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HANSA 03-2017

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Schiffstechnik | Ship

Schiffstechnik | Ship Technology Brandschutz-News ROTTERDAM Falck plant neues Sicherheitszentrum Falck, ein Sicherheit und Sicherheitstrainings spezialisiertes Unternehmen, will in Rotterdam im Bereich der Maasvlakte ein neues Trainingszentrum errichten. Der künftige Standort befindet sich nur einige hundert Meter östlich des bestehenden Schulungszentrums. Ende Januar wurde mit dem Rotterdamer Hafenbetrieb ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Ziel sei es, ein internationales Sicherheitswissenszentrum für öffentliche und industrielle Feuerwehren sowie für die Offshore-, maritime und Windindustrie zu entwickeln. Das neue Zentrum soll auf einer mehr als 1 ha großen Fläche entstehen. Damit sei es größer als der aktuelle Standort, so Falck. Zudem soll es nach den neuesten Standards für Technologie, Umwelt, Arbeitshygiene und Sicherheitstechnologien konzipiert und gebaut werden. Dies betreffe beispielsweise die Felder Virtual Reality, Störfallkontrolle und Krisenmanagement. Es seien zwei Grundprinzipien festgelegt worden: Zum einen sollen interaktive und realistische Erfahrung ausgetauscht und Wissen und Praxis zusammengeführt werden. Zum anderen soll das neue Trainingszentrum ein Feldlabor für Forschung und praktische Experimente beinhalten. Das Leitprinzip für die Gestaltung der Ausbildungseinrichtungen orientiere sich an den Wünschen und Bedürfnissen der nationalen und internationalen Kunden. Falck will nach eigenen Angaben seinen derzeitigen Standort verlassen, da der Mietvertrag im Frühjahr 2018 ausläuft. Dadurch habe sich die Möglichkeit ergeben, ein neues Sicherheitszentrum zu entwickeln, so die Niederländer. Der Rotterdamer Hafenbetrieb, der für Entwicklung und Betrieb des Hafenbereichs verantwortlich ist, stehe hinter dieser Entscheidung und habe seine vollständige Unterstützung zugesichert. Das neue Ausbildungs- und Forschungszentrum soll im Frühjahr 2018 fertiggestellt werden. Nachdem Falck bereits 1985 unweit des heutigen Standorts ein großes Ausbildungszentrum für Feuerwehr, Industrie, Offshore- und die Schifffahrtsindustrie errichtet hatte, wurde eine Partnerschaft zwischen dem Hafen Rotterdam, Smit Internationale und den niederländischen Sicherheitsdienstleistungen (Nederlandse Veiligheidsdienst) geschlossen. Der nunmehr unterzeichnete Vertrag sei die Fortsetzung dieser Partnerschaft. M Quelle: Falck Visit us at the Seatrade Cruise Global DRAHTSEILWERK GmbH Auf der Bult 14 –16 · 27574 Bremerhaven T +49 471 93189-0 · F +49 471 93189-39 mail@drahtseilwerk.de · www.drahtseilwerk.de FEUERSCHUTZTÜREN Podszucks Klapptüren bestehen Brandtest Insbesondere auf Yachten aber auch auf Kreuzschiffen und Fähren steigt die Nachfrage nach leichteren und dünneren feuerbeständigen Türen. Das auf diesem Gebiet aktive Unternehmen Podszuck hat jüngst seine neueste Generation einflügeliger A-60-Klapptüren entwickelt und erfolgreich einem Brandtest unterzogen. Dem Hersteller zufolge haben die 1,18 m breiten und 2,20 m hohen Türen nur noch eine Dicke von 46 mm und wiegen nur 33 kg pro m2 Türblatt. Die neuen Produkte werden Podszuck zufolge auf Yachten, Fähren, Kreuzfahrt- und Flusskreuzfahrtschiffen eingebaut. Darüber hinaus ist eine neue A-30-Tür erhältlich. Diese noch größere Tür hat eine maximale Breite von 1,35 m bei einer Höhe von 2,53 m. Die Türfläche liegt bei maximal 2,85 m2. Alle Türentypen sind in unterschiedlichen Schwellen- und Zargenausführungen sowie mit verschiedenen Oberflächen erhältlich. Die Standardvariante sei verzinkt und grundiert, optional könnten die Türen aber auch aus rostfreiem Stahl, laminiert, folienbeschichtet oder lackiert geliefert werden. Darüber hinaus gebe es eine Vielzahl an Schlössern, Beschlägen und Türschließern, aus denen die Kunden wählen könnten, so Podszuck. M 78 HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 3

