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HANSA 01-2017

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News FAHRRINNENANPASSUNGEN Neue Pläne und Termine für Elbe und Weser Das Bundesverkehrsministerium reduziert die geplante Weservertiefung. Der Abschnitt zwischen Brake und Bremen wird vorerst nicht ertüchtigt, sondern zu Gunsten »einer schnelleren und rechtssicheren Umsetzung« der beiden Projekte Außenweser (von See bis Bremerhaven) und der Unterweser Nord (Bremerhaven bis Brake) zurückgestellt. Im September hatte das Bundesverwaltungsgericht den Planfeststellungsbeschluss von 2011 in Teilen für rechtswidrig erklärt. Daraus zieht das Ministerium jetzt Konsequenzen. Insbesondere durch die geforderte Aufteilung sei die Überarbeitung der Unterlagen sehr aufwändig, heißt es beim Ministerium. Kurz nach dem Beschluss wurde auch ein nuer Zeitplan für die ebenfalls sehr umstrittene Elbvertiefung bekannt. Die Entscheidung zur Fahrrinnenanpassung soll nun am 9. Februar verkündet werden, nachdem im Dezember eine Anhörung von Befürwortern und Gegnern endete. Fest steht schon mal: Die Planer der Stadt Hamburg und der zuständigen Bundesbehörden müssen noch einmal nachbessern. So soll etwa auf gewisse Maßnahmen wie das Ausbaggern und Umlagern von Schlick im Frühsommer verzichtet werden – zugunsten der Umwelt. Streit gab es bis zuletzt um den erwarteten Tidehub und eine ausreichende Berücksichtigung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Der Ausgang des Verfahrens gilt daher weiter als offen. M FAULE SCHIFFSKREDITE HSH Nordbank rüstet sich für Verkauf Nachdem ein Großteil der Altlasten bei der Länderanstalt gebündelt worden waren, will die HSH Nordbank weitere Problemkredite abbauen und das Schifffahrts- Portfolio verkleinern. Für das Segment Shipping lag der Gesamtertrag im Dritten Quartal 2016 mit 102 Mio. € (2015: 109 Mio. €) nahezu auf Vorjahresniveau. Neugeschäft wurde im Jahresverlauf mit 200 Mio. € nur sehr selektiv eingegangen und im 3. Quartal gar nicht abgeschlossen. Die Shipping-Engagements der Kernbank seien weiter reduziert und teilweise der Abbaubank zugeordnet worden. Das Kreditvolumen liegt bei nur noch 7,1 Mrd. €. Mehr als 90 % der Kredite seien »performant«. Die Shipping-Altengagements aus AHRENKIEL/VOGEMANN Neues Joint Venture für Massengutschiffe Ahrenkiel Steamship und Vogemann führen ihre Aktivitäten im technischen Management von Massengutschiffen zusammen. Das Joint Venture Ahrenkiel Vogemann Bulk GmbH & Co. KG (AVB) betreut zum Start 14 Bulker mit einer Transportkapazität von zusammen rund 1 Mio.tdw, zusätzlich werden auch drei Schiffe der Hamburger KG Reederei Roth betreut. Der Schwerpunkt liegt derzeit im Supramax- und Panamax-Segment, soll jedoch auch um andere Größenklassen erweitert werden. M der Zeit vor 2009 seien größtenteils in der Abbaubank gebündelt und blieben problembehaftet, teilte die HSH mit. Der Transfer notleidender Kredite an die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein in Höhe von 5 Mrd. € war ein zentraler Bestandteil der Vereinbarungen zwischen den beiden Ländern und der EU-Kommission und eine Voraussetzung für den anstehenden Eigentümerwechsel. Erste Gespräche mit Interessenten wurden bereits geführt. Zu den potenziellen Käufern zählten chinesische Banken wie die Bank of China oder Finanzinvestoren wie Apollo und Lone Star. Der offzielle Veräußerungsprozess soll mit einer Verkaufsanzeige Anfang 2017 starten. M PORT PACKAGE EU-Parlament ist dem ZDS zu schnell Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat das Europäische Parlament für dessen »vorschnelle« Abstimmung