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HANSA 01-2018

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Letzte Seite »USS Fitzgerald« – das Pannenschiff Bei klarem Wetter ist am 17. Juni 2017 der amerikanische Zerstörer »USS Fitzgerald« etwa 100 km südwestlich der Stadt Yokosuka, rund 12 sm vor der Izu-Halbinsel, mit dem Containerfrachter »ACX Crystal« kollidiert. Das 220 m lange Containerschiff traf den 154 m langen »Guided Missile Destroyer« der Arleigh-Burke-Klasse hart an Steuerbord unterhalb der Brücke. Ober- und unterhalb der Wasserlinie kam es zu erheblichen Schäden, Wasser drang ein, insgesamt wurden drei Schotten geflutet. Betroffen waren auch zwei Schlafräume für insgesamt 116 Personen. Sieben Seeleute waren dabei eingeschlossen worden und konnten nur noch tot geborgen werden. Die 20 Mann Besatzung an Bord der »ACX Crystal« blieb dagegen unversehrt. An dem 2.800-TEU- Schiff entstanden nur leichte Schäden am Bug. Das unter philippinischer Flagge fahrende Schiff ist von der japanischen Reederei NYK gechartert. Anfang November veröffentlichte die US Navy ihren Untersuchungsbericht und ging darin hart mit den Verantwortlichen ins Gericht. »Fehlverhalten, Unwissen und Selbstüberschätzung der Schiffsführung« hätten zur Kollision geführt, die Untersuchung habe vielfaches Versagen der Wachhabenden offengelegt, so der Chief of Naval Operations (CNO), Admiral John Richardson. Der Unfall sei das Ergebnis einer Aneinanderreihung kleiner Fehler, die letztlich zu einer Missachtung sauberer navigatorischer Praxis geführt hätten. Die Wache der »USS Fitzgerald« habe etablierte Normen des grundlegenden Kontaktmanagements missachtet, die Schiffsführung habe darin versagt, einer ebenfalls etablierten Kollisionsvermeidungsroutine zu folgen. Obendrein sei sie in einer Situation abwesend gewesen, in der ihre Erfahrung, Anleitung und ihr Vorbild gebraucht worden seien. Beim Versuch, den havarierten Zerstörer Ende November auf das Dockwise-Schiff »Transshelf« zu verladen, kam es zu einer erneuten Havarie. Während des Eindockens verursachte eine Stahlstruktur an Deck der »Transshelf« zwei Risse im Rumpf der »USS Fitzgerald«. Der Vorfall ereignete sich vor Yokosuka, wo der Zerstörer in tieferes Wasser geschleppt worden war, um das Eindocken zu ermöglichen. Für das Kriegsschiff ging es anschließend wieder in den Hafen von Yokosuka, um die Schäden zu reparieren. Erst am 9. Dezember konnte der Transport zur US-Werft Huntington Ingalls Industries in Pasacagoula, Mississippi, starten. Erste grundlegende Arbeiten waren in den vergangenen Monaten bereits in Yokosuka erledigt worden, etwa die Leerung der Tanks und das Herunterfahren der Bordsysteme. fs Quelle: US Navy 74 HANSA International Maritime Journal – 155. Jahrgang – 2018 – Nr. 1

(Foto: NATO) Sicherheitspolitik · Streitkräfte · Rüstung · Wehrtechnik · Logistik · IT · Öffentliche Sicherheit Europäische Sicherheit & Technik Die führende Monatszeitschrift für Sicherheitspolitik und Wehrtechnik ES&T Österreich a 9,20 · Benelux a 9,30 · Schweiz sFr. 16,00 Europäische Sicherheit &Technik 8,30 a • D 6323 E 11/2017 E u r o p ä i s c h e S i c h e r h e i t · S t r a t e g i e & T e c h n i k Überzeugen Sie sich von unserem Informationsangebot und testen Sie Europäische Sicherheit & Technik Fordern Sie ein kostenloses Probeheft an: info@mittler-report.de · Fax: 0228 / 35 00 871 Wirksysteme des Heeres Koalitionsverhandlungen Wie könnte die Sicherheitspolitik eines „Jamaika“-Regierungsbündnisses aussehen? Strategischer Lufttransport SI C H E R H E IT & P O L ITIK Die verfügbaren Kräfte und Mittel drohen an ihre Grenzen zu kommen. Im Interview: Frank Haun und Stéphane Mayer, Co-CEOs der KNDS Group Der Klimawandel und seine sicherheitspolitischen Dimensionen Susanne Dröge