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HANSA 03-2021

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HANSA PORT-HUB ANTWERPEN | ZEEBRUGGE Belgische Häfen fusionieren Die Häfen Antwerpen und Zeebrugge schließen sich zu einem Doppelhafen zusammen, der künftig den Namen Hafen Antwerpen-Brügge (Antwerp-Bruges) führen wird. Das haben die beiden Städte als Gesellschafter beschlossen. Mit einem kombinierten Containerumschlag von knapp 14 Mio. TEU rückt der Doppelhafen bis auf etwa 800.000 TEU an Europas Marktführer Rotterdam (2019: 14,8 Mio. TEU) heran und enteilt uneinholbar den deutschen Nordseehäfen. Zudem entsteht einer der größten Stückguthäfen Europas sowie der größte Autoumschlagplatz auf dem Kontinent. Darüber hinaus laufen heute bereits mehr als 15 % des gesamten Umschlagaufkommens für Gas über den Doppelhafen. Der Gesamtumschlag liegt aktuell bei 278 Mio. t. Laufende Investitionen sollen wie geplant beendet werden. MANILA Erweiterung von Containerumschlaganlage abgeschlossen Der Terminalbetreiber ICTSI (International Container Terminal Services), mit Sitz auf den Philippinen, hat das Ausbauvorhaben am Manila International Container Terminal (MICT) beendet. Dadurch steigt die Kapazität des wichtigen südostasiatischen Standorts auf 3,3 Mio. TEU. Unter anderem wurde der Liegeplatz 6/7 um 150 m erweitert, so dass nun eine durchgehende Pier mit einer Länge von 600 m zur Verfügung steht. An diesem Abschnitt können Schiffe mit bis zu 8.000 TEU bedient werden. Die Verlängerung ist Teil des Ausbaus um weitere 5,5 ha. Bis zum Jahr 2022 will der Betreiber acht RTG-Krane anschaffen, darüber hinaus sollen einige ältere Ship-to-Shore-Krane ersetzt werden. Binnen der kommenden drei Jahre sollen auch drei größere Umschlaganlagen installiert werden, um Containerfrachter mit Kapazitäten für mehr als 12.500 TEU abfertigen zu können. SUNDSVALL-TUNADAL SCA plant kleines Boxterminal Der Schwedische Holz-, Zellstoff- und Papierhersteller Svenska Cellulosa AB (SCA) strebt den Bau eines kleinen Containerterminals im Hafen von Sundsvall-Tunadal in Schweden an. Am Bottnischen Meerbusen in der Region Mittel-Norrland sollen containerisierte Papierprodukte aus den SCA- Papierfabriken Östrand und Ortviken umgeschlagen werden. Den Angaben zufolge investiert SCA umgerechnet rund 54 Mio. € in das Terminal sowie in neue Umschlagflächen. Die Anlage soll 2024 in Betrieb gehen und eine Kapazität von 100.000 TEU haben. Wie das Unternehmen berichtet, hat sich der containerisierte Handel von Tunadal aus mehr als verdoppelt. 70 HANSA – International Maritime Journal 03 | 2021

HANSA PORT-HUB KITIMAT LNG TERMINAL Baggerarbeiten fertig Boskalis hat die Baggerarbeiten für die Entwicklung des ersten großen LNG-Exportterminals in Kanada abgeschlossen. Drei Saisons lang hatten verschiedene Bagger in Kitimat gearbeitet. Ihre Aufgabe war die Entfernung und Sanierung von kontaminierten und nicht kontaminierten Sedimenten, um den nötigen Platz und den Zugang zum Meer für die Anlage herzustellen. Beauftragt wurden die Arbeiten von LNG Canada, einem Joint Venture aus Royal Dutch Shell, Petronas, PetroChina, Mitsubishi und Korea Gas Corporation. Die LNG-Exportanlage wird zunächst aus zwei LNG-Verarbeitungssträngen bestehen. Das erste Flüssigerdgas soll voraussichtlich noch vor Mitte des kommenden Jahrzehnts in Kitimat verarbeitet werden. Um das Terminal zu erreichen, müssen die LNG- Carrier eine fast 300 km lange Strecke von der Pazifikküste aus bis nahe Kitimat zurücklegen. Den Angaben Boskalis’ zufolge hat der Auftrag einen Werft von rund 100 Mio. €. FEHMARNBELTTUNNEL Baubeginn für Megaprojekt Die Arbeitsgemeinschaft Femern Link Contractors hat mit dem Bau des Fehmarnbelttunnels begonnen, der künftig Deutschland und Dänemark verbindet. Auf dänischer Seite wurde der Bau des Werks gestartet, in dem die 200 m langen Betonfertigteilträger für die 18 km lange feste Verbindung zwischen der dänischen Region Lolland Falster und dem deutschen Bundesland Schleswig-Holstein hergestellt werden. Durch den neuen kombinierten Straßen- und Eisenbahntunnel unter der Ostsee soll die Reisezeit zwischen der deutschen und der dänischen Küste auf nur sieben Minuten mit dem Zug und zehn Minuten mit dem Auto verkürzt werden, gegenüber der derzeitigen Reisezeit von einer Stunde mit der Fähre oder einem Umweg von 160 km mit dem Auto. Die Fertigstellung ist für Mitte 2029 geplant. Das Joint Venture besteht aus Vinci Construction Grands Projets, Per Aarsleff Holding, Soletanche Bachy International, CFE, Dredging International, Wayss & Freytag Ingenieurbau, Max Bögl Stiftung & Co, BAM Infra und BAM International. TANGER Eurogate nimmt Terminal in Betrieb In Tanger, Marokko, hat Eurogate das Containerterminal T3 nach 18 Monaten Bauzeit und einer Investition von fast 175 Mio. € eingeweiht. Für den Betreiber ist es die zweite Umschlageinrichtung in dem Mittelmeer-Hafen. Das Terminal verfügt über eine Gesamtfläche von 360.000 m2, eine Kailänge von 800 m und eine Wassertiefe von 18 m. Acht Super-Post-Panamax-Containerbrücken stehen bereit. An Land ist das Terminal mit 22 RTGs (Rubber Tyred Gantry Cranes) und 40 Terminal-Lkw ausgestattet. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Juni geplant. Die Umschlagkapazität liegt bei bis zu 1,5 Mio. TEU. HANSA – International Maritime Journal 03 | 2021 71

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