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HANSA 03-2020

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Häfen | Ports In Rostock können künftig bis zu 250 m lange RoRo-Schiffe festmachen Unklarheiten an der Weser Auch die Vertiefung von Außen- und Unterweser wird seit Jahren von den Bundesländern Niedersachsen und Bremen angestrebt. ähnlich wie bei der Fahrrinnenanpassung der Elbe gab es auch hier Klagen, denen das Bundesverwaltungsgericht stattgegeben hat. Als Begründung hieß es, der Planfeststellungsbeschluss sei rechtswidrig und nicht vollziehbar. Dies habe jedoch nicht zwangsläufig die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses zur Folge, denn die festgestellten Mängel seien in einem ergänzenden Verfahren zu beheben, so das Gericht. Beanstandet wurde im Wesentlichen, dass der Ausbau der Außen- und Unterweser in nur einem Feststellungsbeschluss aufgeführt war, obwohl es sich um drei Vorhaben handle (Außenweser von See bis Bremerhaven, Unterweser von Bremerhaven bis Brake und Unterweser von Brake bis Bremerhaven). Entsprechend seien die Auswirkungen der drei Vorhaben jeweils für sich zu prüfen und dem jeweiligen Nutzen des einzelnen Vorhabens gegenüberzustellen. Kürzlich wurde das Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz (MgvG) vom Bundestag verabschiedet. Es hat zum Ziel, komplexe Infrastrukturvorhaben zu beschleunigen, indem Klagewege beschnitten werden. Nun gilt es zu klären, ob die Ausbauvorhaben an der Weser in dieses neue Gesetz aufgenommen werden beziehungsweise ob die anstehenden Nachbesserungen in einem Plan zusammengefasst werden dürfen, oder in einzelnen Plänen erfolgen müssen. Ferner gilt es zu prüfen, ob ein neues Verfahen nicht weniger aufwendig wäre, als die Nachbesserungen vorzunehmen. Thomas Voigt, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Weser, geht davon aus, dass eine Entscheidung über das weitere Vorgehen in diesem Jahr erfolgen wird. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, will sich hingegen noch nicht auf einen Zeitplan festlegen: »Eine konkrete Einschätzung der zeitlichen Perspektiven lässt sich frühestens nach erneuter Einleitung des Zulassungsverfahrens durch die Planfeststellungsbehörde vornehmen«, wird er in einem Schreiben von bremenports zitiert. Gleichzeitig beteuert der CDU-Politiker, dass das Ziel für den Bund sei, die Außen- und Unterweseranpassung so schnell wie möglich zu realisieren. Damit der Hafen Emden von größeren Frachtern angelaufen werden kann, ist ein Ausbau der Ems nötig © WSA Ems-Nordsee Anpassung der Außenems Die Überarbeitung der Antragsunterlagen für den Ausbau der Ems soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse zu den bereits beauftragten Neuerfassungen werden bis Ende dieses Jahres erwartet. Die Investitionskosten für das Projekt werden mit rund 30 Mio. € veranschlagt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ems-Nordsee plant, im Streckenabschnitt zwischen Ems-km 40,7 und 74,6 (Außenems) die Fahrrinne um bis zu 1 m zu vertiefen. Daneben ist vorgesehen, auf Höhe der Emspier (Emskm 41 bis 42), eine Wendestelle einzurichten. Hierzu soll die zukünftige Tiefenlage der Sollsohle über den Bereich der Fahrrinne hinaus auf einer Fläche 76 HANSA – International Maritime Journal 03 | 2020

Hamburgs Häfen | Ports maritimes Herz © Rostock Port mit einer Breite von 340 m und einer Länge von 900 m hergestellt werden. Zum Ausgleich hydromorphologischer Effekte wird ein Buhnenpaar bei Ems-km 47,05 verlängert. Ziel des Vorhabens ist es, die bedarfsgerechte Erreichbarkeit des Emder Hafens zu sichern. Neben einer Erhöhung der tideunabhängigen Erreichbarkeit für Autofrachter wird eine Verbesserung der Auslastung tideabhängig verkehrender Massengutschiffe angestrebt. Für die erstmalige Baggerung der geplanten Sohllage fallen nach Angaben des WSA Ems-Nordsee 1,5 Mio. m³ Material an. Darüber hinaus sind vor allem im ersten Ausbaujahr größere Mengen bei Unterhaltungsbaggerungen zu erwarten, die in den Folgejahren sukzessive abklängen, heißt es. Das Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben wurde bereits Ende 2012 eingeleitet. Aufgrund jüngerer rechtlicher Entwicklungen (Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sowie eines »erheblichen Abstimmungsbedarfes« waren die Planunterlagen zu überarbeiten, so das WSA Ems-Nordsee. Orkan »Sabine« zerstört Strände Der jüngste Orkan »Sabine« und die damit einhergehenden Sturmfluten haben den Stränden der Nord- und Ostfriesischen Inseln schwere Schäden zugefügt. Allein auf Sylt wurden viele Strandflächen zerstört. Wo sonst 1.400 Strandkörbe stünden, sei nur noch Platz für weniger als 100, hieß es. Entsprechend gilt es nun, neuen Sand aufzuschütten – von bis zu 1,3 Mio. m3 ist die Rede. Das dänische Wasserbauunternehmen Rohde Nielsen ist dafür zuständig, denn der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN SH) hat mit ihm einen Vierjahresvertrag abgeschlossen, um die jährlichen Sandverluste auszugleichen. Rostock RoRo-Plätze aus Auch im Hafenbau tut sich etwas: damit künftig bis zu 250 m lange Ro- Ro-Schiffe in Rostock festmachen können, bauen die Hansestädter die Kapazitäten aus. Der Liegeplatz 62 für Frachter mit einer Länge von bis zu 220 m ist bereits fertiggestellt, die Arbeiten an Platz 63 für 250 m lange Einheiten sollen im April abgeschlossen sein. Den Zuschlag bekam eine Bietergemeinschaft der Unternehmen Ed. Züblin, Aug. Prien Bauunternehmung und Colcrete von Essen Wasserbau. Für die Errichtung einer RoRo-Rampe werden im Zuge der Baumaßnahme 120 m kombinierte Spundwand als Kaivorbau mit Schrägpfahlverankerung gebaut und mit 80.000 m3 Sand aufgefüllt. Zusätzlich wird eine 100 m lange Wellenwand als Ufersicherung errichtet sowie zwei Dalbenstege von 110 m beziehungsweise 190 m Länge. Die Dalbenrohre haben einen Durchmesser von 2,20 m. Als Unterstützung für den Bau der Anlagen erhielt Rostock von Landesinfrastrukturminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 9,7 Mio. €. n ...mehr geht nicht! Erleben Sie die ganze Geschichte der Schifffahrt in der weltweit größten maritimen Privatsammlung in Hamburgs ältestem Speichergebäude mitten in der HafenCity. HANSA – International Maritime Journal 03 | 2020 KAISPEICHER B | KOREASTRASSE 1 |20457 HAMBURG TELEFON: 040 300 92 30-0 | WWW.IMM-HAMBURG.DE 77 ÖFFNUNGSZEITEN: TÄGLICH VON 10 BIS 18 UHR

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