Deutschlands Marineindustrie Kapazitäten, Kompetenzen, nationaler Bedarf, Exportmärkte und Perspektiven Die jüngsten Hurrikane in den USA „Harvey“ und „Irma“ haben erneut Jahresabonnement E 78,00 zzgl. 11,50 € Versandkosten (Inland) Ermäßigtes Jahresabonnement E 58,00 (Angehörige und Dienststellen der Bundeswehr, Reservisten, Schüler, Studenten, IDLw-, GSP- und DWT-Mitglieder) zzgl. 11,50 € Versandkosten (Inland) D a eine Reihe von Staaten des ehemaligen WP in der Folge der NATO beitraten, glaubte man, der Landesverteidigung einen geringeren Ste lenwert einräumen zu können. Im Vordergrund stand nunmehr für viele westeuropäische Staaten die Teilhabe an der globalen Sicherheitsvorsorge. Dieser neue Aufgabenschwerpunkt führte in der Folge zu einer Umorientierung bei dem Ausrüstungskonzept, insbesondere bei den Landstreitkräften. Hier wurde der Fokus auf den Ausbau der mittleren und leichten Kräfte gelegt auf Kosten der schweren Kräfte. Für die bevorstehenden Auslandseinsätze so lten die Elemente der leichten und mittleren Kräfte vorrangig im strategischen Lufttransport in die Einsatzregionen verlegt werden können. Für den strategischen Lufttransport waren vor allen Dingen Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 35 bis 40 t geeignet. Um bei den notwendigen Neuentwicklungen und Neubeschaffungen die Lebenswegkosten zu minimieren, entscheiden sich viele Staaten für die Einführung von geschütz- ten und gepanzerten Radfahrzeugen. Aufgrund der zu erwartenden Einsatzprofile bei den Auslandseinsätzen schienen gepanzerte Radfahrzeuge auch die optimale Lösung zu sein, da diese Einsatzspektren u.a. eine hohe operative Beweglichkeit bei gleichzeitig relativ geringem logistischem Aufwand erforderten. Gleichwohl waren bei der Auslegung der Fahrzeuge auch die Aspekte der Wirksamkeit (Feuerkraft) und des Schutzes zu beachten. In dem folgenden Beitrag so len die besonderen Randbedingungen betrachtet werden, die bei der Integration verschiedener Waffenarten in gepanzerte Radfahrzeuge zu beachten sind. Randbedingungen für eine Waffenintegration So len gepanzerte Radfahrzeuge in Deutschland am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, so müssen grundsätzlich die Vorgaben der StVZO beachtet werden. Dies gilt z. B. für die maximal zulässigen Achslasten. So würde für ein 8x8-Fahrzeug das maxima- RÜSTUNG & TECHNOLOGIE Bewaffnungskonzepte für gepanzerte Radfahrzeuge Rolf Hilmes Die sicherheitspolitische Wende Anfang der 1990er Jahre nach der Auflösung des Warschauer Paktes (WP) hat für viele westeuropäische Staaten zu einer Neubewertung des Aufgabenspektrums ihrer Streitkräfte geführt. Waffenträger Shark bei Schießversuchen mit einer Zugrohrkanone Rh 105-11 SLR von Rheinmetall (1983). Es kam nicht zu einer Serienproduktion. November 2017 · Europäische Sicherheit & Technik F le Gefechtsgewicht bei 36 t (mit einer 9-t- Achse), bzw. bei 40 t (mit einer 10-t-Achse) liegen. Diese Gewichtsobergrenze setzt klare Grenzen für die Integration von großkalibrigen Flachfeuerwaffen, da eine Faustregel besagt, dass das Verhältnis Rückstoßimpuls/ Fahrzeugmasse (Nsec/t) den Wert 0,9 nicht übersteigen so lte. Daher muss die maximale Rückstoßkraft bei einer großkalibrigen Kanone auf ca. 20 t (für ein 25 t-Fahrzeug) begrenzt werden. Dieser Wert kann entweder durch Einsatz einer wirksamen Mündungsbremse, durch Verlängerung des Rücklaufweges oder durch Reduzierung des maximalen Gasdrucks (Reduzierung Ladungsraumgröße, bzw. Treibladungsgewicht) erreicht werden. Gewichtsprobleme können sich bei gepanzerten Radfahrzeugen bei Adaption sehr schwerer Türme (z. B. Arti leriegeschützmodul 14,5 t) ergeben. Muss ein solches 8x8-Radfahrzeug abgeschleppt (und am Bug angehoben werden), so führt dieser Zustand zu einer hoffnungslosen Überlastung der beiden hinteren