zum Port Package kritisiert. Der Verband trage den Kompromiss mit, jedoch untergrabe die EU-Kommission diesen mit ihren Vorstößen zur staatlichen Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur. Im Sommer hatte man sich auf eine Kompromisslinie verständigt. Nun stelle die Kommission erneut Vorschriften zum Beihilferecht zur Debatte, die bereits mehrfach abgelehnt worden seien.M SCHIFFSBANKEN UniCredit vor Ausstieg aus Schiffsfinanzierung? Es brodelt in der Gerüchteküche, die UniCredit könnte ihr aus Hamburg heraus gemanagtes globales Schiffskreditgeschäft dichtmachen beziehungsweise verkaufen. Weder vom deutschen Hauptsitz München noch aus der Konzernzentrale in Mailand war eine Stellungnahme zu bekommen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass die Bank Marktgerüchte generell nicht kommentiere. Die UniCredit steht aufgrund hoher Belastungen durch faule Kredite vor allem Italien unter Druck und gehörte zu den Schlusslichtern im jüngsten EZB-Stresstest. Um Risiken abzubauen und die Bilanz zu stärken, veräußerte das Institut in den vergangenen Tagen bereits notleidende Kredite im Wert von circa 1,4 Mrd. €, eine Beteiligung an der polnischen Bank Pekao und ihre Vermögensverwaltungsgesellschaft Pioneer. mph MARENAVE Ernst Russ AG übernimt 22% Die iranische Reederei IRISL hat mit Hyundai Heavy Industries den Neubau zehn neuer Schiffe vereinbart. Der Auftrag hat ein Volumen von 700 Mio. $. Es ist der erste Schiffauauftrag der Iraner seit Aufhebung der Sanktionen gegen das Land und wird von koreanischen Geldgebern finanziert. Hyundai baut vier 14.500 TEU Containerschiffe sowie sechs 49.000 dwt Chemicalien- bzw. Produktentanker. Die 336 m langen Boxcarrier werden bei HHI gefertigt, während Hyundai Mipo Dockyard in Ulsan den Bau der sechs 183 m langen Tanker übernimmt. M 8 HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 1

News FSG Brittany Ferries ordert LNG-Fähre Die Flensburger Werft FSG hat sich einen weiteren Neubauauftrag gesichert. Mit der Fährreederei Brittany Ferries wurde eine Absichtserklärung zum Bau einer RoPax-Fähre unterzeichnet. Für den Neubau ist eine Antriebslösung auf LNG-Basis geplant, heißt es. Die neue Fähre soll 2019 abgeliefert und auf der Route Portsmouth–Caen eingesetzt werden. Das Schiff wird 185 m lang und 31 m breit. An Bord ist Platz für 1.680 Passagiere in 257 Kabinen. Außerdem stehen 2.600 Lademeter für Fahrzeuge zur Verfügung. Erst kürzlich hatten die FSG und Bomin Linde LNG eine langfristige Kooperation zur Betankung von Schiffen mit LNG abgeschlossen. Erstes gemeinsames Projekt war die »Searoad Mersey II«, ebenfalls eine LNG-Fähre. M FASSMER Millionenaufträge vom Bund Die Fassmer-Werft hat zwei große Aufträge vom Bund erhalten. Das Bundesverkehrsministerium orderte für die Flotte des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrpgraphie (BSH) ein neues Vermessungsschiff für 114 Mio €. Die »Atair« soll ab 2020 für die Seevermessung, Wracksuche und Umweltbeobachtung in Nordund Ostsee ab 2020 eingesetzt werden. Der Neubau ersetzt die 29-jährige gleichnamige Vorgängerin, Die neue »Atair« soll als weltweit erstes seegängiges Behördenschiff mit Gasmotoren unter Verwendung von LNG angetrieben werden. Erst kurz zuvor war außerdem bekannt geworden, dass die Berner Werft drei hochseetaugliche neue Polizeischiffe bauen soll. Gessamtwert: 165 Mio. €. Innerhalb von zwei Jahren sollen diese von Fassmer abgeliefert werden. Sie ersetzen drei Einsatzschiffe, die mehr als 27 Jahre alt sind und zum Teil aus Beständen der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR stammen. Bei