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HANSA 02-2021

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Kooperation HANSA & MRP · DNV GL · Hafen Hamburg · Port Hub · MPP-Marktbericht · 3D-Druck in der Schifffahrt · Interview IMO-Chef Lim · Maritime Future Summit · SMM Digital 2021

HÄFEN | Ports GREEN

HÄFEN | Ports GREEN PORTS ROTTERDAM Vopak prüft Landstromnutzung Die Bereitstellung von Landstrom ist eines der Kernthemen für den Rotterdamer Hafen. Die Landstromanlage an der Landzunge bei Rozenburg wird im ersten Quartal in Betrieb genommen, nun lässt auch Vopak Europoort diese Möglichkeit der Stromversorgung untersuchen. Vopak Europoort befindet sich in Höhe der Anlegestelle von Heerema auf der anderen Seite des Calandkanals. Die Heerema-Schiffe sind die ersten, die durch die Landstromanlage mit umweltfreundlicher Energie versorgt werden. Die Untersuchung von Vopak konzentriert sich auf die Sicherheit sowie die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit: Was wird zur Realisierung benötigt, was kostet es und was bringt es? Die Untersuchung soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein. PORT OF TYNE Schritte zur vollständigen Elektrifizierung eingeleitet Port of Tyne soll bis zum Jahr 2030 kohlenstoffneutral und bis 2040 zu einem vollelektrischen Standort entwickelt werden. Derzeit arbeiten die Briten an einem Programm zur Elektrifizierung, das die Umstellung der alten Materialumschlaganlagen von Diesel auf kohlenstoffarme Elektrizität beinhaltet. Nach Abschluss dieses Programms wird erstmals in einem britischen Hafen ein dieselbetriebener Liebherr-Hafenmobilkran auf vollelektrischen Betrieb umgestellt. Bestehende dieselbetriebene Drax-Hopper, die für den Schüttgutumschlag eingesetzt werden, werden ebenfalls elektrifiziert. Port of Tyne hat außerdem in eine neue Flotte von Elektrofahrzeugen, LED-Beleuchtung in allen Gebäuden und Anlagen und intelligente Energieüberwachungszähler investiert. Zudem gibt es ein Team, das das Potenzial für die Installation von Sonnenkollektoren auf Lagergebäuden prüft. VALENCIA Hafen tritt Klimainitiative bei Die Port Authority of Valencia (PAV) tritt dem World Ports Climate Action Program (WSPS) bei. Diese Initiative pflegt Synergien der Zusammenarbeit mit der International Association of Ports and Terminals (IAPH) und bringt zwölf der wichtigsten Häfen der Welt zusammen. Die PAV-Vertreter sind in vier der fünf WPCAP-Arbeitsgruppen vertreten: Effizienz, Politik und Governance, Energie für Schiffe und dekarbonisierte Terminals. Hierbei sind Initiativen wie die Roadmap »Green Hydrogen with H2Ports« hervorzuheben, ein Pilotprojekt für den Bereich Mobilität und Seeverkehr, das im Hafen von Valencia durchgeführt wird, um Wasserstoff in die Hafenlogistik einzubinden mit dem Ziel, die Umweltauswirkungen zu reduzieren. 84 HANSA – International Maritime Journal 02 | 2021

HÄFEN | Ports LONG BEACH Hafen wird ausgezeichnet Das Port of Long Beach Community Grants Program, eine mehr als 46 Mio. $ teure Initiative zur Bekämpfung der mit dem Warenverkehr verbundenen Umweltverschmutzung, ist mit Auszeichnungen des Los Angeles County und der US-Umweltschutzbehörde EPA geehrt worden. Beide Auszeichnungen – der Los Angeles County Green Leadership Award und der EPA Clean Air Excellence Award in der Kategorie Gregg Cooke Visionary Award – würdigen Innovationen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Luftqualität. Mit 175 Schifffahrtslinien, die Long Beach mit 217 Seehäfen verbinden, wickelt der Hafen jährlich ein Handelsvolumen von 170 Mrd. $ ab und unterstützt damit mehr als 575.000 Arbeitsplätze in Südkalifornien. HAMBURG Wasserstoffnetz kommt Der Hamburger Hafen bereitet die klimaneutrale Energieversorgung großer Industriebetriebe vor. Es geht um ein Wasserstoffnetz mit zunächst 45 km Länge südlich der Elbe, das bis spätestens 2030 einen Großteil der Industrieunternehmen mit »grünem« Wasserstoff versorgen soll. Hierfür könnten nach der Errichtung eines ersten Teils immer größere Strecken der bestehenden Erdgasleitungen umgenutzt werden, heißt es. Die städtische Gesellschaft Gasnetz Hamburg rechnet mit Investitionen von insgesamt knapp 90 Mio. € in den kommenden zehn Jahren. In der ersten Ausbaustufe bis 2030 könnten Industrieunternehmen im Netzgebiet angeschlossen werden, die heute für rund ein Drittel des gesamten Hamburger Erdgasverbrauchs stünden. Durch die Ablösung der Erdgasenergiemenge von derzeit jährlich rund 6,4 Terawattstunden mit »grünem« Wasserstoff könnte Hamburgs gesamter CO2-Ausstoß rechnerisch um 1,2 Mio.t sinken. BUNDESVERKEHRSMINISTERIUM Klima- und Umweltschutz wird gefördert Für die Förderprogramme »IHATEC II«, »Digitale Testfelder in Häfen« und »Modernisierung der Küstenschifffahrt« gibt es aus Berlin insgesamt 156 Mio. €. Aspekte des Klima- und Umweltschutzes sowie die Digitalisierung stünden im Fokus der neuen Förderaufrufe, teilte das Ministerium mit. Mit dem Förderprogramm für die Küstenschifffahrt würden erstmalig Innovationsimpulse und finanzielle Anreize zu einer Technologie-offenen Modernisierung in der Küstenschifffahrt gesetzt. Von 2021 bis 2024 stehen hierfür insgesamt 44 Mio. € zur Verfügung. Die übrigen Summen entfallen auf neu aufgelegten Programm »Digitale Testfelder in Häfen« (63 Mio. €) und auf IHATEC II (49 Mio. €). HANSA – International Maritime Journal 02 | 2021 85

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