Achsen. Weitere Begrenzungen der Abmessungen bei gepanzerten Radfahrzeugen können durch die Forderung nach Transportierfähigkeit auf der Eisenbahn vorgegeben werden. Dies betrifft bei Radfahrzeugen weniger die Gesamtbreite oder Länge, als vielmehr die Gestaltung der oberen Konturen des Aufbaus. Aufgrund der relativ ür VS-NfD braucht es eine Zulassung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Und für diese BSI-Zulassung braucht es eine aufgesetzte Hardware-Verschlüsselung. „Diese Hardware-Verschlüsselung muss unabhängig von dem Gerät sein“, beschrieb Dr. Christoph Erdmann, Geschäftsführer der Secusmart GmbH, gegenüber der Europäischen Sicherheit & Technik. „Jedes Tablet, Smartphone oder auch Laptop, das eine (Foto: Rheinmeta l) Tablet ist hierbei zwar der Namensgeber und Startpunkt, da die Grundsoftware a lerdings innerhalb der Samsung-Familie fast identisch ist, sind auch die Smartphones im Fokus des Unternehmens. Samsung bietet sich deshalb an – und wird auch von vielen anderen Herste lern genutzt – da dieses Unternehmen bei seinen mobile Devices ein getrustetes Operating System (OS) verwendet. „Wir brauchen für Sicherheitsapplikationen ein mit gewissen RÜSTUNG & TECHNOLOGIE Sichere zugelassene mobile Devices Dorothee Frank Bei der Bundeswehr besteht mittlerweile ein enormer Bedarf an mobilen Devices (Laptops, Tablets sowie Smartphones), die den heutigen Mindestanforderungen an Schutz genügen. Wobei zum Schutz einerseits die Aufklärungssicherheit (Einstufungen) und andererseits der garantierte Betrieb auch unter widrigsten Bedingungen (Ruggedized) gehört. Angesichts der aktuell im Betrieb befindlichen Geräte wäre oft ein VS- NfD (Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch) eine deutliche Steigerung in puncto Sicherheit. dann im Prinzip jeder sein eigenes draufbauen, oder das bestehende verändern.“ Bei der Secusmart-Lösung befindet sich die gesamte Kryptografie – also die Schlüssel und Verschlüsselung – auf der Karte, der Secusmart Security Card. Zudem authentisiert die Karte den VPN-Tunnel zur eigenen Infrastruktur. Das Samsung könnte also überhaupt nicht mit irgendwelchen Fremdinfrastrukturen kommunizieren, selbst wenn es mit Malware kompromittiert wäre. Durch den so genannten Wrapping-Ansatz, bei dem die Apps gewissermaßen in einen sicheren Mantel gehü lt werden analog der Sandbox, sind zumindest die so gekennzeichneten Funktionen ebenfalls nur mittels der Secusmart Security Card-nutzbar. Hierfür wird bei den Apps die System Library ausgetauscht, es lassen sich also fast a le Apps – Mail, Kalender usw. – derart umwandeln und in den direkt beim Kunden stehenden App-Store einste len. Die Apps gelangen nicht in den öffentlichen Google-Playstore, wo jeder sie runterladen, analysieren und dann „geupdatete“ Versionen hochladen könnte. ie Entscheidung ist getektur (SINA), die secunet im Auftrag des sung des Aus- Als Teil der Sicheren Inter-Netzwerk Archi- trotz Anpasfallen, das HK - BSI entwickelte, ist mit der SINA Workstation S ein für VS-NfD zugelassener Krypu m f a n g e s schreibungs- 416A7, die neueste Version der HK416-Familie Fähigkeiten aus dem Hause versehenes Heckler Android-Betriebs- & Koch, wurto-Client verfügbar, der auch in diversen mitten im Ver- VS-NfD-Zulassung anstrebt, muss also über ein externes Kryptotool, meistens einen de als system“, Nachfolger beschrieb des bei Erdmann. den Spezialkräften der vor aBundeswehr lem einen offenen, genutzten also G36KA4 einsehbaren, derem als Laptop und Tablet. von acht Monaten abgeschlos- Dieses müsse mobilen Formaten erhältlich ist, unter anfahren innerhalb Chip, verfügen.