, bis 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. Der japanische Reederverband hat angekündigt, dass sich die heimische Schifffahrtsindustrie dieser Herausforderung stellen wird. Eine der wichtigsten Initiativen hierfür ist e5 Lab, ein Konsortium aus Asahi Tanker Co., Ltd., Exeno Yamamizu, Mitsui O.S.K. Lines und Mitsubishi, das sich die Entwicklung von Handelsschiffen mit erneuerbaren Energien zum Ziel gesetzt hat. Vor diesem Hintergrund hat e5 Lab vor kurzem »Roboship« vorgestellt – einen Entwurf für einen Biomasse-Treibstofftransporter, der durch ein vollständig standardisiertes, elektrisches Antriebssystem angetrieben wird, um einen emissionsfreien Betrieb im Hafen zu erreichen. Der 499 BRZ- Frachter mit einer Länge von 70 m soll von Honda Heavy Industries gebaut werden. Er wird mit einem vollständig modularisierten elektrischen Antriebspaket von ABB ausgestattet, das die Nutzung mehrerer Energiequellen für eine optimierte Betriebseffizienz und einen emissionsfreien Betrieb ermöglicht, heißt es von ABB. Zu den Das 70 m-Schiff soll bei Honda Heavy Industries gebaut werden weiteren Vorteilen des Systems gehörten geringere Geräuschund Vibrationsentwicklung, niedrigere Wartungskosten und verbesserte Steuermöglichkeiten, die das An- und Abdocken an der Pier erleichtern, so das Unternehmen weiter. © ABB © BV BUREAU VERITAS Flüssiggastanker bereit für Ammoniak Auf der südkoreanischen Werft Hyundai Mipo Dockyard werden zwei 40.000 m 3 »Ammonia-prepared« Flüssiggastanker gebaut. Die Neubauten mit den Nummern 8350 und 8351 entstehen unter der Klassifikation von Bureau Veritas (BV). Das erste der Schiffe soll im Juni 2023 abgeliefert werden. »Ammonia-Prepared« bescheinigt den Tankern, dass sie so konstruiert und gebaut werden, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt auf die Verwendung von Ammoniak als Brennstoff umgerüstet werden können. Der Vermerk zielt auf die Räume Die Tanker können für den Betrieb mit Ammoniak umgerüstet werden und strukturellen Komponenten ab, die zukünftige Ammoniak-Treibstofftanks, Treibstoff-Handlingequipment und Ammoniak-Dampfbehandlungsanlagen beherbergen werden. »Ammonia-Prepared« deckt auch spezifische Anforderungen für die Umstellung von Motoren und Kesseln von Öl, LNG oder mehreren Brennstoffen auf Ammoniak ab, so BV. Die Klasse hat mit der »Rule Note NR 671« außerdem neue Regel für mit Ammoniak betriebene Schiffe entwickelt, die ab der Auslieferung Ammoniak als Treibstoff verwenden. »KASKASI« EMO koordiniert Bau 35 km nördlich der Insel Helgoland entsteht der Offshore-Windpark »Kaskasi«. Mit der Baustellenkoordination wurde Ems Maritime Offshore betraut. Den Auftrag hat das Emder Unternehmen von RWE Renewables erhalten. Ein Team aus bis zu sechs Nautikern von EMO sind in der RWE-eigenen Leitstelle auf Helgoland dafür im Einsatz. Während der Offshore-Baustelle- Einrichtung sowie in der gesamten Bauphase auf See koordinieren die Nautiker gemeinsam mit dem RWE-Team die Abläufe, um einen reibungslosen und sicheren Baufortschritt zu gewährleisten. Mit der Beauftragung führen RWE und EMO laut eigenen Angaben die langjährige Zusammenarbeit im Offshore-Windbereich fort. Nach der Inbetriebnahme der insgesamt 38 Windkraftanlagen wird »Kaskasi« rund 400.000 Haushalte pro Jahr mit grünem Strom versorgen. Für das »Kaskasi«-Projekt greift EMO auf sein »erfahrenes nautisches Fachpersonal zurück, das bereits seit Jahren erfolgreich in der Maritimen Koordinierung und Seeraumbeobachtung von Offshore-Windparks sowie in der hauseigenen Leitstelle VENTUSmarine eingesetzt wird«, heißt es. 70 HANSA – International Maritime Journal 05 | 2022

