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HANSA 01-2017

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Schiffstechnik | Ship

Schiffstechnik | Ship Technology ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS MTU und ZF bündeln ihre Stärken Die ZF Friedrichshafen AG und Rolls- Royce Power Systems wollen künftig bei Marineantrieben noch enger zusammenarbeiten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde Anfang Dezember unterschrieben. Die aufeinander abgestimmte Kombination von MTU-Motoren von Rolls-Royce Power Systems und Marinegetrieben von ZF sei seit langem in vielen Schiffen und Yachten zu finden. Künftig wollen sich die beiden Unternehmen den Angaben zufolge intensiver in der Entwicklung neuer Technologien und Produkte austauschen. Die genauen Inhalte der Zusammenarbeit werden in weiteren Gesprächen noch detailliert besprochen. Die Partner erwarten die größten Synergieeffekte auf drei Gebieten: Sie wollen ihre Produktprogramme mit gemeinsamen Komplettsystemen erweitern sowie bei Forschung und Entwicklung eng zusammenarbeiten. Ziel sind optimal aufeinander abgestimmte Systeme und neue Lösungen für die Marineantriebe der Zukunft wie beispielsweise Hybridantriebe oder digital vernetzte Lösungen. Auch in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Service will man die Kräfte bündeln. Durch die engere Zusammenarbeit baue man die Systemkompetenz aus, sagte Ulrich Dohle, Vorstandsvorsitzender Rolls-Royce Power Systems. ZF-Vorstand Wilhelm Rehm: »Gemeinsam mit MTU werden wir wegweisende Technologien entwickeln und mit Systemlösungen am Markt agieren.« M SCHIFFBAU DEUTSCHLAND EWD steigt in Yachtbau ein Die Emder Werft und Dock GmbH (EWD) hat einen Kooperationsvertrag mit der niederländischen Yachtwerft Royal Huisman aus Vollenhove geschlossen. Geplant sind Refits auf dem Emder Werftgelände. Die Palette reicht von klassischen Segelyachten bis hin zu mittelgroßen und großen Motoryachten. Bei der EWD haben bereits die Planungen für solche Refits begonnen. Für die Emder Werft und Dock biete sich mit der Kooperation die Chance, in den Markt der Modernisierung und Überholungen von großen Yachten einzusteigen. Damit setze die Werft ihre Wachstumsstrategie weiter fort. M SCHOTTEL Propeller für koreanisches Forschungsschiff Auch das zwölfte Fischereiforschungsschiff des südkoreanischen National Institute of Fisheries Science wird mit Schottel Controllable Pitch Propellern (SCP) ausgestattet. Schottel erhielt nun den Auftrag über zwei verstellbare Antriebe mit einer Leistung von jeweils 1.505 kW und einem Propellerdurchmesser von 2.600 mm. Dieser Auftrag beinhaltet laut Schottel einige, auf die Forschung ausgelegte Spezifikationen, unter anderem einen hohen Propellerwirkungsgrad für Freifahrt. Viel Wert wird zudem auf einen optimalen Propellerentwurf gelegt, um den kavitationsfreien Betrieb im niedrigen Geschwindigkeitsbereich zu erreichen. In diesem Zusammenhang wird die Hamburgische Schiffau-Versuchsanstalt (HSVA) in die Prüfungen des Propellerdesigns involviert. Ziel der Vorgaben ist, mit dessen optimierter Geometrie jegliche Druckschwankungen und Geräuschentwicklungen so gering wie möglich zu halten, um die sensiblen Messungen an Bord des Forschungsschiffs nicht zu beeinflussen. Die SCP-Anlagen sowie der lokale Kunden-Support haben laut Schottel bereits beim Vorgängerschiff (»Tamgu 21«) den Ausschlag gegeben und nun zu dem Folgeauftrag geführt. Nach der