“ Das SecuTABLET, das im letzten Jahr die entsprechende BSI-Zulassung erhielt, nutzt hierfür die Secusmart Am 11. mit Januar garantiert 2017 (und brachte durch das das BAAINBw BSI geprüft) fentlichung für VS-NfD-Zulassungen des Teilnahmewettbewerbes teilte das BSI mit: ro le des Kommandos Spezialkräfte. A le ausgewählt. so genannten Secure Boot beinhalten, da-Der Beschaffungsvorgang, Zu den entsprechenden von Voraussetzungen der Veröfsen. Dies verdeutlicht die Sonder- Security Card, die in den SmartCard-Slot das Vorhaben werden könne, Sturmgewehr dass beim Spezialkräfte Start keine un-bibemerkt veränderten Vorgänge ablaufen. dung, wie von Ihnen angedeutet für den zur „Für Vertragsunterzeichnung, eine zulassungskonforme wurde Verwen- Prozessbeteiligten, Beschaffer und Indusdes Tablets oder Handys kommt. Die Lösung basiert auf der SecuSUITE, die unter Aus diesem Grund lehnt Erdmann auch Schutz von VS-NfD, sind u.a. die im Rahmen der Zulassung erste lten Einsatz- und anderem in dem bekannten (und durch Lösungen mit verändertem OS ab. „Die das BSI zugelassenen) Kanzlerphone eingesetzt wird. Für die SecuTABLET-Lösung ben getrustete OS. Wenn nun aber andere dieser Einsatz- und Betriebsbedingungen Herste ler der Smartphones und Tablets ha- Betriebsbedingungen umzusetzen. Ein Teil fand allerdings der Wechsel von den bisher Unternehmen, die beispielsweise Sicherheitslösungen anbieten, ein eigenes OS der festlegt, welche Version eines Produk- ist ein sogenannter Konstruktionsstand, preferierten BlackBerrys (Kanzlerphone) hin zu Samsung-Produkten (die Samsung aufspielen, dann ist das ein ungesichertes, tes zugelassen ist und im vorliegenden Fall Knox Tablets der Galaxy-Serie) statt. Das ungestrustetes OS. Und auf dieses OS kann auf welcher Hardware das Produkt verwen- Rocky im Einsatz bei der Bundeswehr: Das BAAINBw bestellte im Frühjahr 2016 ein Gesamtvolumen von über 11.000 gehärteten IT-Produkten beim badischen Spezialisten Roda für robuste Laptops. Das neue G95 mit dem B&T-Signaturdämpfer und einem EOTech-Rotpunktvisier 71 D R Ü S T UNG & T ECHNOLOGIE (Foto: roda) G95 – das neue Sturmgewehr Spezialkräfte Waldemar Geiger Ruggedized Tablets (Fotos: Archiv ES&T) November 2017 · Europäische Sicherheit & Technik Der modifizierte Handschutz ermöglicht einen schnelleren Zugang zur Gasabnahme. Sturmgewehr Spezialkräfte 51 S trategische Lufttransportoperationen dienen der Bewegung von Personal und Material zwischen dem Heimatland und einem Einsatzgebiet oder zwischen Einsatzgebieten. Sie umfassen: • die Verlegung oder Rückverlegung von Personal und Material, • die dafür ggf. erforderliche Luftbetankung, • den Transport von Versorgungs- und Hilfsgütern (z.B. bei der Versorgung eigener Kräfte oder im Rahmen der humanitären Hilfe) sowie • den Transport von erkrankten, verletzten oder verwundeten Personen aus dem Einsatzgebiet zu Versorgungseinrichtungen im Heimatland (Verwundetenlufttransport, Aeromedical Evacuation). In der Regel ist strategischer Lufttransport logistischer Lufttransport. Da es sich aber auch um die Projektion militärischer Macht B U N D E S W E H R & S T R E ITKRÄF T E I NTERNATIONAL Strategischer Lufttransport für die europäischen NATO-Partner Ulrich Renn P o l i t i k · S t r e i t k r ä f t e · W i r t s c h a f t · T e c h n i k titel_ES&T_11_2017_einzel.indd 1 24.10.17 08:50 Zu den verbesserungswürdigen militärischen Fähigkeiten der europäischen NATO-Partner gehört der strategische Lufttransport. Die Einsätze wie auch die humanitären Hilfeleistungen der letzten zwei Jahrzehnte haben gezeigt, dass die quantitativen und qualitativen Anforderungen an den Lufttransport leicht ein Ausmaß erreichen können, das die verfügbaren Kräfte und Mittel an ihre Grenzen führt. Kritische Fähigkeiten sind der Verwundetenlufttransport, die Luftbetankung und vor allem der Transport von sehr schwerem oder sehr großem Gerät. in ein Einsatzgebiet handelt, ist die Unterscheidung, ob e sich um einen