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HANSA 05-2022

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SCHIFFFAHRT | SHIPPING

SCHIFFFAHRT | SHIPPING Quo vadis, MPP? »Das ist ein Rennen zwischen Preis und Verfügbarkeit« Mittelfristig stehen Schiffe mit einer Tragfähigkeit von bis zu 17.000 t, einer Krankapazität von bis zu 250 t, einem großen Laderaum und umweltfreundlichen Antriebskonzepten im Fokus der Mehrzweck- und Heavylift-Schifffahrt. Das ist eine der Kernaussagen einer neuen Umfrage, die das auf maritime und logistische Themen spezialisierte Hamburger Marktforschungsbüro Maritime Research Partners (MRP) in Kooperation mit der HANSA durchgeführt hat Viele Leser der HANSA sowie Branchenkontakte von MRP beteiligten sich an der anonymen Online-Befragung, die Mitte April abgeschlossen wurde. »So unterschiedlich sich dieser Markt darstellt, so differenziert fallen auch die Antworten der von uns befragten Teilnehmer aus«, erläutert Behrend Oldenburg, der MRP zusammen mit seinem Partner Ingmar Loges führt. »Geschlossene Einigkeit zeigen die Marktteilnehmer allerdings bei der Frage, ob die Branche unter einem Tonnagemangel leidet – 84 % der Befragten sind davon überzeugt.« Ideale Tragfähigkeit: 17.000 t Eindeutige Trends lassen sich auch bei der Frage nach der mittelfristig benötigten, idealen Tragfähigkeit ablesen: Die liegt bei bis zu 17.000 t. Ein genauerer Blick auf die Antworten zeigt jedoch auf, dass die Teilnehmer aus größeren Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern eher kleinere Schiffe mit einer Tragfähigkeit von bis zu 12.000 t bevorzugen. Gleichzeitig wünschen sie sich bei dieser Schiffsgröße – im Gegensatz zu den Befragten aus kleineren Unternehmen – Schwergutgeschirr mit einer Liftkapazität von über 250 t. Breit gefächert zeigen sich die Meinungen zum Thema »Future Fuels«. Hier stehen die Reeder von MPP-Schiffen anders als ihre Kollegen aus der Containerschifffahrt vor der besonderen Herausforderung, permanent andere Häfen anzulaufen, in denen auch mittel- und langfristig kaum mit einem breiten Bunkerangebot zu rechnen ist. Erwartungsgemäß sehen die Teilnehmer für einen batterie-elektrischen Antrieb keinerlei Zukunft. Auf die aktuellen Bunkeröle, auch in Verbindung mit Scrubbern, setzen künftig allerdings nur noch 13 % der Befragten. Interessanterweise ist auch LNG für die MPP- Reeder keine Zukunftsoption. Nur 16 % würden sich für das derzeit so gehypte Erdgas als Treibstoff entscheiden. Über ein Drittel votiert dagegen für Methanol (34 %), gefolgt von Ammoniak (21 %). »Gretchenfrage« Kraftstoff »Die Wahl des künftigen Kraftstoffes ist wirklich eine Gretchenfrage«, sagt Kai Alsen, dem die HANSA die Umfrageergebnisse zur Kommentierung vorlegte. »Und die kann derzeit wirklich noch niemand schlüssig beantworten. Hier spielt das Fahrtgebiet zudem eine ganz wichtige Rolle.« Alsen ist einer der beiden Geschäftsführer des vor rund eineinhalb Jahren gegründeten Hamburger Maklerbüros Alsenship. Das Unternehmen entstand aus dem Zusammenschluss von KBC Knujo Bulk Chartering and Alsen Bulk Charte- WALLMA WALLM 13 ha 5,5 ha Professionals at the waterfront Handling and Warehousing General cargo Heavy lifts Quay Operation and Warehousing Wallmann & Co. (GmbH & Co. KG) Pollhornweg 31-39, D-21107 Hamburg Phone: +49(0)40-7 52 07-0 Iron products Steel products NN&CO SEAPORT HUB 13m Abstract: Quo vadis, MPP? »A race between price and availability« In the medium term, ships with a deadweight capacity of up to 17,000 t, a crane capacity of up to 250 t, a large cargo hold and environmentally friendly propulsion concepts will be the focus of multipurpose and heavylift shipping. This is one of the core statements of a new survey conducted by the Hamburg-based market research agency Maritime Research Partners (MRP), which specialises in maritime and logistics topics, in cooperation with HANSA. 82 % assume that the good prospects will attract socalled »new entrants«, above all beneficial cargo owners. 28 HANSA – International Maritime Journal 05 | 2022

SCHIFFFAHRT | SHIPPING © MRP ring. Aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte des mittlerweile 17-köpfigen Teams sind das Dry Cargo-Maklergeschäft, die MPP- Befrachtung sowie der An- und Verkauf von Schiffen. Keine Angst vor Bulkern »Interessant finde ich, dass eine höhere Geschwindigkeit der Schiffe offenbar keine Zukunftsoption für die Umfrageteilnehmer ist«, so Alsen weiter. Dafür ist ein einziger, möglichst voluminöser Laderaum mit einer durchgehenden Länge von mindestens 120 m Länge für den Markt von großer Bedeutung: »Das spiegelt auch den Trend zum immer wichtiger werdenden Ladungsmarkt der übergroßen Offshore-Windkraftkomponen - ten wider.« Hier stehen die MPPs durchaus im Wettbewerb mit Bulkern, die derzeit vor allem für den Transport sehr langer Rotorblätter genutzt werden. Eine dauerhafte Konkurrenz sieht Alsen hier, wie auch 60 % der Befragten über alle Unternehmensgrößen hinweg, allerdings nicht. Alternative deutsche Werften »Spannend wird es wieder bei der Frage, wie die Flotte verjüngt und vergrößert werden kann«, sagt MRP-Partner Ingmar Loges. »Das ist ein Rennen zwischen Preis und Verfügbarkeit«, betont Alsen. Hintergrund: Vor allem die chinesischen DIE KRAFT ZUR LÖSUNG. SEIT 90 JAHREN. Schmidbauer ist Ihr konstanter Partner für Schwerlast in allen Dimensionen. Profitieren Sie von unserer jahrzehntelangen Kompetenz und Expertise, die seit 1932 die Kraft zur Lösung garantiert. Besuchen Sie uns auf der Breakbulk Europe in Rotterdam! www.schmidbauer-gruppe.de HANSA – International Maritime Journal 05 | 2022 JAHRE 29

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