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HANSA 03-2022

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VERSICHERUNGEN |

VERSICHERUNGEN | INSURANCE Bei Lampe & Schwartze rücken junge Köpfe nach Der Assekuradeur vollzieht einen Generationswechsel in der Seekaskoabteilung. Louis Ravens folgt auf Michael Lott. Von Michael Hollmann Nicht nur bei den Maklern am Seeplatz Bremen gibt es in letzter Zeit viel Bewegung, auch beim führenden Assekuradeur Lampe & Schwartze Marine Underwriting stehen die Zeichen auf Veränderung. An der Spitze der Seekaskoabteilung findet ein Generationswechsel statt, außerdem wird das Team deutlich ausgebaut. Per 1. März übernimmt Marine Hull Underwriter Louis Ravens die Leitung der Seekaskoabteilung von Michael Lott, der sich nach mehr als 46 Jahren bei Lampe & Schwartze in den Ruhestand verabschiedet hat. Ravens ist bereits seit 2018 Deputy Head of Marine Hull und damit Stellvertreter von Lott. Die neue Besetzung stehe sowohl für Verjüngung als auch für Kontinuität. »Louis Ravens ist als engagierter Underwriter schon lange im v.l.: Michael Lott, Louis Ravens, Claudia Berkhout © Lampe & Schwartze Markt bekannt und sehr motiviert, die Kaskoabteilung national und international erfolgreich weiterzuentwickeln«, erklärte Tobias Braun, Mitglied der Geschäftsleitung bei Lampe & Schwartze. Der 37-jährige Ravens fing 2010 mit einem Bachelor in »Shipping & Chartering« der Hochschule Bremen als Assistant Underwriter bei Lampe & Schwartze an und übernimmt mit seiner Beförderung volle Verantwortung für ein bedeutendes Seekasko- Portefeuille. Als bevollmächtigter Zeichnungsagent großer Versicherer betreut der Assekuradeur Führungsanteile und Beteiligungen an Deckungen für rund 4.500 Schiffe. Dazu gehört neben der klassischen Seekaskoversicherung auch Loss of Hire. Der Ausbau dieses Geschäftsfelds über die Jahre sei auch das »Lebenswerk« von Lott, der die Kaskoabteilung entscheidend gestaltet und dazu die Übergabe an die nächste Generation professionell und kollegial unterstützt habe. »Mit Ihrem Namen verbindet unser Markt Expertise, Verlässlichkeit und Kontinuität«, lobt Braun. Gleichzeitig übernimmt zum 1. März Claudia Berkhout die Rolle als Deputy Head of Marine Hull von Ravens. Die bei Lampe & Schwartze ausgebildete Betriebswirtin ist seit 2003 im Kasko- Underwriting tätig, Schwerpunkte: Mega-Yachten und Baurisiko. Ihre Ernennung möchte Braun auch als »überfälliges Signal für Geschlechtergerechtigkeit« in der noch stark männlich dominierten Transportversicherungsbranche verstanden wissen, wie er sagt. Außerdem wird die Seekaskoabteilung um mehrere Köpfe erweitert. Seit Mitte Februar ist Angela Stemmler neu im Team, im März folgt Shorai Sandra Jafett (Ex-UniCar GmbH) und im August Philipp Pohlmann, der als Broker bereits für Georg Duncker und Junge & Co. tätig war. Die Abteilung wächst damit auf elf Mitarbeiter an. VERTRAGSERNEUERUNG Zufriedene Rückversicherer Die Rückversicherer haben die Preise bei den Vertragsabschlüssen zu Jahresanfang deutlich anheben können – auch im »Marine«-Segment. Die Hannover Rück berichtet von einem inflations- und risikoadjustierten Preisanstieg bei Großrisiken in der Transport- und Luftfahrtversicherung von 5,2 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders ausgeprägt sei der Anstieg im Warentransport- und »Meerestechniksegment« (Seekasko) gewesen, »trotz des Wettbewerbs und der im Übermaß existierenden Kapazitäten«, wie es heißt. Bei der Risikozeichnung ging die Hannover Rück trotzdem sehr selektiv vor: Das Prämienvolumen bei Transport und Luftfahrt wuchs nur leicht um 0,8 % auf 234 Mio. €. Der französische Rückversicherer SCOR beziffert den durchschnittlichen Preisanstieg in der Vertragserneuerung für »Marine & Offshore« auf +2,6%. mph RECK & CO. Meiners ist neue Leiterin Claims © privat Der Schaden- und Regressdienstleister Reck & Co. in Bremen hat die Schifffahrtskauffrau und Juristin Christine Meiners als Leiterin für den Bereich internationales Havariekommissariat/Claims gewonnen. Die Abteilung mit acht Mitarbeitern bekommt damit als eine der letzten im Unternehmen eine eigene Leitungsfunktion. Reck & Co. hat angesichts des Wachstums auf inzwischen 60 Mitarbeiter in den vergangenen Jahren eine zweite Führungsebene eingezogen. Meiners war vorher als Senior Claims Executive für Pandi Services J. & K. Brons tätig. mph 14 HANSA – International Maritime Journal 03 | 2022