den Neubauten handelt es sich um drei 86 m lange Schiffe von je 1980 BRZ. Sie sind mit einem Hubschrauberlandedeck ausgestattet. Diese Fähigkeit besitze bisher kein anderes ziviles deutsches Behördenschiff, hieß es bei der Auftragsvergabe. Zudem bieten variable Staumöglichkeiten für Container ausreichend Raum, auch spezielle Missionsmodule aufzunehmen und so flexibel auf künftige Herausforderungen reagieren zu können. M Quelle: Fassmer COSCO & CHINA SHIPPING Neuer Schiffau-Gigant in China gegründet Die Konsolidierung im chinesischen Schiffbau führt zur Gründung eines neuen Giganten: Cosco Shipping Heavy Industry (CSHI). Die Gruppe vereint mit 13 Einzelwerften die Aktivitäten von Cosco und China Shipping und wird mit 11,55 Mio. dwt Kapazität zur Nr. 3 Chinas. Allerdings steht ein erheblicher Kapazitätsabbau an. So soll die Jahresproduktion bis Ende 2017 auf 10,6 Mio. dwt und bis 2020 auf 9,6 Mio. dwt sinken. Bereits Ende 2015 hatten die Schifffahrtsaktivitäten beider Gruppen fusioniert. M 2M-ALLIANZ Für HMM fällt nur Juniorrolle ab Hyundai Merchant Marine hat mit den Partnern der 2M-Allianz, Maersk und MSC, ein Slot-Sharing-Agreement unterzeichnet. Es geht um eine Kombination von Slot-Exchanges und Slot- Purchases, sowie die übername einiger Schiffe durch MSC und Maersk, die derzeit an HMM verchartert sind. Ein vollwertiges Mitglied der Allianz wird HMM nicht. 2017 wollen die Koreaner im Rahmen einer Flottenerneurung Containerschiffe und VLCCs bestellen. M SHIPMANAGEMENT Advent schnappt sich V.Group Die US-amerikanische Advent International übernimmt den Mehrheitsanteil am Marktführer V.Group von Omers Private Equity. OPE will in V.Group reinvestieren und mit dem Management sowie Advent zusammenarbeiten, um das Geschäft zu stärken. Über das Volumen der Transktion wurde Stillschweigen vereinbart. Das Managementteam von V.Group soll einen Minderheitsanteil an dem Unternehmen behalten, das über 1.000 Schiffe aus allen Sektoren betreut. M RICKMERS Sanierungskonzept für RMT gescheitert Der Rickmers Maritime Trust (RMT) hat bei seinen Anteilseignern die erforderliche Mehrheit für sein Sanierungskonzept verfehlt. Die Zukunft des börsennotierten Unternehmens ist damit akut gefährdet. Bereits frühere Gespräche mit den Gläubigern waren gescheitert. RMT hatte sich bereits Ende November für zahlungsunfähig erklärt. »Wir werden jetzt sorgfältig alternative Vorschläge für die Umstrukturierung prüfen und bewerten«, teilte RMT heute mit. M AUSTAL FRS bestellt neues Schiff für Helgoland Die Förde Reederei Seetouristik (FRS) hat bei Austal in Australien einen neuen Katamaran für Helgoland in Auftrag gegeben. Ab 2018 soll er die »Halunder Jet« ablösen. er vom DNV GL zu klassifizierende Neubau bietet bis zu 692 Passagieren Platz und erhöht somit die tägliche Kapazität auf der Linie Hamburg-Helgoland um 20%. Der 56,4 m lange Aluminiumkatamaran soll bis zu 35 kn (erreichen. plant. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt rund 17 Mio. €. M HANJIN-INSOLVENZ MSC alleiniger Eigner in Long Beach Der Ausverkauf der insolventen Hanjin Shipping geht weiter: Nach einer Einigung zum Verkauf von 54% der Anteil an Total Terminal International LLC ist MSC jetzt alleiniger Eigner des Terminals in Long Beach. MSC hielt zuvor bereits die restlichen 46%. Wenige Tage zuvor war Hyundai Merchant Marine (HMM) als Bieter ausgeschieden. Spekuliert wird, dass dies von Maersk und MSC als Vorbedingung für eine Slot-Charter-Vereinbarung mit HMM verlangt wurde. M HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 1 9

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