Kampfeinsatz oder einen rein logistischen Einsatz handelt, nicht immer eindeutig zu treffen. Folglich entsprechen die Bedingungen, unter denen strategischer Lufttransport durchgeführt wird, im günstigsten Fa l denen des „normalen“ Luftverkehrs, im ungünstigsten stellen sie Anforderungen an Eine Boeing C-17 Globemaster III der Strategic Airlift Capability (SAC) Besatzung und Flugzeug, die denen eines Kampfeinsatzes gleichen. Die Größe der Lufttransportflotte sowie die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit der einzelnen Transportflüge sind bestimmend für das Ausmaß, in dem der strategische Lufttransport die Handlungsfähigkeit der Streitkräfte und letztlich der betroffenen Regierungen unterstützen kann. Sehr große Mengen (außer vie leicht bei Personal), Gewichte oder Volumina sind nicht die Stärke des Lufttransports. Auf diesem Gebiet sind Land- und Seetransport deutlich leistungsfähiger und auch kostengünstiger. Die Stärke des Lufttransports liegt in seiner hohen Reaktionsfähigkeit. Flugzeuge sind sehr schne l, können große Entfernungen oder Hindernisse auf der Erdoberfläche schnell und leicht überwinden und bei Bedarf auch unmittelbar Zugang zum Bestimmungsort des Transportgutes finden. Dies ermöglicht es, auf Eventualfälle schnell zu reagieren und Personal und Material so schnell zuzuführen oder auch zu evakuieren, dass die Auftragserfü lung optimiert und Verluste vermieden werden. Dazu kann es auch erforderlich werden, Gerät zu transportieren, dessen Gewicht oder Ausmaße die Lufttransportmittel vor große Herausforderungen stellen. 12 Europäische Sicherheit & Technik · November 2017 Die Organisationen D Angesichts der aktuellen Ausrüstung der europäischen Luftstreitkräfte ist nachvollziehbar, dass eine den gestiegenen quantitativen und qualitativen Anforderungen entsprechende Unterstützung strategischer Transporte mit den Mitteln einer einzelnen europäischen Nation allein zurzeit nur in einem sehr begrenzten Umfang möglich ist. Die Nationen haben sich daher zu einer Reihe von Kooperationen zusammengefunden, deren Ziel es ist, nationale Ressourcen durch Koordination (Pooling and Sharing) besser zu nutzen oder zusätzliche, gemeinsam genutzte Ressourcen bereitzustellen. Das Movement Coordination Centre Europe (MCCE) ist wie auch das European Air Transport Command (EATC) im niederländischen Eindhoven stationiert. Es so l dazu dienen, die Schwächen der europäischen Nationen auf dem Gebiet des strategischen Transports (Land-, Luft-, und Seetransport) dadurch zu verringern, dass die Effizienz im gesamten Spektrum des Transports Immer aktuell und zuverlässig informiert! November 2017 · Europäische Sicherheit & Technik ie Folgen waren auch bei diesen Stürmen verheerend: Todesopfer und hohe Sachschäden sind zu beklagen, öffentliche und private Katastrophenhilfe und die Versicherungswirtschaft geraten an ihre Grenzen. Allein der Schaden, den Hurrikan Harvey in Texas hinterlassen hat, könnte bis zu 180 Mi liarden US-Do lar betragen. Ein wirtschaftlich starkes Land wie die USA kann diese Folgen finanzie l und technisch stemmen. Viele andere Länder können dies nicht; so hatten Nepal, Indien und Bangladesch im August dieses Jahres über 2.000 Todesopfer durch einen ungewöhnlich starken Monsun zu beklagen und ringen mit den wirtschaftlichen Folgen der Fluten. Sicherheitspolitik und Klimawandel – was bisher geschah Der Klimawandel wurde aufgrund seiner Risiken für die menschliche Sicherheit schon 2006 als ein drängendes Thema für die Sicherheitspolitik identifiziert. 