Aufrufe
vor 6 Monaten

HANSA 03-2022

  • Text
  • Hansaplus
  • Wasserstoff
  • Maersk
  • Schifffahrt
  • Container
  • Shipping
  • Schiff
  • Schiffe
  • Methanol
  • Hansa
  • Maritime
Arktische Schifffahrt| St. Lawrence · Future Fuels| Interview Denise Kurtulus / Rolls-Royce| HCOB-Schiffsfinanzierung| Jones-Act-Flotten| Methanol-Neubauten für Maersk| Marine Surveyors

SCHIFFFAHRT | SHIPPING

SCHIFFFAHRT | SHIPPING »Joint Industry Projects ebnen den Weg« Eine Präferenz für bestimmte Zukunftskraftstoffe in der Schifffahrt hat die liberianische Flaggenverwaltung LISCR nicht. Um die Dekarbonisierung zu unterstützen, beteiligt man sich an Joint Industry Projects zu Biokraftstoffen, Schiffsdesigns oder neuen Materialien Das LISCR bringt bringt Expertise für den internationalen Regulierungsrahmen ein und ermöglicht einen risikobasierten Zulassungsansatz für neue Technologien und alternative Kraftstoffe Die maritime Industrie steht vor der großen Herausforderung, die internationale Schifffahrt innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu dekarbonisieren. Um das im Pariser Abkommen festgeschriebene Klimaziel zu erreichen, muss die Branche die gesamte Bandbreite des operativen und technischen Maßnahmenkatalogs anwenden. Der Katalog ist naturgemäß dynamisch und ständigen Anpassungen unterworfen. Die »GHG Emission Reduction Strategy« der IMO sieht eine Reduzierung der CO 2 -Emissionen bis 2050 um 70 % im Vergleich zu 2008 vor. Zu erwarten ist, dass der Druck auf die International Maritime Organization und die Schifffahrt insgesamt deutlich zunehmen und die IMO ihre Strategie überarbeiten wird, um sogar die vollständige Dekarbonisierung bis 2050 anzustreben. Außer Frage steht, dass dafür eine internationale Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten erforderlich ist: Eine Abwälzung von Kosten und Risiken allein auf Reedereien erscheint weder sachgerecht noch zielführend. In Umsetzung der Strategie verabschiedete der IMO-Umweltausschuss MEPC 76 neue Anforderungen für EE- XI, CII und SEEMP Teil III, die im Januar 2023 in Kraft treten. Ohne Zweifel werden alternative Kraftstoffe den Kern der Umsetzung ausmachen. Der Prozess, Schweröl mit alternativen Kraftstoffen zu ersetzen, ist bereits in vollem Gange. Viele Eigner richten sich in Richtung Gas aus. Wegen ihres Kohlenstoffgehalts gelten diese Optionen jedoch als Übergangskraftstoffe auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die Vorteile während der Übergangsphase sind dennoch evident. Neben LNG sind flüssiger Wasserstoff, Ammoniak, Methanol sowie Biokraftstoffe weitere Optionen auf dem Weg, Emissionen zu reduzieren. Eine Präferenz für einen bestimmten Kraftstoff hat das Liberia-Register dabei nicht. Um den Weg der maritimen Industrie in eine emissionsfreie und nachhaltige Zukunft mitzugestalten, unterstützt LISCR die Dekarbonisierung der internationalen Schifffahrt proaktiv: Bereits seit 2016 partizipiert das Register in Kooperation mit Reedereien, Maschinenherstellern, Werften und Klassifikationsgesellschaften an sogenannten gemeinsamen Industrieprojekten (Joint Industry Projects, »JIPs«). Kernthemen der JIPs sind die Optimierung und Anwendung neuer Technologien sowie die Verwendung alternativer Kraftstoffe, aber immer unter dem Vorbehalt, dass die Dekarbonisierung sicher, mit einem nachhaltigen Ansatz und unter gebührender Berücksichtigung aller Aspekte der Schifffahrt, einschließlich Hafenanlagen und Logistik, erfolgen muss. Breite Palette an Projekten Die über 20 JIPs variier(t)en von der Prüfung von Biokraftstoffen, über die Entwicklung neuer Schiffsdesigns bis hin zu neuen Materialien für Gas- und Kraftstofftanks und umfassten auch weitere innovative Technologien und Design lösungen. Das LISCR bringt Expertise für den internationalen Regulierungsrahmen ein und ermöglicht einen risikobasierten Zulassungsansatz für neue Technologien und alternative Kraftstoffe. Dabei wird ein mindestens äquivalenter Sicherheitsstandard zu traditionellen Designs gewährleistet. Die JIPs münden in einer grundsätzlichen Genehmigung (AiP) eines Konzeptdesigns. Der jeweilige Auftraggeber kann dann darauf vertrauen, dass auf Basis des AiP das Schiff mit dem vorgestellten Konzept und den innovativen Merkmalen genehmigt, gebaut und in Betrieb genommen werden kann, was zu einem erheblichen Wettbewerbsvorteil führen kann. Die JIPs ebnen daher den Weg für eine Win- Win-Situation für alle beteiligten Parteien in dem gemeinsamen Streben nach einer Dekarbonisierung der internationalen Schifffahrt in den kommenden Jahrzehnten. Autoren: Thomas Klenum EVP Innovation & Regul. Affairs, LISCR; Merle Stilkenbäumer, Geschäftsführerin LISCR Deutschland; Claas Ringleben, Senior Manager Business Development © LISCR 24 HANSA – International Maritime Journal 03 | 2022

FLEX-A10057-00 SCHIFFFAHRT | SHIPPING IMMER DIE RICHTIGE KUPPLUNG. Die richtige Kupplung ist innovativ, zuverlässig, verfügbar und bewährt. Sie gibt Ihnen Sicherheit – für Ihren Antriebsstrang, den gesamten Prozess und Ihr gutes Gefühl. Wir bieten Ihnen das größte Kupplungsprogramm für Drehmomente von 0,5 bis 10.000.000 Nm. flender.com

HANSA Magazine

HANSA Magazine

Hansa News Headlines