Fertigstellung soll das Forschungsschiff in der Exclusive Economic Zone (EEZ) vor der südkoreanischen Küste eingesetzt werden, wo es voraussichtlich 2018 als zwölftes Schiff Auch auf dem Schwesterschiff »Tamgu 21« sind SCPs im Einsatz die Flotte erweitert. Das National Institute of Fisheries Science betreibt Forschungen zur Erhaltung des Artenreichtums und Ökosystems, die Ergebnisse daraus werden hauptsächlich in der Fischerei genutzt. M Foto: NIFS BECKER MARINE SYSTEMS Neue Produktion für Batteriesystem Becker Marine Systems expandiert. In Winsen an der Luhe entsteht ein Gebäude, in dem ab dem Frühjahr 2017 das maritime Batteriesystem »Compact Battery Rack« (COBRA) gefertigt wird. Damit wolle man »die Weichen zur Herstellung weiterer innovativer Technolgien stellen«, heißt es. Zur Fertigung der auf Li-Ion-Zellen basierenden Batterien entstehen den Angaben zufolge etwa 30 neue Arbeitsplätze – insbesondere werden Schaltschrankbauer/-innen und Industrieelektriker/-innen gesucht. Ein Teil des 650 m2 großen Gewerbeneubaus, der eine Produktionshalle mit angeschlossenen Verwaltungsräumen umfasst, soll nach der Fertigstellung von dem Unternehmen Ecap zur Umrüstung von Kraftfahrzeugen in moderne Elektrofahrzeuge genutzt werden. M WÄRTSILÄ CSSC fertigt Ballastwassersysteme Für die Herstellung seines Ballastwassermanagementsystems Aquarius hat Wärtsilä eine Lizenzvereinbarung mit dem Jiujiang Precision Measuring Technology Research Institute getroffen. Das Unternehmen ist eine Tochter der China State Shipbuilding Corporation (CSSC). Wärtsilä bezeichnet den Schritt als weiteren Meilenstein. Über den chinesischen Partner könne man die Anlage besser dessen breiter Basis an Retrofit- und Neubaukunden anbieten. Die Vereinbarung gilt zunächst für sechs Jahre. Das Aquarius-System funktioniert nach einem zweistufigen Prinzip, bestehend aus Filtration und Elektro-Chlorierung. Laut Wärtsilä ist es für alle Umweltbedingungen geeignet und leicht zu warten. Ein Approval nach IMO Convention liegt vor, für US-Gewässer gibt es bisher ein Alternative Management System (AMS) Zertifikat. M 66 HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 1

Industry News Schiffstechnik | Ship Technology MV WERFTEN DNV GL klassifiziert Kreuzfahrtneubauten Die MV Werften haben die Klassifikation der »Endeavor«-Expeditionsyachten an DNV GL vergeben. Der Vertrag umfasst drei Neubauten, die 2019, 2020 und 2021 abgeliefert werden. Die drei 20.000 BRZ großen Megayachten gehören zu den ersten Passagierschiffen weltweit, die nach den neuen Bauvorschriften von DNV GL klassifiziert werden. Die »Endeavor«-Schiffe werden die weltgrößten Expeditionsyachten mit Eisklasse. Sie werden ab Ende 2017 bei MV Werften in Stralsund gebaut und ab 2019 an die US-amerikanische Luxusreederei Crystal Yacht Expedition Cruises abgeliefert. Sie sind mit Eisklasse PC6 ausgestattet und für den Einsatz in der Arktis, der Antarktis und in den Tropen konzipiert. Die umfassende Erfahrung bei der Klassifikation von Neubauten macht DNV GL zu einem starken und zuverlässigen Partner für uns«, erklärte Guido Schulte, Direktor Projektierung und Konstruktion bei MV Werften. »Wir freuen uns sehr, diese innovativen Schiffe klassifizieren zu können«, so Matthias Ritters, Regional Manager Germany bei DNV GL – Maritime. Die MV Werften sind aus den ehemaligen Nordic Yards (Wismar, Warnemünde, Stralsund) hervorgegangen. Eigner ist der malaysische Tourismuskonzern Genting, der zehn Kreuzfahrtschiffe bauen lassen will. Vier Flusskreuzfahrtschiffe sollen bereits 2017 an die Reederei Crystal River Cruises ausgeliefert werden – ein Unternehmen, das zur Genting- Gruppe gehört. 