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HANSA 05-2019

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Schifffahrt | Shipping

Schifffahrt | Shipping Das Wallmann-Terminal im Hamburger Hafen Aktuell liegt der Segmentschwerpunkt auf Stahlprodukten (30%) und NE-Metallen (45%). Daran will man arbeiten, Projektladung und Super-Heavylifts spielen eine entscheidende Rolle in der Strategie für die nächsten Jahre. Da habe man große Stärken und auch Vorteile: Indoor-Fertigungsanlagen mit bis zu 700 t Kapazität und Schwimmkrane, die bis zu 1.800 t heben können. Laut Emile Hoogsteden, Director Containers, Breakbulk and Logistics bei der Port of Rotterdam Authority, wurden diese Projekte über einen langen Zeitraum hinweg mit den beteiligten Unternehmen vorbereitet. Das zeige, dass dem Stückgutsektor genügend Raum für die Entwicklung gegeben werde. Dies betreffe insbesondere Schwergut, Projektladung, Stahl und Nichteisenmetalle. Obwohl der Breakbulk-Markt durch weitere Containerisierung, den Wettbewerb anderer Schifffahrtsmärkte und Markteinflüsse wie etwa Handelsbarrieren oder steigende Zölle weiterhin unter Druck stehe, sehe man für die nahe Zukunft weiterhin Wachstumschancen im Stahlmarkt. Da das leere Depot MRS vom Waalhaven in das Shortsea-Cluster in den Eemhaven verlagert wurde, kann der Umbau beginnen. Vier Breakbulk-Unternehmen werden Flächen zur Modernisierung und Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um Metaal Transport (Nichteisenmetalle und Stahl), J.C. Meijers (Mehrzweckterminal), RHB/Rotterdams Havenbedrijf (Spezial- Schwergut und Projektladung) und Broekman Project Services (Schwergut, Projektladung und Offshore). Mit ihnen wurden Grundstücksverträge und Absichtserklärungen unterzeichnet. Zusätzlich sei man ständig auf der Suche nach Expansionsmöglichkeiten für bestehende Terminalbetreiber und Kunden. Broekman plant im Waalhaven beispielsweise eine Verdopplung der Kailänge auf 600 m. Möglich wird dies durch die angestrebte Übernahme einer angrenzenden Lagerfläche. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, eine Halle von 20 m auf 23 m zu erhöhen, vor allem um zusätzliche und größere Windkraftkomponenten zu lagern. Ferner soll als Ergänzung zu den drei bestehenden Kranen (zweimal 25 t, einmal 45 t) ein 120-t-Kran angeschafft werden, wie Frenck Snoeck, Geschäftsführer von Broekman Logistics, erläutert. Hamburg will zulegen In Hamburg befindet sich der Breakbulk-Umschlag ebenfalls auf Wachstumskurs. Für Deutschlands größten Seehafen sei diese Gütersparte »ein kleines aber wichtiges Umschlagsegment«, wie Hafen Hamburg Marketing (HHM) betont. Als Hauptgrund nennen die Verantwortlichen © HHM die vergleichsweise hohe Arbeits- und Wertschöpfungsintensität dieser Gütergruppe. Dies mache den Breakbulk-Umschlag für einen Universalhafen wie Hamburg zu einem unverzichtbaren Element. Zu den beförderten Waren zählen Projektladung wie z.B. Generatoren, Eisenbahnwagen sowie der Fahrzeugumschlag, aber auch Schwergut wie Brammen oder Papier und Holz. Beide Gütergruppen machen zusammengenommen mit 46% den größten Anteil aus. Es folgen Kraftfahrzeuge (29%), Metalle (10%), Südfrüchte und Papier (je 7%) und Holz (2%). Für den Umschlag von Windenergieanlagen sei Hamburg indes weniger geeignet. Häfen an der Unterelbe seien dafür eher prädestiniert, so HHM. Im vergangenen Jahr ging in Hamburg rund 1,5 Mio.t Breakbulk-Ladung über die Kaikanten, 5,8% mehr als 2017. Dies sei der stärkste Zuwachs der vergangenen zehn Jahre. Insbesondere die Einfuhr (+20,6%) hat deutlich zugelegt. Vor allem Metallimporte, zum Teil auch als Brammen, hätten die Entwicklung beflügelt. Ertüchtigung in Bremens Häfen Die Norddeutschen erwarten beim Breakbulk eine anhaltend starke Nachfrage. Das gute Ergebnis aus dem Vorjahr dürfte bei gleichbleibenden Lieferströmen voraussichtlich gehalten werden. Ein Zuwachs wäre sehr erfreulich, so HHM. »Dedicated Terminals« wären ebenfalls eine Option. »Alles, was Ladung an den Standort bindet, ist gut für Hamburg«, sagt HHM. Reederei-Beteiligungen gibt es im Breakbulk-Bereich aber schon seit längerem. So hält z.B. die Grimaldi-Group 49% am Unikai und die Rickmers Group ist mit 25,1% am Wallmann Terminal involviert. Wallmann ist zusammen mit C. Steinweg (Süd-West Terminal) der größte Umschlagplatz für Schwergut- und Projektladung in der Elbmetropole. Noch in diesem Jahr erfolgt bei C-Steinweg die Grundsteinlegung für eine Flächenerweiterung. Weiterhin erhält das Unternehmen im Mai das Arbeitsschutzzertifikat. »Davon profitieren Mitarbeiter, der reibungslose Betrieb und den Kunden wird signalisiert, dass auf die Leistung Verlass ist«, so das Unternehmen. Ebenso einen hohen Stellenwert hat das Breakbulk-Geschäft für die bremischen Häfen. In Bremerhaven betreibt die BLG den nach Angaben der Hafengesellschaft bremenports zweitgrößten Fahrzeugumschlagplatz Europas und im Neustäd- 32 HANSA International Maritime Journal 05 | 2019

