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HANSA 02-2022

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SCHIFFFAHRT | SHIPPING meer, aber auch in den führenden Containerhäfen Antwerpen (20 % am Antwerp Gateway Terminal) und Rotterdam (35 % am Euromax-Terminal). Alternativ können sich die Umfrageteilnehmer zwei Szenarien vorstellen, wenn es doch zu einer Terminalbeteiligung kommt: Hierbei darf es nicht, wie offenbar bereits teilweise praktiziert, zu einer unterschiedlichen Besteuerung zwischen Terminals mit und ohne Reederbeteiligung kommen. Dieser Meinung schließen sich 23 % der Befragten an. 22 % der Befragten fordern, dass sich mindestens zwei unterschiedliche Carrier an einem Terminal beteiligen müssen, um ein Mindestmaß an Wettbewerb gewährleisten zu können. Nur 13 % haben auch mit einer kompletten Freigabe von Terminalbeteiligungen kein Problem. Cosco wird Partner am HHLA-Terminal Tollerort in Hamburg scher Unternehmen in kritische Infrastruktur in Deutschland einer parlamentarischen Erörterung im Bundestag und in der Bürgerschaft bedarf.« Für nicht wenige Hafenexperten gilt die Beteiligung als politischer Präzedenzfall und Türöffner für weitere Engagements von Cosco oder anderer staatsnaher chinesischer Logistikriesen, beispielsweise auch im deutschen Hinterland. Schon jetzt hält Cosco in Europa übrigens eine ganze Kette an Beteiligungen: Im Mittel- © HHLA Dockkapazitäten für Megaboxer Zurück zur fahrenden Flotte. Mit dem stark gestiegenen Orderbook kommen bis zum Jahr 2024 allein über 50 Großcontainerschiffe aus dem Segment über 23.000 TEU in Fahrt. Trotz immer längeren Docking-Intervallen zeigt sich, dass die Werftkapazitäten für Überholungen oder kurzfristige Reparaturen für Carrier in dieser Größenordnung knapp werden. Schon in einer früheren Untersuchung zu Megaboxern hatte MRP darauf hingewiesen, dass es zwar genügend Neubaukapazitäten, aber künftig zu wenige Docking- Möglichkeiten für die wachsende fahrende Flotte gibt. »Die Großdocks werden von den Werften in der Regel ausschließlich für den lukrativen Serienbau freigehalten – und nicht für Inspektionen oder Reparaturen«, meint Loges. Hier tut sich also ein wachsender Markt für die Schiffbauer auf. European and North American docking capacity for ships in excess of 23,000 TEU is still missing in 10 years time In recent weeks, several new mega-carriers with capacities well in excess of 23,000 TEU have again been ordered. Do you believe there is enough dock capacity for these new mega vessels? Europe 74% No Now In 10 years Now In 10 years 26% Yes No 54% 46% Yes Asia No 21% 79% Yes 93% No 7% Yes North America Middle East No 14% 86% Yes No 61% 39% Yes 69% No Yes 31% No 23% 77% Yes © MRP 24 HANSA – International Maritime Journal 02 | 2022

SCHIFFFAHRT | SHIPPING MRP wollte von den Teilnehmern der Umfrage wissen, wie sie die Werftkapazitäten für die fahrende und künftige Flotte (mit über 23.000 TEU) beurteilen, und zwar zum aktuellen Zeitpunkt und in zehn Jahren. Wenig überraschend: Schon heute gibt es nach Ansicht von fast 80 % der Befragten in Asien ausreichend Dockkapazitäten für Megaboxer. Und sogar 93 % gehen davon aus, dass dies spätestens in einem Jahrzehnt der Fall ist. Kapazitäten in Mittelost erwartet Große Erwartungen haben die Teilnehmer an die Region Mittlerer Osten: Noch ist ihrer überwiegenden Einschätzung nach (69 %) die Kapazität hier aktuell nicht ausreichend. Das könnte sich in zehn Jahren aber grundlegend gewandelt haben: Dann gehen mehr als drei Viertel der Befragten hier von einem der Nachfrage entsprechenden Angebot aus – ein enormer Zuwachs. Erstaunlicherweise erwarten die Teilnehmer auch für Europa Zuwächse beim Angebot. Während heute erst ein gutes Viertel von einem ausreichenden Angebot großer und freier Docks überzeugt ist, sind es für 2032 schon knapp die Hälfte. Auch in Nordamerika wird nach Ansicht der Umfrageteilnehmer das Serviceangebot für Großcontainerschiffe mit über 23.000 TEU im Laufe des kommenden Jahrzehnts ausgebaut werden. Marktberuhigung in Sicht Die Frage nach der Marktberuhigung bildete einen weiteren Schwerpunkt der aktuellen Umfrage: Eine Rückkehr zu annähernd »normalen« Marktverhältnissen, © Hutchison Ports Wie viele Mega-Boxer – hier die »Ever Ace« mit 23.992 TEU Kapazität, verträgt die Flotte? so Loges abschließend, »in Bezug auf Nachfrage, Kundenverhalten, Hafenverstopfungen oder Equipmentmangel erwarten fast 50 % der Teilnehmer für das zweite Halbjahr 2022 und ein knappes Drittel für das erste Halbjahr 2023.« Alle Ergebnisse der Umfrage unter https://maritime-research-partners.com/ maritime-snapshot »Maritime Snapshots« von HANSA und MRP Die jetzt vorgelegte Auswertung der Umfrage »Seven Questions on the red hot Container Market 2022« ist das zweite Ergebnis der exklusiven Kooperation von MRP und der HANSA. Beide Partner werden auch künftig gemeinsam Umfragen durchführen und veröffentlichen, um das aktuelle Stimmungsbild in der maritimen Branche zu besonderen Themen widerzuspiegeln. Basis für die Befragungen bildet der umfangreiche und hochkarätige Datenpool aus der internationale Schifffahrtsbranche von MRP, der um die wachsende Leserschaft der HANSA-Produkte ergänzt wird. Die Teilnehmer antworten grundsätzlich anonym und unter Wahrung strengster Datenschutzbestimmungen. Für Kunden aus der gesamten Bandbreite der internationalen maritimen Wirtschaft erstellt MRP vertrauliche Marktstudien und Analysen zur Entscheidungsfindung, um deren Performance zu verbessern. Umfangreiche Beratungsdienstleistungen, beispielsweise zu Markenauftritt und Finanzierung, ergänzen das Portfolio von MRP. HANSA – International Maritime Journal 02 | 2022 25

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