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HANSA 03-2020

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Finanzierung | Financing

Finanzierung | Financing Angebot vs. Nachfrage: Passen Industrie und Start-ups zusammen? © theDOCK fe von 43 Unternehmen aus der Hafen-, Schifffahrts-, Schiffstechnik- und Logistikbranche den Angeboten von »einigen hundert« Start-ups gegenübergestellt. Das Ergebnis: Logistik und Transport-Wertschöpfungskette wurde als die wichtigste Nachfragekategorie genannt. Das trifft sich mit den Start-up-Angeboten, bei denen diese Kategorie ebenfalls führt. Anders sieht es in der Kategorie »Umwelt« aus. Während sie bei der Industrie auf Rang 3 liegt, erreichte sie bei den Startups, die sich mit Umweltproblemen befassen, »nur« Rang 6, so Carmeli. Eine Variante neben dem »klassischen« Investoren-Geschäft ist die Gründung eigener Investment-Vehikel durch Schifffahrtsunternehmen. Die Hamburger Gruppe Bernhard Schulte oder Zeaborn aus Bremen sind diesen Weg gegangen. Göthel sieht das prinzipiell positiv, zumindest so lange, wie man den Startups ihre unternehmerische Freiheit lässt: »Wenn man von vornherein vorhat, das Projekt in die Konzernstruktur einzubinden, funktioniert das Investment-Vehikel nicht. Diese Corporate Venture-Fonds sollten unabhängig sein und das zur Verfügung stehende Geld als Risikokapital sehen.« Zudem stellt sich die Frage, ob sich bei einer möglicherweise nötigen zweiten Kapitalrunde ein weiterer Investor nicht davon abschrecken lässt, dass ein anderer Akteur – unter Umständen sogar ein Konkurrent – bereits an Bord ist. »Natürlich ist Corporate Venturing gut, weil es Geld bringt. Wenn man ein Investment von einem Venture-Capital-Fonds oder einem Investor bekommt, ist man aber sicherlich etwas freier«, so Göthel. Wer kriegt was für wie viel? Hat man prinzipiell zueinander gefunden, steht eine ganz wichtige Entscheidung für das Start-up an: Für wie viel Geld gebe ich wie viele Anteile ab? Hier spielt die Herangehensweise des Investors erneut eine Rolle. Professionellen Investoren aus dem Bereich Venture Capital ist bewusst, dass es keine sichere Anlage, sondern mit hohen Risiken verbunden ist, Geld in ein Start-up zu geben und dass es frei handeln muss. Sie wollen zwar oft Informationsrechte. Aus dem Alltag halten sie sich jedoch heraus, auch weil sie sich gar nicht um das Tagesgeschäft jeder Beteiligung kümmern können. »Dies vertraglich einzubinden, die Freiheit auf der einen Seite und die Kontrolle auf der anderen Seite, kann eine Herausforderung sein, wenn es darum geht, die Zusammenarbeit zu fixieren«, sagt der Hamburger Jurist. Die Verteilung der Anteile für ein Investment X hängt von der konkreten Bewertung des Unternehmens ab. Gerade bei Start-ups ist das mitunter gar nicht so einfach. Den Jung-Unternehmern rät Göthel: »Am Anfang nicht zu viele Anteile abgeben. Denn dann fehlen möglicherweise Anteile in einer folgenden Kapitalrunde, um sie den großen Investoren anzubieten.« Schrumpft der eigene Anteil unter 50%, kann man unter Umständen nicht mehr selbst gestalten. In der Regel übernehmen »Business Angels«, die klassischerweise zwischen 100.000 und 500.000 € investieren, zwischen 2 und 5%, erst später werden auch schon mal Tickets zu 10, 15 oder 20% herausgegeben. Ein Scheitern einer Zusammenarbeit im Rahmen der Vertragsverhandlungen liegt seiner Erfahrung nach weniger in der klassischen Due Diligence begründet. Vielmehr könne es sein, dass es unterschiedliche Preis- und Bewertungsvorstellungen gibt. »Wenn man diesen Punkt erst geklärt hat, sind die Vertragsverhandlungen selten das, woran es scheitert. In der Regel findet man einen Weg«, sagt Göthel. Im Zweifel kann man auch eine Staffelung vereinbaren. Zum Beispiel bekommt ein Investor häufig schon den Anteil den er haben möchte, zahlt aber später das Geld, wenn etwa bestimmte Ziele wie die Marktreife eines Produkts oder eine bestimmte Anzahl an Kunden erreicht sind. Eine Frage der Kompromissfähigkeit… n 16 HANSA – International Maritime Journal 03 | 2020

Finanzierung | Financing ................................................................. NEU Howard Kramer ................................................. rolling stones Never Stop Rocking Hardcover • 25 x 29 cm • 272 Seiten zahlr. Farb- und S/W-Fotos E (D) 34,95 • ISBN 978-3-7822-1354-7 Robert Scott ................................... abba Alle Songs und ihre Geschichten Hardcover • 18,5 x 23,7 cm • 176 Seiten zahlr. Farb- und S/W-Fotos E (D) 24,95 • ISBN 978-3-7822-1362-2 Als vier Schweden Anfang der 70er-Jahre ihre Initialen zusammenlegten, konnte niemand ahnen, dass der neue Name zum Inbegriff feinster Popkultur werden würde. Ein gutes Jahrzehnt lang dominierten ABBA die Charts, die Discos und unzählige Parties. Nach der Trennung des Quartetts war die Erfolgsgeschichte jedoch keineswegs beendet. Befeuert vom Musical und dem Film Mamma mia, begeistert die Musik von ABBA heute wieder Millionen Fans. • ABBA – Alle Songs und ihre Geschichten zeichnet die faszinierende Geschichte der Ausnahmeband Song für Song nach, von preisgekrönten Platin-Hits bis hin zu weniger bekannten Songs. Komplettiert wird diese Zeitreise durch viele, teils bisher unbekannte Fotos. John Blaney ................................................. john lennon Mit einem Vorwort von Yoko Ono Lennon Hardcover • 25 x 29 cm • 272 Seiten zahlr. S/W-Fotos E (D) 34,95 • ISBN 978-3-7822-1355-4 AUTO • FOTOGRAFIE • GENUSS • GESCHICHTE • HAMBURG • KALENDER • KREUZFAHRT • KUNST • MUSIK • REISE • SCHIFFFAHRT • TECHNIK ........................................................................................................................................................................... HANSA – International Maritime Journal 03 | 2020 koehler-books.de 17

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