2006 nahm die damalige britische Außenministerin Margaret Beckett ihren Antrittsbesuch in Berlin zum Anlass, über grundsätzliche Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik zu sprechen, Sie bezog darin den Klimawandel als Herausforderung ein. Großbritannien hatte sich bereits beim G8-Gipfel 2005 in Heiligendamm als Vorreiter eines hochrangingen Engagements für die globale Klimapolitik profiliert. Den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat nutzten die Briten 2007 dann, um zum ersten Mal eine Debatte über die sicherheitspolitischen Folgen des Au to r Dr. Susanne Dröge ist Senior Fe low in der Global Issues Division der Stiftung Wissenschaft und Politik. vor Augen geführt, wie die Folgen einer kontinuierlichen Erderwärmung aussehen können. Aus bekannten Wetterphänomenen, auf die die betroffenen Regionen in der Regel seit Jahrzehnten eingestellt sind, werden unkontrollierbare Extremereignisse mit steigender Frequenz. 37 Klimawandels in diesem Gremium zu init ieren. In den letzten zehn Jahren haben sich einige Regierungen intensiv mit den Risiken des Klimawandels für ihre Sicherheit und die ihrer Bündnispartner oder jene fragiler Staaten befasst. Die Briten führen Risikoabschätzungen im Rahmen ihrer Verteidigungsstrategie durch, zuständig dafür sind die Experten des dem Verteidigungsministeriums zugeordneten Development, Concepts and Doctrine Centre. US-Sicherheitsexperten wurden 2007 von sechzehn Ex-US-Generälen und -Admirälen wachgerüttelt, die in einer Studie des Center for Naval Analyses (CNA) den Klimawandel als künftiges Risiko für die nationale Sicherheit einstuften. Dies war noch zu Zeiten von Präsident George W. Bush, der bekanntlich als seine erste Amtshandlung 2001 aus dem internationalen Klimaschutzabkommen, dem Kyoto-Protoko l, ausgetreten ist. Die US-Studie legte den Grundstein für intensive Untersuchungen der Klimawandelfolgen für das Gesamtgefüge der nationalen Sicherheit, bestehend aus politischen, militärischen und sozialen Elementen sowie militärischer Infrastrukturen und Sicherheitssysteme. Unter Präsident Obama, der sich in seiner zweiten Amtszeit für den internationalen Klimaschutz stark engagiert hatte, führte die US-Administration die gesamte Berichterstattung über den Klimawandel zusammen und auch die CNA aktualisierte 2014 ihre Studie. Sie kommt zu dem Schluss, dass Effekte, die bisher noch in scheinbar ferner Zukunft erwartet worden sind, sehr viel früher eintreten (siehe Harvey oder Irma) und somit auch nach Antworten der Sicherheitspolitik verlangen. Die sicherheitspolitischen Ursprünge der US-Klima-Debatte begründen auch, Europäische Sicherheit & Technik (ES&T) ist Anfang 2012 aus den traditionsreichen Fachzeitschriften Europäische Sicherheit (gegründet 1952) und Strategie & Technik (gegründet 1958) hervorgegangen. (Foto: U.S. Air Force) Das Sturmtief Harvey richtete Anfang September 2017 verheerende Schäden an der Südküste der Vereinigten Staaten an. www.esut.de Die 45°-Sicherungsarchitektur ist mit der in der Bundeswehr bewährten Sicherungsarchitektur des G36 vergleichbar. 58 Europäische Sicherheit & Technik · November 2017 G95 bzw. HK416A7 (Foto: Bundeswehr) Funktionsprinzip Kurzhub-Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss auf den Weg. Insgesamt fünf Waffenherste ler bekundeten ihr Interesse an der Kaliber 5,56 mm x 45 Ausschreibung, wobei nur Haenel, Heckler & Koch, Rheinmeta l/Steyr Mannlicher Magazinkapazität 30 Kadenz 850 Schuss/Minute und SIG SAUER jeweils fünf Produktmuster für die Prüfung durch die Wehrtechnische Rohrlänge 14,5 ’: 368 mm Dienstste le 91 in Meppen einreichten. Der Gesamtlänge (Schulterstütze aus/eingeklappt) HK416 14,5 ’: 893/797 mm fünfte Interessent, Colt Canada, reichte Gewicht (ungeladen) HK416 14,5 ’: 3.490 g keine Produktmuster ein. MITTLER REPORT VERLAG GMBH Baunscheidtstraße 11 · 53113 Bonn Telefon 0228/35 00 870 · Fax 0228/35 00 871 info@mittler-report.de · www.mittler-report.de INFORMATIONEN – HINTERGRÜNDE – MEINUNGEN

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