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HANSA 02-2021

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Kooperation HANSA & MRP · DNV GL · Hafen Hamburg · Port Hub · MPP-Marktbericht · 3D-Druck in der Schifffahrt · Interview IMO-Chef Lim · Maritime Future Summit · SMM Digital 2021

Schifffahrt | Shipping

Schifffahrt | Shipping Offshore-Installation im Fokus Die Windindustrie ist für die MPP-Schifffahrt ein elementar wichtiger Markt. Doch nicht nur in puncto Verschiffung. Auf der Suche nach einträglichem Geschäft setzt nach der niederländischen Spliethoff-Gruppe nun auch Harren & Partner aus Bremen auf den Markt der Installation von Offshore-Windanlagen. H&P sicherte sich jetzt mit der »Wind Lift I« ein gebrauchtes Jack-up-Schiff für die Hamburger Heavylift-Tochter SAL, beziehungsweise für die eigens neu gegründete Gesellschaft SAL Renewables, die sich »auf die Offshore-Wartung und -Installation von Windkraftanlagen und den dazugehörigen Komponenten« fokussieren soll und in Bremen ansässig ist. Matthieu Moerman, Head of Projects bei SAL Renewables: »Die Megawatt-Kapazität von Windparks steigt ständig und alte Windparks müssen mit neuen Turbinen erneuert oder stillgelegt werden. Mit der »Wind Lift« I zielen wir nicht nur auf den Installations- und Wartungsmarkt, sondern auch auf die Stilllegung und Aufrüstung alter, bestehender Windparks.« Martin Harren, Geschäftsführer von Harren & Partner, erläuterte die Strategie hinter der Neugründung: »Die weltweite Nachfrage nach Energie ist höher als je zuvor, und es findet derzeit eine große Energiewende statt. Die Projekte, die sich aus diesem Wandel ergeben, sind entscheidend für unser Geschäft. SAL Renewables ist eine perfekte Ergänzung zu unserem etablierten Logistikgeschäft.« Die Spliethoff-Gruppe hatte hingegen wie berichtet einen Neubau in Auftrag gegeben. Die Niederländer setzen auf einen generell wachsenden Bedarf nach Installationstonnage. Experten untermauern diesen Ansatz: Das Beratungsunternehmen Rystad Energy hatte erst kürzlich die Schiffskapazität als Hauptengpass für die Entwicklung der Offshore-Windkraft identifiziert. Der Markt für Schiffe, die in der Lage sind, große Offshore- Windkomponenten zu installieren, wird durch die wachsende Nachfrage aus der globalen Entwicklungspipeline schnell überholt, zeigt die Analyse. Demnach wird die globale Flotte nicht ausreichen, um die Nachfrage nach 2025 zu befriedigen, was Raum für die Bestellung von mehr Spezialschiffen und Umbauten von Schwerlastschiffen für die Öl- und Gasindustrie schaffe. © Harren & Partner »Wir sehen große Chancen im US-Verkehr« Die Windenergieprojekte im Land gewinnen weiter an Dynamik [...] Sogar in den USA, wo in den letzten vier Jahren ein großer Lärm um die Unterstützung der fossilen Brennstoffindustrie gemacht wurde. Es scheint, dass die Pandemie die Unterstützung für Windenergieprojekte nicht beeinträchtigt hat, auch wenn sich einige Projekte verschieben. Bei AAL haben wir in unser Flottenprofil und unsere globale Infrastruktur investiert. Unsere Mega-MPP-Schiffe sind ideal für den Transport von sehr langen Windtürmen und -blättern, die kleinere MPP-Schiffe schlicht nicht auf wirtschaftliche Weise transportieren können Michael Morland, General Manager Americas, AAL shipping SPEAKERS’ CORNER Lesen Sie den kompletten Kommentar vonMichael Morland in unserer »Speakers’ Corner« auf www.hansa-online.de MPP-Raten klettern über 7.000 $ Weit entfernt vom Höhenflug in der Containerschifffahrt bleiben die Charterraten für MPP-Schiffe zu Beginn des Jahres im positiven Trend. Die Werte des Vorjahres aber bleiben unerreicht. Der Toepfer Multipurpose Index weist eine Durchschnittsrate von zuletzt 7.005 $/Tag für Schiffe mit 12.500 tdw aus. Das liegt zwar nur leicht mit 74 $ über dem Dezember- Wert, wurde aber zuletzt im März 2020 vermeldet. Gerade im letzten Monat des Vorjahres hatte es mit einem Zuwachs von mehr als 200 $/Tag einen ordentlichen Push nach oben gegeben. Grund war die hohe Nachfrage nach Tonnage vor den Feiertagen und ein Mangel an Leercontainern weltweit. Das hatte dazu geführt, dass sowohl von Linienreedereien als auch von Verladern vermehrt MPP-Tonnage für Containertransporte eingechartert wurden, um den Bedarf zu decken. Verglichen mit dem Vorjahr hat dieses Schifffahrtssegment - anders als die Containerschifffahrt - allerdings weiter immensen Nachholbedarf. Denn die Durchschnittsraten liegen noch immer fast 400 $ unter den Januar-Preisen aus 2019. Vorerst könnte es aus der Containerschifffahrt weitere Impulse für die MPP-Branche geben. »Wir erwarten, dass die Erholung in den kommenden Monaten andauern wird«, heißt es bei Toepfer Transport. 76 HANSA – International Maritime Journal 02 | 2021

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