VERSICHERUNGEN | INSURANCE 4 2 1 5 7 6 3 Havariechronik 1 2 3 4 5 6 7 Datum 12.01. 09.02. 14.02. 16.02. Ereignis Auf Grund 31.01. Wassereintritt nach Kollision / Bergung 01.02. Wassereintritt / Stabilitätsverlust 02.02. Auf Grund / Bergung Auf Grund Kollision mit Pier Brand / Schiff evakuiert Ort Nähe Stettin IJmuiden Reede Kaohsiung vor Wangerooge Praia de Graciosa Casablanca 90 sm sw der Azoren Schiff SMP Novodvinsk Julietta D Torm Emilie Mumbai Maersk Sao Jorge Martha A Felicity Ace Type G e ne ra l Carg o S ch iff Bulker Produktentanker Containerschiff Produktentanker Containerschiff Fahrzeug-Frachter dwt 6.500 3.074 33.796 17.738 Flagge Russland 37.200 Malta 74.999 Dänemark 190.326 Dänemark Portugal Türkei Panama Haftpflicht West of England UK P&I Skuld Standard P&I West of England Standard P&I Britannia Reise St. Petersburg | Stettin k.A. k.A. Fernost | Nordeuropa Kontinent | Azoren Europa | Afrika-Dienst Emden | North Kingstown Den kompletten Überblick zu allen aktuellen Havarien gibt es unter www.hansa-online.de/havariechronik/ ERFOLGREICHER JAHRESABSCHLUSS Alandia fängt Schäden durch Kapitalerträge auf Der finnische Schiffs- und Warenversicherer Alandia hat das vergangene Jahr trotz erhöhter Schäden erfolgreich abgeschlossen. Dank eines kräftigen Anstiegs der Kapitalerträge verbesserte das Unternehmen sein bereinigtes Nettoergebnis um mehr als 10 % auf rund 18,4 Mio. €. Die Investmenterträge zogen um 72 % auf 27,4 Mio. € an, wodurch der Fehlbetrag im Underwriting kaum mehr ins Gewicht fiel. Das technische Ergebnis war mit –3,7 Mio. € in die Verlustzone gerutscht, nach einem Gewinn von 3,4 Mio. € im Vorjahr. Alandia konnte sein Bruttoprämienvolumen durch Seekasko-, P&I- und Warentransportgeschäft zwar um 10 % auf 93,1 Mio. € steigern. Doch die Schäden legten noch etwas stärker zu – genauso wie die Betriebsund Akquisitionskosten. Letzteres führt der Vorstand auf einen gestiegenen Anteil von Maklergeschäft zurück. Zudem weist die Gewinn- und Verlustrechnung trotz etwa konstanter Rückversicherungsbeiträge eine deutlich geringere Beteiligung der Rückversicherer an den Schäden aus. Ende vergangenen Jahres vollzog Alandia den letzten Schritt zur Neuaufstellung des Unternehmens als reiner Transportversicherer. Mit der privaten Unfall- und Gesundheitsversicherung wurde das letzte »Non- Marine«-Geschäftsfeld an den Versicherer LokalTapiola verkauft. mph +++ Telegramm +++ Telegramm +++ Telegramm +++ Telegramm +++ Telegramm +++ Telegramm +++ Telegramm Auftragsrekord bei Battermann & Tillery: Zahl der Besichtigungs- und Gutachtereinsätze für Sachverständigenfirma erreichte 2021 mit 10.680 neuen Höchststand. Besonders stark sei die Nachfrage »erhöhtem Transportaufkommen und Lieferkettenproblematiken« im zweiten Halbjahr gewesen. Zudem profitiere die Firma vom Trend zu mehr Schadenprävention bei Projekttransporten. +++ Deutsche Transportversicherer verbessern sich: Kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Transport- und Luftfahrtversicherung laut GDV vergangenes Jahr auf 92 % gesunken – von 97,4 % im Vorjahr. Grund: Rückgang der Schäden von 1,3 Mrd. auf 1,2 Mrd. €. +++ Schwacher Ausblick für Steamship Mutual: P&I-Versicherer erwartet für 2021/22 erneut Schaden-Kosten-Quote über 100 %. Kapitalerträge positiv, aber niedriger als erwartet. Versicherte Tonnage jedoch um +9,2 % gewachsen. +++ »Mixed performance« von britischen Spezialversicherern: Brit fährt 2021 aus der Verlustzone: Überschuss von 247 Mio. $ (Vorjahr: –235,5 Mio. $). Prämienvolumen um 32 % auf 3,2 Mrd. $ erhöht. Nischensegment »Marine« soll hohe Preissteigerungen erzielt haben. Lancashire verbucht aufgrund hoher Katastrophenschäden Verlust von 56,8 Mio $. »Marine«-Sparte behauptet sich aber mit +12,5 Mio. $ in Gewinnzone (kombinierte Quote: 82,4 %). Leute, Leute... MS Amlin: Niels van Westenbrugge (Ex-Fluvia AG) verstärkt Marine-Team in Rotterdam als Underwriter Shipowners‘ P&I +++ QBE: Britischer Versicherer befördert Kevin Shallow (Portfolio Manager, Marine) per 01.04. zum Head of Marine – als Nachfolger für Tim Pembroke, der in Ruhestand geht. +++ Insure Marine Underwriting: Niederländischer Assekuradeur stellt Sanne Broskij (Ex-DUPI Group) als Legal & Claims Handler ein. +++ North P&I: Feirin McConville und Louise Ferrari zu Direktoren für FD&D ernannt. +++ Sunderland Marine (North): Mia Bredenburg (Ex-Club Marine) löst Chris Kennedy als Niederlassungsleiter Melbourne ab. HANSA – International Maritime Journal 03 | 2022 15

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