GREEN HUB MAN ENERGY SOLUTIONSS »ElbBlue« mit weniger Emissionen unterwegs Im September letzten Jahres wurde der Containerfeeder »ElbBlue« ex »Wes Amelie« mit synthetischem Erdgas bebunkert (Synthetic Natural Gas, SNG ). Es war das erste Containerschiff weltweit, bei dem rund 50 % seiner Tankfüllung durch SNG ersetzt wurde. Seitdem konnte das Schiff seine Treibhausgasemissionen signifikant reduzieren, teilt MAN Energy Solutions mit. Das 1.036 TEU Containerschiff habe im Betrieb mit einem beigemischten Anteil an klimaneutral hergestelltem, synthetischem Erdgasseine 27 % weniger Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Betrieb mit LNG ausgestoßen. Verglichen mit Schweröl habe die Minderung sogar bei rund 34 % gelegen. Die Messungen wurden auf der Fahrt zwischen Brunsbüttel und Rotterdam mit einem SNG-Anteil von circa 50 % im Erdgasgemisch bei 85 % Motorenlast durchgeführt. Angetrieben wird die »ElbBlue« von einem MAN 51/60DF-Viertaktmotor. Als Mehrstoffmotor ermöglicht das Aggregat neben dem Betrieb mit HFO auch den mit flüssigem Erdgas (LNG) als Kraftstoff. Die Testfahrt des Schiffs hat belegt, dass dieser ohne Motorenmodifikation durch SNG ersetzt werden kann, so MAN. © MAN Energy Solutions AMMONIA 2-4 Wärtsilä leitet Ammoniak-Projekt Ein Verbund aus verschiedenen maritimen Akteuren will gemeinsam die Nutzung von Ammoniak als Schiffsbrennstoff untersuchen. Projektleiter des Vorhabens ist Wärtsilä. In dem EUgeförderten Projekt mit dem Namen Ammonia 2-4 sind ferner die Schiffsarchitekten von C-Job, die Klassifikationsgesellschaft DNV, die Reederei MSC und der italienische National Research Council (CNR) beteiligt. Die Europäische Union unterstützt Ammonia 2-4 im Rahmen Horizon Europe-Initiative mit 10 Mio. €. Ziel der Partner ist es, einen Demonstrator für Zweitakt- und Viertakt-Schiffsmotoren zu entwickeln, die mit Ammoniak betrieben werden. Daraus sollen praktikable Konzepte für Ammoniak-Kraftstoff abgeleitet werden. Im Rahmen des Projekts wird ein laborgestützter Demonstrator für den Viertakt-Ammoniakmotor und ein laborgestützter Testmotor entwickelt, gefolgt von einer Nachrüstung von Schiffen mit der Zweitaktversion bis 2025, heißt es. TOTAL ENERGIES MARINE FUELS Frachter bunkert erstmals Bio-VLSFO TotalEnergies Marine Fuels hat erstmals seinen Bio-VLSFO- Bunker an einen Massengutfrachter in Singapur geliefert. Bei dem Schiff handelte es sich um die »Friendship« von Seanergy Maritime. Sie ist von NYK Line gechartert und transportiert Fracht von Anglo American. Bebunkert wurde das Schiff mit einer B10-Biokraftstoffmischung, die aus VLSFO und 10 % abfallbasiertem und ISCC-zertifiziertem UCOME (Used Cooking Oil Methyl Ester) der zweiten Generation bestand. Die Biokomponente UCOME, die aus der Kreislaufwirtschaft stammt, kann die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Schweröl um mehr als 80 % reduzieren, teilt Total mit. Folglich biete die gelieferte B10-Biokraftstoffmischung eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um bis zu 10 %. Der Versuch habe gezeigt, dass der Biokraftstoff in den einschlägigen Schiffsanwendungen ohne Änderungen sicher verwendet werden kann. Die Spezialisten für Filtertechnologie in Schifffahrt und Industrie Filterelemente und Ersatzteile für Einfach-, Doppel- und Automatik filter für Schmieröle, Brennstoffe, Hydrauliköle, Wasser und Luft aller namhaften Hersteller. Ersatz für Filtrex, Moatti, Nantong und Kanagawa Kiki, Sonderanfertigungen, verbesserte Spezial lösungen, kundenspezifische Einzelstücke nach Muster/Zeichnung. FIL-TEC RIXEN GmbH® QUALITY MADE IN GERMANY Als Vertragspartner liefern wir Austausch- u. Originalfilterelemente von Fleetguard, Hengst, Triple R, Mann+Hummel, Mann Filter, Filtration Group. HANSA – International Maritime Journal 05 | 2022 71

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