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HANSA 03-2020

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Schiffstechnik | Ship Technology Neues Konsortium erforscht Bio-Kraftoffe Ein neues deutsches Konsortium will Möglichkeiten für den Einsatz biobasierter Kraftstoffkomponenten für maritime Anwendungen erforschen Zu dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungskonsortium gehören das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in Oberhausen, das ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und der Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren der Universität Rostock. Zu Jahresbeginn haben die Partner die gemeinsame Arbeit im Vorhaben »PyroMar« aufgenommen. Motiviert durch die ungewissen Entwicklungen auf dem Kraftstoffmarkt im Zuge der neuen IMO-Regulierung zum »Sulphur Cap« und die notwendigen Prozessen zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ist es das Ziel, ein Verfahrenskonzept zur kostengünstigen Herstellung von Beimischkomponenten aus biogenen Reststoffen für Marinekraftstoffe aufzuzeigen. Stroh, Laub, Restholz... Kern des Vorhabens ist es, CO 2-neutrale Drop-in-Fuels aus biogenen Reststoffen zu erzeugen © Universität Rostock Kern des Vorhabens ist es, CO2-neutrale Drop-in-Fuels aus biogenen Reststoffen wie Stroh, Laub, Waldrestholz, Strauchschnitt und Landschaftspflegeheu zu erzeugen. Durch die Verwendung derartiger Reststoffe wird die aus anderen Mobilitätsbereichen bekannte »Teller- Tank-Diskussion« vermieden. In einem ersten Schritt werden dabei Pyrolyseöle erzeugt, welche anschließend mit längerkettigen Alkoholen verestert werden. Dadurch werden die Säurezahl und die Mischbarkeit mit fossilen Kraftstoffen deutlich verbessert. Im Projekt soll die Verfahrenskette erstmals als Ganzes in einem kleintechnischen Maßstab realisiert werden, der die Herstellung von Produktmustern in den für Motortests erforderlichen Mengen ermöglicht. Die katalytische Herstellung der längerkettigen Alkohole aus Ethanol, das us Stroh gewonnen wurde, wurde bei Fraunhofer UMSICHT entwickelt. Allen erzeugten Bio-Kraftstoffkomponenten ist dabei gemein, dass sie als Beimischungen zu schwefelarmen fossilen Kraftstoffen angewendet werden sollen, sodass die erzeugte Mischung in einer späteren Nutzung an Bord allen geltenden Normen entspricht und direkt ohne weitere technische Adaptierungen verwendet werden kann. Um hierfür den Nachweis zu führen, sollen im Kraft- und Schmierstofflabor der Universität Rostock umfangreiche Analysen und Langzeittests der sogenannten »Blends« erfolgen. Die aussichtsreichsten Kandidaten sollen dann an einem repräsentativen Einzylinder-Forschungsmotor hinsichtlich Wirkungsgrad und Emissionsverhalten im Vergleich zu etablierten Marinekraftstoffen – wie MDO und HFO – erforscht werden. Die Anwendung in einem Realversuch an Bord eines Schiffes unter Begleitung der Motorenforscher könnte das Ziel eines Folgevorhabens sein. Analyse zu Absatzmärkten Projektbegleitend werden unter der Federführung des ifeu ökologische und ökonomische Nachhaltigkeitsbewertungen vorgenommen. Darüber hinaus werden Biomassepotenziale und Absatzmärkte analysiert, rechtliche Rahmenbedingungen untersucht und Ansätze für den Weg in eine privatwirtschaftliche Realisierung des PyroMar-Ansatzes erarbeitet. Die Kraftstoffe der Zukunft spielen auch auf der im September erneut stattfindenden Rostocker Großmotorentagung eine zentrale Rolle. Auf dem noch langen Weg der Energiewende im maritimen Bereich können biobasierte Anteile bereits in wenigen Jahren signifikante CO2-Reduktionen ermöglichen, welche den Schiffsbetreibern attraktive Anwendungsoptionen bieten werden. Autor: Karsten Schleef Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren Universität Rostock SDC183x30_2020.qxp_SDC 18.02.20 14:46 Seite 1 1 2 3 4 ship desigN & coNsult gmbh info@shipdesign.de www.shipdesign.de A B N a v a l a r c h i t e c t u r a l c o N s u l t a N t a N d c a l c u l a t i o N s e r v i c e s Services - Efficiency optimisation - Draught increase calculation - Lightship surveys - Stability calculation Design - Custom made concept designs - Feasibility studies - LNG driven vessels - Scrubber refit Construction - FEM strength calculation - Steel construction - Sea fastening - Conversions 52 HANSA – International Maritime Journal 03 | 2020

Hamburg, Schiffstechnik 28 April | Ship Technology 2020 Hamburg, 28 April 2020 Hamburg, 28 April 2020 Listen, Learn, Network Digital Ship’s Maritime CIO forum in Hamburg on April 28th, our 16th annual Hamburg event, reviews the latest development in practice and technology to help maritime companies add value to their operations. Many maritime digital technology debates end up between two poles – people who believe that all the answers you need can be found in data and digital technology, and people who believe that a phone call to the captain can tell you more than any software ever can. Hamburg, 28 April 2020 SILVER SPONSORS The right answer – as ever – is somewhere between these poles. And where else to work out where that is than Hamburg, which is both a centre for high technology and digital startups, and home of some of the most longest established, successful, and dare we say traditional, shipping companies? BRONZE SPONSOR Topics we expect to cover at this year’s maritime CIO forum include: • How the role of maritime IT department changing – from more of a technical role to a project management role LUNCH SPONSOR • Understanding the changing cybersecurity threat – is it still best kept at bay with “housekeeping” such as regular patching and access / password management? • Digital transformation projects – success stories about what has worked • Advanced technology – satellite communications, software, sensors / IOT, analytics – where are companies finding value? PROMOTIONAL SPONSORS , 28 April 2020 Search for The Digital Ship @TheDigitalShip Search for The Digital Ship HANSA – International Maritime Journal 03 | 2020 www.hamburg.thedigitalship.com 53

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