2018 folgt die erste Baureihe an Expeditionsjachten der »Crystal Endeavor«-Klasse. Zwei Jahre später wird mit Kreuzfahrtschiffen der »Global Class« (201.000 BRZ) für die Reederei Star Cruises begonnen. Die »Endeavour«-Schiffe werden die weltweit größten Expeditionsyachten mit Eisklasse Die größeren Schiffe sollen in Wismar und Rostock-Warnemünde, die kleineren in Stralsund gebaut werden. Künftig will die MV Werftengruppe nach eigenen Angaben drei Schiffe pro Jahr ausliefern: ein Schiff der Panamax-Klasse sowie zwei der sogenannten Neo-Panamax-Klasse mit mehr als 200.000 BRZ. Die Aufträge im Wert von 2,5 Mrd. € hatte Genting bereits im Mai bekanntgegeben. M Quelle: MV Werften CUXHAVEN Nächster Schritt für Siemens-Werk Der Siemens-Konzern kommt der Eröffnung seiner neuen Offshore-Wind-Fabrik in Cuxhaven einen Schritt näher. Mit politischen Gästen wurde nun bereits Richtfest gefeiert. Die Stahlstützen für die Produktionshalle mit einer Nutzfläche von 56.000 m2 sind mittlerweile errichtet. Siemens investiert hier rund 200 Mio. € in seine erste Offshore-Wind-Produktionsstätte in Deutschland. Das Unternehmen will bis zu 1.000 Arbeitsplätze in der Küstenregion schaffem. Die ersten Zulieferer haben bereits angekündigt, sich anzusiedeln. Die neue Fertigung in Cuxhaven wird Mitte 2017 mit der Produktion der Maschinenhäuser für Offshore-Windenergieanlagen für den Einsatz auf dem Meer beginnen, jeweils mit einer Leistung von 6–8 MW. M BROMBACH & GESS Leichtbau-Design für Passagierschiffe In Kooperation mit DNV GL, Schiffstechnik Buchloh und Stükerjürgen Aerospace Composites hat Brombach + Gess ein Leichtbau-Design für ein Panoramaglas- Schiebedach aus Verbundwerkstoff entwickelt. »Dieser Werkstoff stellt eine moderne Alternative für strukturelle Konstruktionen dar – viel Potenzial liegt in der Gewichtsreduzierung«, teilt das Unternehmen mit. Ein Schiebedach wird üblicherweise auf den oberen Decks eines Passagierschiffes platziert um eine wetterunabhängige Nutzung des Pool-Bereichs zu ermöglichen. Typischerweise setzt sich das Dach aus verschiedenen Paneelen zusammen, die sich zur Flächeneinsparung an Deck unter- und ineinander schieben lassen. Die typische Struktur eines Paneels ist ein selbstragendes Kreuzwerk aus Stahl oder Aluminium. Das Gesamtgewicht eines größen- und designtypischen Schiebedaches liegt bei ca. 50 t. Die Tragwerksstruktur beträgt etwa 50% des Gesamtgewichtes. Das neue Leichtbau-Design berücksichtigt nach Angaben des Herstellers wesentliche funktionswichtige Anforderungen an eine fahrbare Dachverglasung. »Insbesondere die Punkte Gewicht, einfache Instandhaltung und architektonisches Gesamtbild rücken in den Vordergrund der Betrachtung.« Der eingesetzte Verbundwerkstoff sei nicht korrosionsanfällig und habe eine hohe Ermüdungsfestigkeit. Im Vergleich zu einem Aluminiumdach können demnach mit dem neuen Leichtbau Design 43% Gewichtseinsparung erreicht werden. »Dies entspricht einer Netto-Reduktion des Gesamtgewichts um 20,1 t. Darüber hinaus weise das Design eine halbrund gestaltete Kreuzwerk-Stützstruktur und einfache Modulbauweise auf. Dadurch erhöhe sich die Netto-Glasfläche um 18%. M HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 1 67

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