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HANSA 03-2022

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DIGITAL HUB NAPA & CLASSNK Cloud-basierte Lösung gegen Navigationsrisiken für 700 MOL-Schiffe Nach gemeinsamer Entwicklung und Erprobung mit ClassNK haben der Software-Anbieter NAPA und die japanische Reederei MOL eine Cloud-basierte Lösung auf über 700 MOL-Schiffen eingeführt, um Navigationsrisiken intelligent zu überwachen und so zu reduzieren. Der Einsatz der Sofware soll die Sicherheit in der gesamten MOL-Flotte erhöhen, indem sie das Risiko einer Grundberührung im Voraus vorhersagt und die Teams an Land alarmiert, so dass sie ein besseres Situationsbewusstsein für Navigationsrisiken erhalten. Das Ganze basiert auf der cloudbasierten Überwachungsplattform NAPA Fleet Intelligence, die keine Installation von Hardware an Bord oder Eingriffe der Besatzung erfordert. Durch die Kombination verschiedener Datenquellen wie Positionsdaten, Schiffsdaten, Meerestiefe und Navigationskarten mit den Daten von NAPA zu typischen Betriebsmustern biete die Lösung den Anwendern eine robuste, zuverlässige und einfach zu bedienende flottenweite Plattform, um vor allem das Risiko von Grundberührungen zu verringern, erklärt NAPA. Das System schickt auch auf den Berechnungen basierende Warnungen und Benachrichtigungen an die Sicherheitsteams an Land, sobald ein erhöhtes Navigationsrisiko festgestellt wird, was wiederum die Fähigkeit zur Vermeidung und Entschärfung von Zwischenfällen verbessern soll. © NAPA WÄRTSILÄ Optimierte Wartungsplanung für STQ Der kanadische Fährenbetreiber Societé des Traversiers du Quebec (STQ) will die Wartung seiner Flotte optimieren und hat dafür einen Vertrag mit Wärtsilä unterzeichnet. Die Vereinbarung mit einer Laufzeit von fünf Jahren betrifft die Schiffe »Jos Deschenes II« und »Armand Imbeau II«, die beide mit 20DF Dual-Fuel- Motoren betrieben werden. Zum Leistungsumfang gehören die digitale Lösung Expert Insight und die datengestützte dynamische Wartungsplanung. Expert Insight nutzt künstliche Intelligenz und Diagnoseverfahren, um eine vorausschauende Wartung zu erreichen. Durch Einblicke in die Ausrüstungsdaten, Echtzeit- Betriebsunterstützung und datengesteuerte Planung auf der Grundlage des tatsächlichen Bedarfs und nicht einer willkürlichen Anzahl von Betriebsstunden, soll sich nicht nur die Wartung optimieren lassen, sondern auch Kosten sowie Kraftstoff eingespart werden. Neben den Motoren umfasst die Vereinbarung auch das LNGPac-Kraftstoffspeicher-, -Versorgungs- und -Steuerungssystem sowie die Elektro- und Automatisierungssysteme. © STQ CASTOR MARINE | WAGENBORG »Global Ku VSAT« für MPP-Flotte Um die Internet-Konnektivität an Bord seiner Schiffe zu garantieren und diese effizienter zu betreiben, hat Royal Wagenborg die Global Ku VSAT-Verbindung von Castor Marine für mehrere Jahre erneuert und erweitert. Die niederländische Reederei verfügt aktuell über eine Flotte von 200 Schiffen. Neben der Verlängerung von 52 Global Ku VSAT-Verträgen wird Castor Marine weitere 15 Wagenborg-Schiffe, die derzeit über 4G verfügen, mit VSAT ausstatten. Um Wagenborgs Strategie der intelligenten Schifffahrt zu unterstützen und die globale Flotte effizienter und umweltfreundlicher betreiben zu können, wurde die Bandbreite für die 52 Schiffe erhöht, heißt es. Dadurch soll auch das Wohlfahrtssystem für die Besatzung an Bord verbessert werden. Die in Europa verkehrenden MPP-Frachter werden mit einem »Telenor Ka-System auf der Basis von iDirect und Intellian v60 Ka VSAT-Hardware« ausgestattet. Diese Schiffe nutzen derzeit ein 4G-System und ein L-Band-Back-up-System, wenn sie außerhalb der 4G-Abdeckung fahren. Zur Verbesserung des Wohlbefindens der Besatzung und zur Unterstützung des intelligenten Schiffsbetriebs rund um die Uhr und überall auf See werden diese Schiffe den Angaben zufolge auch mit VSAT-Verbindungen ausgestattet. Castor Marine unterstützt und verwaltet die SD-WAN- Router von Wagenborg zentral, was »ideal« für die Überwachung, Durchführung von Änderungen und Software- Upgrades sei. Im SD-WAN-Setup für Wagenborg Shipping sind alle Geschäftsanwendungen der Flotte direkt mit der Wagenborg-Zentrale in Delfzijl, Niederlande, verbunden. Das Netzwerk für das Wohlergehen der Besatzung läuft getrennt vom Geschäftsnetzwerk und ist direkt mit dem öffentlichen Internet verbunden, nachdem es die Inhaltsfilter und Firewalls von Castor Marine passiert hat. 54 HANSA – International Maritime Journal 03 | 2022