Schiffstechnik | Ship Technology Intelligent durch »smarte« Verdrahtung In Zeiten von Maritim 4.0 und Big Data wird es auch für Maschinenbauer immer wichtiger, ihre Systeme bereit für das »Internet of Things« (IoT) und damit zukunftssicher zu machen. Doch wie können Komponenten selbst intelligenter werden? Der Begriff »Maritim 4.0« geistert bereits seit einiger Zeit durch die maritime Industrie. Gemeint damit sind die Vorteile, die durch die Erfassung und Auswertung zusätzlicher Daten entstehen. Diese Datengenerierung ist das Ergebnis der fortschreitenden Digitalisierung von Prozessen und der Anwendung moderner Kommunikationsmöglichkeiten. Der damit verbundene unmittelbare Zugang zu Echtzeitinformationen kann sowohl zur Optimierung von Betriebsabläufen wie auch zur Erhöhung der Betriebssicherheit verwendet werden. Damit erschließt sich für Reeder in Zeiten niedriger Frachtraten und Überkapazitäten die Chance, die Effzienz ihrer Flotten zu verbessern. Dabei ist die Anwendung nicht auf Neubauten begrenzt. Auch im Rahmen von Retrofits können diese Technologien eingesetzt werden, um neue Informationen für die Bereiche Monitoring, Instandhaltung und erweiterten technischen Support für Crews bereitzustellen. Eine Möglichkeit hierzu liefert das intelligente Verdrahtungsund Kommunikationssystem SmartWire- DT von Eaton, das im Rahmen der SMM 2016 von DNV GL das Type Approval erhielt. Maritim 4.0 und Big Data erfordern ein Umdenken bei allen Beteiligten und eine Fokussierung auf Automatisierung. So auch bei Maschinenbauern, für die es immer wichtiger wird, auf Komponenten und Lösungen zu setzen, mit denen sie ihre Systeme IoT-ready und damit zukunftssicher machen können. Dafür sind die erfolgreiche Weiterentwicklung der Geräte und die Auseinandersetzung mit der Anwendung selbst entscheidend. Basis hierfür ist das Vorhandensein von lokaler Intelligenz und die Möglichkeit zur Kommunikation. Mit Blick auf die Platz- und Kosteneffzienz müssen Komponenten also selbst intelligenter werden, ohne zusätzliche Sensoren oder Messwandler für die Bereitstellung zusätzlicher relevanter Informationen zu benötigen. Ein Beispiel für so eine Komponente ist beispielsweise ein Motorschutzschalter, der Abweichungen in der Stromaufnahme des Motors erkennt, diese Information mit anderen intelligenten Komponenten austauscht und – je nach Art und Größe der Abweichung – eigenständig Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebes einleiten kann. Gelingt es, in der Feldebene mit kommunikationsfähigen, intelligenten Geräten ein durchgängiges System zu schaffen, das Daten sammelt, analysiert und eigenständig auf anstehende Probleme reagieren sowie geforderte Informationen auf Anfrage bereitstellen kann, dann bieten sich Reedern und Schiffsingenieuren neue Möglichkeiten, die Effzienz zu steigern, die Fehleranfälligkeit und Ausfallzeiten von Maschinen und deren Einzelkomponenten zu reduzieren. Mit SmartWire-DT, einem intelligenten Verbindungssystem auf Gerätebene, gehört Eaton zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Es ermöglicht die Anbindung von einfachen Komponenten wie Schaltgeräten, die bisher von vernetzten Automatisierungsarchitekturen meist ausgeschlossen und noch konventionell verdrahtet waren, obwohl sie zum Beispiel in der Antriebstechnik und im Schaltkreisschutz wichtige Funktionen bekleiden. Darunter fallen Befehls- und Meldegeräte, Schütze und Motorschutz-, Soft-, Drehzahlstarter, Frequenzumrichter, Leistungsschalter, aber auch hydraulische Komponenten wie Ventile. Da alle Komponenten miteinander über eine Kommunikationsleitung verbunden sind, sinkt der Verdrahtungsaufwand mit SmartWire-DT im Vergleich zur klassischen Verdrahtung, da die bisher notwendige aufwendige Punkt-zu-Punkt- Steuerverdrahtung entfällt. Bis zu 99 Teilnehmer lassen sich so über einer Länge von bis zu 600 m vernetzen. Der Aufwand für Planung, Projektierung, Verdrahtung, Inbetriebnahme und Wartung kann so um Daten können direkt an ein übergeordnetes Leitsystem übermittelt werden bis zu 85% reduziert werden. Das offene System von SmartWire-DT ermöglicht den Anschluss über Gateways an alle üblichen Feldbus-Systeme wie Modbus-TCP und EthernetIP, sodass relevante Daten direkt an ein übergeordnetes Leitsystem übermittelt werden. Ganz ohne Gateway können SmartWire-DT Netzwerke an moderne HMI/PLC mit Multitouch-Technologie angeschlossen werden. Über spezielle Wireless-Router können Daten über ein WLAN-Netzwerk befugtem Personal an Bord über den Computer, Smartphone oder Tablet zugänglich gemacht werden. Dieses kann so Daten einsehen, auswerten und bei Bedarf manuell in die Steuerung eingreifen. Bei dauerhafter Internetanbindung über Satellit ist die Remote-Steuerung und Analyse auch von Reedereitechnikern, die sich nicht auf dem Schiff befinden, denkbar, um ungelernte Kräfte an Bord gezielt zur Fehlerbehebung anzuleiten. Auch wenn die autonome Schifffahrt noch ein paar Jahre benötigt – ein intelligentes Verbindungssystem auf Geräteebene im Zusammenhang mit Maritim 4.0 und Big Data ist der erste notwendige Schritt. Autor: Sebastian Kuster Product Manager Marine Automation bei Eaton Electric sebastiankuster@eaton.com Foto: Eaton HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 3 79

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