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HANSA 04-2022

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PORT HUB HAMBURG

PORT HUB HAMBURG Hafenschlick wird doch nicht vor Scharhörn verklappt Im Streit um den Hamburger Hafenschlick gibt es eine neue Wendung. Nun soll – zumindest vorerst – doch nicht das Gebiet um die Insel Scharhörn als Ort der Verklappung dienen. Eigentlich hatten sich die Hamburger Behörden nach einem aus ihrer Sicht positiven Gutachten für das Gebiet um die zum Stadtstaat gehörende Insel entschieden. Doch sowohl von Umweltschutzverbänden als auch aus den benachbarten Bundesländern gab es andauernde Kritik an den Plänen der Hamburg Port Authority. Die Sorge vor neuen Klagen hat nun offenbar zu einem Umdenken in der Elbmetropole geführt, die Pläne wurden kurzfristig gestoppt. Stattdessen soll damit begonnen werden, Hafenschlick an anderer Stelle zu verklappen. Vorgesehen dafür ist die bereits vom Bund genutzte Deponie Neuer Lüchtergrund an der Elbmündung. Ob es sich dabei um eine dauerhafte Lösung für das Hamburger Schlickproblem handelt ist aber noch unklar. Denn Hamburg will nicht langfristig darauf verzichten, das Gebiet bei Scharhörn für die Verklappung zu nutzen. Die Frage nach dem »Wohin« bei Ausbaggerungen in der Elbe beschäftigt sich Schifffahrt und die Politik bereits seit längerer Zeit. Zuletzt hatte sich der Bund Hamburger Schlick soll nun doch zu einer Deponie an der Elbmündung gebracht werden – vorerst eingeschaltet und das Thema zur Chefsache gemacht. Die HPA arbeitet an einem Sedimentmanagement für das anfallende Baggergut, um der Schifffahrt im Hamburger Hafen auch in Zukunft die notwendigen Wassertiefen verlässlich zur Verfügung stellen zu können und die ökologisch nachteilige Kreislaufbaggerei bei Neßsand deutlich reduzieren zu können. Seit 2005 wird auf schleswig-holsteinischem Gebiet in der Nordsee (bei Tonne E3) Baggergut aus Hamburg verbracht, »ohne dass erhebliche nachteilige Auswirkungen beobachtet werden konnten«. Die derzeitigen Handlungsmöglichkeiten sind nach Ansicht der Hamburger jedoch nicht ausreichend, um die Wassertiefen ganzjährig »nautisch bedarfsgerecht gewährleisten zu können«. US-OSTKÜSTE Savanannah hat Ziel 9,5 Mio. TEU Das Jahr 2021 hat dem Hafen Savannah an der Ostküste der USA ein Umschlagwachstum um satte 20% auf 5,61 Mio. TEU beschert. Jetzt soll die Kapazität ausgebaut werden, nominal liegt sie aktuell bei 6 Mio. TEU. Pläne für einen Ausbau der jährlichen Umschlagleistung gab es bereits vorher, nun legt man mit einem noch ambitionierteren Expansionsplan nach. Bisher war eine Kapazität von 8 Mio. TEU bis zum Jahr 2028 angestrebt. Die Georgia Ports Authority will die Umschlagkapazität nun nicht nur auf 9,5 Mio. TEU steigern, sondern glaubt, das neue Ziel auch schon deutlich früher, nämlich bis 2025 erreichen zu können. Schon in den kommenden Monaten sollen bereits laufende Erweiterungsprojekte die Kapazität um 1,7 Mio. TEU pro Jahr steigern. Im Rahmen des Peak Capacity-Projekts von GPA wurde das Garden City Terminal bereits um 400.000 TEU erweitert, bis Juni soll Platz für weitere 820.000 TEU hinzukommen. Im selben Monat wird ein neues Containerdepot flussaufwärts weitere 500.000 TEU an Kapazität bringen. Unabhängig davon wird das Projekt Garden City Terminal West bis 2024 in mehreren Phasen bis zu 1 Mio. TEU hinzufügen. MELBOURNE Terminal wird fit für Neo-Panamaxe Der australische Hafen Melbourne, mit 3,28 Mio. TEU der größte Containerhafen des Landes im vergangenen Jahr, vergrößert den Liegeplatz am Webb Dock East. Das hier angesiedelte Victoria International Container Terminal VICT wird von der Gruppe ICTS kontrolliert. Nun soll die Kaimauer von 660 m auf 731 m verlängert werden. Abgesehen vom Ausbau wollen die Verantwortlichen auch in neues Umschlag-Equipment wie Containerbrücken investieren. So sollen in der zweiten Jahreshälfte 2023 zwei Neo- Panamax-Krane ankommen. Bisher war das Terminal dafür ausgelegt, gleichzeitig zwei Schiffe abzufertigen. In der Australienfahrt waren bislang Schiffe mit weniger als 300 m Länge die Regel. Durch die Verlängerung der Anlage auf 731 m können künftig zwei Schiffe mit einer Kapazität von jeweils 10.000 TEU bedient werden. Neben dem VICT gibt es in Melbourne zwei weitere Containerterminals. Eine Anlage wird von DP World am West Swanson Dock betrieben, die andere von Patrick am East Swanson Dock. Beide Anlagen liegen ein Stück stromaufwärts am Yarra River und unterliegen somit einer gewissen Größenbeschränkung. 80 HANSA – International Maritime Journal 04 | 2022