DIGITAL HUB AQUAMETRO Fernüberwachung für die »FOS Thor« Das Rostocker Unternehmen Oil & Marine hat sein Fernüberwachungssystem an Bord des Standby Safety Vessel »FOS Thor« erfolgreich installiert. Eigner des Schiffes ist das in Singapur sitzende Unternehmen Fast Offshore Supply. Der gesamte Inbetriebnahmeprozess des Aquametro Oil & Marine Remote Monitoring Systems (RMS) erfolgte den Angaben zufolge aus der Ferne. Ein Ingenieur von Aquametro führte diesen mit Unterstützung eines Elektrikers auf einer Werft in Batam durch. Das RMS überwacht den Kraftstoffverbrauch, die Drehzahl und die Last der Motoren, um die Zeiten mit hohem Kraftstoffverbrauch zu erfassen. Auch die Lade- und Transferkraftstoffleitungen werden überwacht. Die dabei erfassten Werte sind an Bord und an Land über das AOM-Webportal oder eine mobile App für die Datenanalyse und die Optimierung der Motorleistung verfügbar. © Aquametro BG VERKEHR Deutsche Flagge lässt E-Logbücher zu Schiffstagebücher auf Seeschiffen unter deutscher Flagge können ab sofort auch elektronisch geführt werden. Die zuständige Behörde BG Verkehr bestätigte jetzt, dass die Software eines Herstellers für ein E-Seetagebuch zugelassen wurde. Auch digitale Marpol- Tagebücher können ab sofort genehmigt werden. Mit der Maßnahme soll der zunehmenden Digitalisierung auf Schiffen Rechnung getragen werden. Wurden die auch Logbücher genannten Aufzeichnungen bisher traditionell in Papierform geführt, wächst die Nachfrage nach digitalen Angeboten. Reeder von Schiffen unter deutscher Flagge können die zugelassene Software nun einsetzen. Die Deutsche Flagge erwartet in Kürze auch von anderen Herstellern Zulassungsanträge. Man setze »bewusst auf die beiden internationalen technischen Vorgaben ISO 21745 und die IMO-Entschließung MEPC.312(74) – es gibt also keine deutschen Sonderstandards«. Die Zulassung erfolgt durch die BG Verkehr/Dienststelle Schiffssicherheit, die technische Prüfung übernimmt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) oder eine anerkannte Klassifikationsgesellschaft. Mit dem neuen Zulassungsverfahren sei die gesamte Bandbreite von Tagebüchern auch in digitaler Form möglich heißt es. Dazu zählen Schiffstagebücher mit dem Brückenbuch als Nebenbuch, – Maschinentagebücher mit dem Peil- und dem Manöverbruch als Nebenbüchern, MARPOL-Tagebücher im Umweltschutzbereich mit dem Öltage-, dem Ladungs- und dem Mülltagebuch als die wichtigsten Tagebücher und medizinische Tagebücher (Krankentagebuch, Betäubungsmittelbuch). Zusätzlich können Reedereien bei Bedarf auch eine schiffsbezogene Zulassung von MARPOL-Tagebüchern bei der BG Verkehr beantragen. DCSA Allianz für elektronische Frachtbriefe Die von Linienreedereien getragene Digital Container Shipping Association (DCSA) hat die Future International Trade (FIT) Alliance gegründet. Dazu wurde eine Absichtserklärung zwischen der DCSA, der Schifffahrsorganisation Bimco, dem Logistikerverband Fiata, der Internationalen Handelskammer (ICC) und der Koomunikationsplattform Swift unterzeichnet, in der sich die Organisationen zur Zusammenarbeit bei der Standardisierung der Digitalisierung des internationalen Handels verpflichten. Gemeinsam soll das Bewusstsein »für die Bedeutung gemeinsamer und interoperabler Datenstandards und gemeinsamer rechtlicher Bedingungen in allen internationalen Rechtsordnungen und Plattformen« geschärft werden. Ziel ist es, die Akzeptanz und Annahme eines elektronischen Konnossements (eBL) durch Regulierungsbehörden, Banken und Versicherer zu erleichtern und die Kommunikation zu vereinheitlichen. »Die Digitalisierung der Dokumentation für Containertransporte wird internationalen Anbietern, die auf den sektorübergreifenden Transport angewiesen sind, einen Mehrwert bieten«, sagte Bimco-CEO David Loosley bei der Vertragsunterzeichnung. Die Angleichung dieser Normen an die Norm für elektronische Konnossemente für den Trocken- und Flüssigmassengutsektor, die mit Unterstützung des DCSA entwickelt werde, soll dazu beitragen, die Digitalisierung des Handels weltweit zu beschleunigen. DCSA-CEO Thomas Bagge betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit bei dieser Thematik: »Die B/L-Transaktion wird von einer Vielzahl von Interessengruppen beeinflusst. Um eine weit verbreitete Nutzung von eBL zu erreichen, müssen sie alle bei der Einführung digitaler Standards mit an Bord sein. Die Vereinbarung ist ein Meilenstein auf unserem Weg zur Standardisierung aller Containerschifffahrtsdokumente. HANSA – International Maritime Journal 03 | 2022 55

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