Schifffahrt | Shipping ORGANISED ter Hafen in Bremen das größte europäische Terminal für Stück- und Schwergut. 2018 wurden in Bremerhaven insgesamt 2,2 Mio. Fahrzeuge beziehungsweise. 4,5 Mio.t Ladung umgeschlagen. Etwa 1,4 Mio.t entfielen auf das High & Heavy-Segment und hiervon wiederum rund. 70% auf den Export. In Bremen waren es 2018 circa 1,35 Mio.t Breakbulk, wovon knapp zwei Drittel in den Export gingen. In Bremen werden überwiegend massenhafte Stückgüter wie Stahl- und Forstprodukte sowie komplette Industrie- und Windenergieanlagen umgeschlagen. In Bremerhaven ist es vor allem RoRo-Ladung, also Fahrzeuge und High & Heavy wie selbstfahrende Baumaschinen, landwirtschaftliche Maschinen oder auch komplette Zugsysteme. Als Produktions-, Service- und Basishafen werden hier auch Onshore- und Offshore-Komponenten der ansässigen Hersteller und Dritter verschifft. Dazu zählen Turbinen, Rotorblätter, Turmsegmente und Fundamente. Für die Lagerung und den Umschlag sind einzelne Hafenflächen mit einer Kapazität von zu bis 20 t/ m2 ertüchtigt worden. Darüber hinaus wurden an zwei Terminals in Bremerhaven Sohlertüchtigungen vorgenommen, damit Jack-Up-Schiffe Ladung mit Bordkranen bei ausgefahrenen »Beinen« aufnehmen können. Verladen werden die Komponenten der Windkraftindustrie im RoRo- oder LoLo-Betrieb (Bord- oder Landkran) oder mit Verschub-Systemen. Der BLG zufolge sind die Kapazitäten in Bremen und Bremerhaven derzeit »sehr gut ausgelastet.« Konjunkturell bedingte Umschlagschwankungen werde es aber weiterhin geben. Durch Optimierung der Betriebsabläufe werde versucht, dies auszugleichen. Ohne konkrete Zahlen zu Bei Broekman werden zwei Turbinen in den Schiffsbauch verfrachtet nennen, geht die BLG davon aus, »dass 2019 für Breakbulk in den bremischen Häfen ein gutes Jahr wird.« n © Broekman Besuchen Sie uns auf der Breakbulk Europe in Bremen Unsere Häfen. Ihre Zukunft. info@nports.de www.nports.de HANSA International Maritime Journal 05 | 2019 33

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