PORT HUB KANADA Prince Rupert prüft Ausbau der Containerkapazität Die Prince Rupert Port Authority und der arabische Terminal- und Logistikkonzern DP World prüfen den Bau eines weiteren Containerterminals im drittgrößten kanadischen Hafen. Die neue Anlage soll südlich des existierenden Fairview- Terminals von DP World liegen. Das Vorhaben geht auf einen Masterplan aus dem Jahr 2019 zurück. Nun beginnt eine zweijährige Phase, in der Studien zu den Potenzialen für die kanadischen Lieferketten und zur Integration in das intermodale Netzwerk des Hafens durchgeführt werden. Dieses zweite Terminal auf South Kaien soll nach bisheriger Planung über eine Kapazität von 2,5 Mio. TEU verfügen. Das Fairview Container Terminal von DP World soll bis 2022 seine Kapazität von 1,35 Mio. TEU auf 1,8 Mio. TEU erhöhen. Sowohl das derzeitige Fairview Terminal als auch South Kaien befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den expandierenden Exportlogistikbetrieben auf Ridley Island und werden nach dem für Ende 2022 geplanten Bau des Fairview-Ridley Connector Corridors durch PRPA vollständig mit diesen Betrieben Das neue Terminal könnte die Kapazität um 2,5 Mio. TEU erweitern integriert. Der Hafen Prince Rupert strebt danach, in den kommenden Jahren zur Nr. 2 in Kanada aufzusteigen. Das langfristige Potenzial durch den Ausbau mehrerer Terminals wird auf eine Kapazität von 6 bis 7 Mio. TEU geschätzt. © Prince Rupert Port Authority ITALIEN Hafen Livorno wird ausgebaut Das Projektkonsortium von Società Italiana Dragaggi, Fincantieri Infrastructure Opere Marittime, Sales und Fincosit hat heute einen Vertrag mit der Hafenbehörde von Livorno (Autorità di Sistema Portuale del Mar Tirreno Settentrionale) über den Bau von Wellenbrechern, Uferbefestigungen und Baggerarbeiten im Zusammenhang mit der ersten Umsetzungsphase der »Europa-Plattform« unterzeichnet. Der Vertrag hat einen Gesamtwert von rund 383 Mio. €, wobei der Anteil von Fincantieri fast 100 Mio. € beträgt. Es handelt sich nach Angaben der sogenannten »temporären Unternehmensgruppe« (RTI) um eines der wichtigsten maritimen Infrastrukturprojekte in Italien, das dem Hafen im nördlichen Tyrrhenischen Meer Livorno ermöglichen soll, seinen Handelsverkehr zu verdoppeln, indem er in die Lage versetzt wird, Containerschiffe der nächsten Generation aufzunehmen. Die Arbeiten, die im Sommer 2022 beginnen und etwa viereinhalb Jahre dauern sollen, umfassen zunächst die Ausführungsplanung, die Einrichtung der Baustelle, die Kampfmittelräumung und Voruntersuchungen. In der nächsten Phase werden ein neuer äußerer Wellenbrecher mit einer Länge von 4,6 km und ein innerer Wellenbrecher mit einer Länge von 2,3 km durch die Lieferung und Verlegung von etwa 5 Mio. t Material gebaut. Die Baggerarbeiten umfassen ein Volumen von rund 16 Mio. m3 und werden in den Bereichen der neuen Wellenbrecher sowie der Vertiefung des Zugangskanals und der inneren Docks durchgeführt. Die ausgebaggerten Sedimente werden für die Gestaltung der neuen Servicebereiche des Docks Darsena Europa und zum Teil für die Auffüllung der Küstenlinie zwischen Marina di Pisa und Livorno verwendet. PHILIPPINEN Manila bekommt Mega-Carrier-Kai Der weltweit aktive Terminalkonzern International Container Terminal Services (ICTSI) will sein Flaggschiff-Terminal in der philippinischen Hauptstadt Manila ausbauen. Das dortige MICT soll um einen achten Liegeplatz erweitert werden, der Schiffe der Megamax-Größe aufnehmen kann. Mit zusätzlichen 800 m wird die Kailänge auf 2.300 m erhöht. Die bisherigen Anlagen sind für Schiffe bis 16.000 TEU ausgelegt, das neue Terminal soll Schiffe bis 18.000 TEU aufnehmen können. Der zusätzliche Liegeplatz erweitert die Umschlagkapazität des MICT um 875.000 TEU auf 4,4 Mio. TEU im Jahr. ICTSI betreibt nach eigenen Angaben mittlerweile 34 Terminals in 20 Ländern. • Drahtseile • Tauwerk • Festmacher • CASAR Bordkranseile • Anschlagmittel • Prüflasttest bis 1.000 t • Segelmacherei • Taklerei • Montage Walter Hering KG Porgesring 25 22113 Hamburg Telefon: 040 – 73 61 72 -0 eMail: info@seil-hering.de www.seil-hering.de HANSA – International Maritime Journal 04 | 2022 81

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